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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45732
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4573/


Die Äquivalenzproblematik bei der literarischen Übersetzung am Beispiel von Taha Husseins „Al-Ayyâm“

El Gendi, Abdel Kader

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SWD-Schlagwörter: Übersetzung
Basisklassifikation: 17.95
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Literatur in anderen Sprachen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: House, Juliane (Prof. Dr. Dr. h. c.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.04.2008
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 20.04.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit widmete sich der Untersuchung der Äquivalenzfrage bei der literarischen Übersetzung und der Bearbeitung eines Modells zur Analyse und Bewertung arabisch deutscher literarischer Übersetzungen. Hier nimmt die Ermittlung der formalen und ästhetischen Gleichwertigkeit zwischen dem AT und dem ZT einen zentralen Platz ein. Aufgrund der Unterschiede zwischen den vorliegenden beiden Sprachen und Kulturen sind eine „offene Übersetzung“ und daher eine „versetzte Funktionsäquivalenz“ realisierbar und feststellbar. Dabei können nicht alle formalen und stilistischen Qualitäten des arabischen AT im ZT wiedergegeben werden. Als guter literarischer Übersetzer gilt jedoch derjenige, der die Fähigkeit und die Inspiration hat, diese Elemente im AT zu erkennen, zu schätzen und ein Maximum ihres Gesamtwertes in der ZS wiederzugeben. Dafür muss der Übersetzer nämlich die Welt des AT Autors, seine eigene und die Welt der Zielrezipienten unterscheiden und sie gleichzeitig verbinden und in Relation bringen können. Somit kommt der ZT Leser dann dem AT, dem AT Autor und der AS Kultur näher.

In diesem Zusammenhang konnte anhand der Analyse in dieser Arbeit zwischen einer „stilistischen“ und einer „pragmatischen Wirkungsgleichheit“ unterschieden werden. Zwar könnte durch die Auswahl bestimmter Wörter, die bestimmte Bedeutungsnuancen tragen, eine ähnliche stilistische Wirkung erreicht werden, aber wenn jedoch der AT Leser z. B. durch die jeweilige metaphorische Textstelle auch lachen (weil er natürlich die kulturellen und sachbezüglichen Hintergründe für das Gesagte bzw. Gemeinte kennt) und im Gegensatz dazu der ZT Leser nicht lachen würde, dann besteht eine „kommunikative Lücke“ in der Äquivalenz¬relation, die schwierig bzw. durch Erklärungen und Kommentare des Übersetzers zu füllen ist. Der ZT kann also ästhetisch (fast) wie der AT wirken, kommunikativ aber trotzdem nicht. Wie lässt sich solch ein Problem lösen? Durch Wörtlichkeit oder (lange) Erläuterungen?

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