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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-22791
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2004/2279/


Wang Xianqian und die „Reine Strömung“ : Politik und Gelehrsamkeit in der späten Qing-Zeit

Wang, Weijiang

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SWD-Schlagwörter: Qingdynastie
Freie Schlagwörter (Englisch): Qing
Basisklassifikation: 18.90
Institut: Asien-Afrika-Institut
DDC-Sachgruppe: Geschichte Asiens
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Friedrich, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.08.2004
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 20.12.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Mitglieder der Kaiserlichen Akademie, die zugleich namhafte Literaten und Gelehrten
waren, übten von 1879 bis zum Ende des Chinesisch-Französischen Krieges (1885)
ungewöhnlich harsche Kritik an hohen Beamten und sogar direkt an der Regierung.
Von Zeitgenossen wird diese Gruppe manchmal „Reine Strömung“ genannt; später in
der Republik-Zeit setzt sich der Name „Partei(ung) der Reinen Strömung“ durch. In
dieser Zeit setzt sich die Auffassung durch, einige hohe Beamte hätten die Gruppe aus
dem Hintergrund gesteuert und im Kampf gegen die
„Selbststärkungsbewegung“ eingesetzt, welche westliche Technik einführen wollte.
Die Gruppe wird so als Parteiung dargestellt, die aus ideologischen Gründen gegen
Reformen opponierte.
Wie zuverlässig sind die zeitgenössischen Quellen? War die „Reine Strömung“ Teil
einer politischen Debatte über die Frage, wie China mit dem Westen umgehen solle,
oder vertrat sie konkrete Interessen? War sie eine „parteiische“ Gruppe im
traditionellen Sinn, oder trug sie bereits Züge einer modernen Partei mit einem
politischen Programm? Um diese Fragen beantworten zu können, steht im
Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit Wang Xianqian (1842-1917): Kollege der
Aktivisten der „Reinen Strömung“ und ebenfalls berühmter Literat. Er galt in den
1870er bis 1890er Jahren als Befürworter der „Selbststärkungsbewegung“, kurz vor
der Hundert-Tage-Reform (1898) dann plötzlich als führender Reformgegner.
Zugleich investierte er jedoch sein Vermögen in eine moderne Fabrik. Von Wang
ausgehend, werden Hintergrund und Motive der „Reinen Strömung“ rekonstruiert.
Kapitel I behandelt Kindheit und Jugend des Wang Xianqian, um zu zeigen, wie
wichtig die Familie für ihn war, aber auch, wie er von intellektuellen Moden geprägt
wurde. Kapitel II versucht nachzuweisen, daß die „Reine Strömung“ von der
Kaiserinwitwe Cixi ausgelöst worden war, Kapitel III untersucht das
Beziehungsgeflecht der Aktivisten der „Reinen Strömung“, um deren Motive zu
klären. Kapitel IV thematisiert die Rolle von literarischer Tätigkeit und Gelehrsamkeit
im politischen Leben Wang Xianqians sowie das Verhältnis von Privatleben und
Rückzug aus der Politik. In Kapitel V geht es um die Aktivitäten des Wang Xianqian
in seiner Heimat und das Leben der Beamten in der Provinz im Vergleich zur
Hauptstadt Peking. Als sich die Beziehungen zu Japan in den 1890er Jahren
verschlechterten, kam es zu einer ähnlichen Erscheinung, die dann „Spätere Reine
Strömung“ genannt wurde und in Kapitel VI untersucht wird. Am Beispiel von Wang
Xianqian wird gezeigt, wie auch in der „späteren“ Gruppe noch traditionelle Muster
der Machtpolitik vorherrschen, nun aber auch eine modernere Aufassung allmählich
an Einfluß gewinnt.

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