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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27407
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2740/


High reputation - low priority? Reading habits in multilingual Kenya

Hohes Ansehen - niedrige Priorität? Leseverhalten im mehrsprachigen Kenia

Pawlitzky, Christine

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Afrikanische Sprachen , Kenia , Leseforschung , Leseverhalten , Mehrsprachigkeit , Druckmedien
Freie Schlagwörter (Englisch): african languages , Kenya , reading research , multilingualism , print media
Basisklassifikation: 05.15 , 18.94
Institut: Asien-Afrika-Institut
DDC-Sachgruppe: Andere Sprachen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reh, Mechthild (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.06.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 12.12.2005
Kurzfassung auf Englisch: This study examines reading habits of Kikuyu speakers in Nyeri District (Central Kenya) and Luo speakers in Kisumu District (West Kenya). It applies the uses and gratifications approach and describes reading habits from a reader-oriented perspective. Four aspects of reading are highlighted: i) the social image of reading, ii) factors which impact on reading, iii) reading habits and functions of reading, iv) the language use in reading. Based on observations, interviews and survey data the author shows that the majority of readers have a positive attitude towards reading, which is associated with education and knowledge. Different types of readers and factors impacting on reading are described. The study shows that the major break in the development of reading habits coincides with leaving school. Reading decreases due to lack of access to reading material. Furthermore, it is shown, that English (the official language of the country) is the dominant language of reading. Informants able to read English judge their reading proficiency higher and they indicate to read more often than informants who do not speak English but Swahili (the official and national language) and other African languages. The latter lack access to adequate reading material. The author concludes with the recommendation to enhance access to reading material in African languages in order to promote the development of reading habits.
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation untersucht das freiwillige Buch-, Zeitschriften- und Zeitungslesen von Kikuyusprechern im Distrikt Nyeri (Zentralkenia) und Luosprechern im Distrikt Kisumu (Westkenia). Mit der Perspektive des Nutzen- und Belohnungsansatzes der Medien- und Kommunikationswissenschaft stellt sie den Mediennutzer in den Mittelpunkt und untersucht vier Aspekte des Lesens: i) das soziale Image des Lesens, ii) Faktoren, die auf das Lesen einwirken, iii) gegenwärtige Lesegewohnheiten und Funktionen des Lesens und iv) den Sprachgebrauch beim Lesen im mehrsprachigen Kontext Kenias. Auf der Grundlage von Beobachtungen, Interviews und Fragebogenumfragen zeigt die Autorin, dass die Mehrheit der Befragten eine positive Haltung gegenüber dem Lesen hat, das mit Bildung und Wissenserweiterung in Verbindung gebracht wird. Faktoren, die trotz des positiven Images des Lesens die Leseaktivität einschränken, werden anhand von verschiedenen Lesertypen beschrieben. Es wird gezeigt, dass der größte Bruch in der Leseentwicklung mit dem Austritt aus der Schule zusammenfällt und auf den erschwerten Zugang zu Lesematerialien in außerschulischen Kontexten zurückgeht. Hinsichtlich der Rolle der Sprachen im Leseprozess, zeigt die Studie, dass Englisch (offizielle Sprache des Landes) die dominante Lesesprache ist. Informanten, die Englisch lesen können, bewerten ihre Lesefähigkeit besser und geben eine höhere Lesefrequenz an als Informanten, die nicht in Englisch, sondern in einer afrikanischen Erstsprache oder Swahili (offizielle und Nationalsprache) lesen. Letzteren ist der Zugang zu der Mehrzahl von Publikationen versperrt, die in Kenia in Englisch erscheinen. Die Autorin schließt mit den Empfehlungen nicht nur die Zugangsproblematik (d.h. den physischen Zugang zu Lesematerialien) in außerschulischen Kontexten zu verbessern, sondern auch den Gebrauch der afrikanischen Sprachen im Bildungssystem und bei der Produktion von Lesematerialien zu berücksichtigen, um der Mehrheit der Bevölkerung den Zugang zu Büchern, Zeitschriften und Zeitungen und die Ausbildung von Lesegewohnheiten zu ermöglichen.

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