FAQ
© 2017 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-26546
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2654/


Geometrische Keramik Kariens

Bulba, Mustafa

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (6.237 KB) 


Basisklassifikation: 15.68 , 15.15
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Plastik, Numismatik, Keramik, Metallkunst
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schneider, Lambert (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.07.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 12.10.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Obwohl karisch-geometrische Keramik von C. Özgünel schon 1979 erforscht und recherchiert
wurde, nahm die Anzahl der Funde erst danach stark zu, da die Raub- und Notgrabungen sich
erst danach deutlich vermehrt haben. Die meisten Funde, die vor allem aus Damlibogaz
stammen, wurden durch die Behörden beschlagnahmt (kommen durch Beschlagnahmung der
Funde von Behörden), so dass wir über ihre Fundkomplexe nichts erfahren können.
Die Funde von Damlibogaz, des wichtigsten Fundorts Kariens der geometrischen Periode,
waren bisher kaum bekannt. So können wir erst jetzt von einigen geometrischen Funden in
den verschiedensten Museen und Sammlungen der Welt sowie im Kunsthandel genauer
sagen, dass sie aus Damlibogaz kommen, dessen Nekropole seit Anfang der 80er Jahre
regelmäßig geplündert wurde.
Die vorliegende Arbeit zeigt auch, dass die karische Keramik vielfältiger ist, als man bisher
annahm. Hauptsächlich die Formen der Kratere und Oinochoen zeigen große Unterschiede
untereinander. So sehen wir z.B., dass die Kolonettenkratere, die bisher als Erfindung der
korinthischen Künstler galt, mit großer Wahrscheinlichkeit von Karern erfunden und von dort
in Korinth übernommen wurde. Auch der Kelchkrater, der als Erfindung attischer Töpfer,
genauer gesagt von Exekias galt, war schon in der spätgeometrischen Periode in Karien
bekannt und zwar mit unterschiedlichen Fuß und Henkelformen. Dies kann man trotz der
wenig zahlreichen Funde feststellen.
Die Ornamente und Ornamentsysteme bestehen weitgehend aus bereits bekannten
Verzierungen. Nur wenige Ornamente sind nachgewiesen worden, die bisher unbekannt
waren. Die Ornamente zeigen, dass die Karer mit verschiedenen Städten der antiken Welt in
Kontakt standen. Interessant ist, dass man an den Funden aus Karien grob drei verschiedene
Charaktere erkennen kann. Die Halbinsel von Halikarnassos scheint mehr Verbindungen zu
anderen Orten gehabt zu haben, was sich aufgrund der Funde vermuten lässt, die mehr nach
Vorbildern anderer Fundorte wie Attika gemacht sind, während die Funde von Damlibogaz
und Umgebung einheimische Besonderheiten zeigen. Die Funde aus dem Inneren Kariens
erinnern an die phrygische Ordnung, obwohl die Ornamente weitgehend aus bekannten
geometrischen Ornamenten bestehen.
Da die Fundumstände der Neufunde unbekannt waren, haben sie für die Datierung der
geometrischen Keramik kaum neue Anhaltspunkte gebracht, waren aber bei der
chronologischen Anordnung der Funde sehr hilfreich, so dass wir die Funde jetzt in eine
relative Reihenfolge bringen können.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende