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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27038
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2703/


Die Kunst des Hungerns : Anorexie in literarischen und medizinischen Texten um 1900

The Art of Hunger : Anorexia in literary and medical texts 1870-1930

Diezemann, Nina

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SWD-Schlagwörter: Deutsch / Literatur , Anorexia nervosa , Ernährung , Neurasthenie , Hysterie , Kultur / Geschichte
Freie Schlagwörter (Deutsch): Hungerkünstler , 1870-1930 , Franz Kafka , Robert Walser
Freie Schlagwörter (Englisch): Literature , Anorexia nervosa , Neurasthenia , Hysteria , History 1870-1930
Basisklassifikation: 17.71
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Deutsche Literatur
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schönert, Jörg (Prof. Dr. )
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.10.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 21.11.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Dieses Buch handelt davon, wie Nahrungverzichtes in literarischen und medizinischen Texten im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert wahrgenommen wurde. Es eröffnet so Einblicke in eine Zeit, in der unser modernes, von der Medizin geprägtes Verständnis von Ernährung entstanden ist. Untersucht werden der Zusammenhang zwischen Nervenkrankheit und Ernährung – heute noch präsent in dem Wort „Nervennahrung“ – und die Beschreibung radikalen Hungerns von Mädchen und Frauen als anorexia nervosa. Es geht um Nahrungsabstinenz von Männern im Rahmen eines kontrollierten Experiments, bei Versuchen mit „Hungerkünstlern“ in Mailand und Berlin und als Selbsterfahrung von Schriftstellern. Quellen dieser Studie sind nicht nur literarische Texte wie Erzählungen und autobiographische Schriften von Franz Kafka und Robert Walser, Romane von Theodor Fontane und Knut Hamsun, Hedwig Dohm und Gabriele Reuter, sondern auch medizinische Fallgeschichten, Lehr- und Handbücher, wissenschaftliche Monographien. Im Sinne einer Poetik der Kultur wird so für die Literatur ein neuer Kontext entfaltet und gleichzeitig kommen die kulturellen Entstehungsbedingungen medizinischen Wissens in den Blick.
Kurzfassung auf Englisch: The study analyzes the representation of anorexia in literary and medical texts from 1870 to 1925, providing new insights into the formation of our modern medical notions of nutrition. It was around 1900 that physicians claimed a connection between nutrition and diseases of the nervous system, which they classified as neurasthenia or as hysteria. Anorexia nervosa was described as an illness that affected primarily girls and women. The radical fasting of men, in contrast, was considered as a form of special dieting. Popular physiological experiments with "hunger artists" thus focused on the male body. A close reading of literary and autobiographical texts by Franz Kafka and Robert Walser shows how these authors appropriated the contemporary medical and popular conceptions of eating.

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