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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27490
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2749/


Trilingual Codeswitching in Kenya - Evidence from Ekegusii, Kiswahili, English and Sheng

Trilinguales Codeswiching in Kenia - am Beispiel des Ekegusii, Kiswahili, Englisch und Sheng

Ogechi, Nathan Oyori

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Dreisprachigkeit , Mehrsprachigkeit , Sprachwechsel , Swahili , Kenia , Englisch , Sprachkontakt
Freie Schlagwörter (Deutsch): Codeswitching , Ekegusii-Kiswahili-Englisch-Sheng , Trilingualität
Freie Schlagwörter (Englisch): codeswitching , trilingual , multilingualism , Ekegusii-Kiswahili-English-Sheng , Kenya
Basisklassifikation: 18.94
Institut: Asien-Afrika-Institut
DDC-Sachgruppe: Andere Sprachen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reh, Mechthild (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.11.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 21.12.2005
Kurzfassung auf Englisch: Trilingual Codeswitching in Kenya - Evidence from Ekegusii, Kiswahili, English and Sheng

The present study attempted to determine the matrix language (ML) and the speech processes in trilingual codeswitching (CS) involving Ekegusii, Kiswahili, English and Sheng in Kenya. It was hypothesised that:
(1) Trilingual participants who share a first language and speak the same second and third languages can produce both trilingual and bilingual CS CPs whose ML can be L1, L2 or L3.
(2) There is a tendency for composite bilingual and trilingual CS due to the impact of the L1 in structuring L2 and L3.
(3) The complexities of speech processing and congruence matching between the switched morphemes and their equivalents in the participating codes makes overt trilingual CS CPs negligible.
Trilingual Codeswitching
The hypotheses were tested on 520 CS CPs recorded during 330 minutes of naturally occurring CS speech. Of these CS CPs, 18 were trilingual CS CPs compared to 502 bilingual CS CPs. These data were analysed using Myers-Scotton's Matrix Language Frame model.
The investigation revealed unique ML patterns in CS from Africa in general and Kenya in particular. For instance, it came out that it was not always that Ekegusii as the interactants' L1 was the ML; rather, Kiswahili and English were in some instances the ML. This was attributed to the effect of language policy in Kenya's system of education where English is the language of instruction while Kiswahili is a taught and examined subject since 1984. Thus instances of Kiswahili ML were only seen in the trilingual CS of those participants who were taught and examined in the Kiswahili subject at primary and secondary school levels.

The study also realised five unique patterns of composite CS. First, there were trilingual CS CPs with surface morphemes from Ekegusii-Kiswahili-English and a corresponding trilingual ML. Then, there were four patterns of bilingual composite CS CPs.

The study concluded that the minuscule number of trilingual CS could be attributed to the complexities involved in processing a CP with three codes. A codeswitched morpheme in one code only surfaces after competing with equivalents from other codes. The higher the number of morpheme counterparts the less the number of CS CPs. Thus in trilingual CS a switched morpheme competes for selection with equivalents from two other participating codes.
Kurzfassung auf Deutsch: Trilinguales Codeswitching in Kenia am Beispiel des Ekegusii, Kiswahili, Englisch und Sheng

Die Arbeit bestimmt die Matrixsprache ('matrix language' = ML) und die Sprachmechanismen, die unter Erstsprachensprechern des Ekegusii in Kenia zum dreisprachigen Codeswitching (CS) zwischen Ekegusii, Kiswahili, Englisch und Sheng führen.

Es wird angenommen, dass
a) dreisprachige Kommunikationsteilnehmer, die über eine gemeinsame Erstsprache (L1) verfügen und dieselben Zweit- und Drittsprachen (L2 bzw. L3) sprechen, sowohl tri- als auch bilinguale Teilsätze produzieren können, in denen CS auftritt. Dabei kann die L1, L2 oder L3 die ML stellen.
b) aufgrund des Einflusses der L1 beim Festlegen des grammatischen Rahmens in L2 und L3 Teilsätzen, eine Tendenz zu gemischten ('composite') bi- und trilingualen CS besteht.
c) die Komplexität von Sprachverarbeitung und das Testen von Kongruenz bei Satzteilen unterschiedlicher sprachlicher Herkunft, die am CS teilnehmen, führt dazu, dass offen trilinguales CS nur in unbedeutendem Maße vorhanden ist.

Die Hypothesen wurden an 555 Teilsätzen getestet, in denen CS auftritt. Die Sätze wurden aus insgesamt 330 Minuten aufgezeichneter natürlicher Gespräche gewonnen. Dabei wurden 21 trilinguale CS Teilsätze gegenüber 534 bilingualen CS Teilsätzen festgestellt. Diese Daten wurden gemäß der theoretischen Annahmen von Myers-Scottons 'Matrix Language Frame Model' klassifiziert und analysiert.

Die Untersuchung zeigt spezielle Muster der ML beim CS in Afrika im Allgemeinen und in Kenia im Speziellen auf. Es wird gezeigt, dass, obgleich die Gesprächsteilnehmer über eine gemeinsame Erststprache, Ekegusii, verfügen, diese nicht immer die ML stellt; vielmehr wird deutlich, dass Kiswahili und Englisch ebenfalls als ML auftreten können. Dies wird auf die langjährige schulische Ausbildung der Gesprächsteilnehmer zurückgeführt, die im kenianischen Kontext in Englisch erworben wird. Ferner wird deutlich, dass dreisprachiges CS mit einer Kiswahili ML am ehesten unter Gesprächsteilnehmern auftritt, die Kiswahili im Unterricht in der Grund- und Sekundarstufe erlernt und Prüfungen in Kiswahili abgelegt haben.

Der Autor findet im CS-Material fünf Muster von gemischten ('composite') Mls, in denen mehr als eine Sprache zur ML beiträgt. Eines bezieht sich auf eine dreisprachige gemischte ML während die anderen vier zweisprachige gemischte MLs beschreiben. Die gemischte ML wird dabei auf den starken Einfluss des Ekegusii bei der Strukturierung der CS Teilsätze zurückgeführt.
Schließlich wird festgestellt, dass die nur geringe Anzahl von dreisprachigen CS Teilsätzen der Komplexität der Verarbeitung eines trilingualen CS Teilsatzes zugeschrieben werden kann. Ein CS Morphem in trilingualem CS muss mit seinen Entsprechungen aus zwei verschiedenen Sprachen abgeglichen werden, bevor es ausgewählt wird. Daraus ergibt sich: je höher die Anzahl von Sprachen, die in Kontakt sind, desto schwieriger ist es für einen Sprecher diese in einem Gespräch simultan zu verarbeiten.

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