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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-45988
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2010/4598/


Los partes fragmentados. Narrativas de la guerra y la deportación yaquis.

Die fragmentierten Stimmen. Erzählungen von dem Krieg und der Deportation der Yaquis.

Padilla Ramos, Raquel

Originalveröffentlichung: (2009) Wissenschaftliches Buch Progreso y Libertad. Los Yaquis en la Víspera de la Repatriación, Programa de Estudios de Sonora, Instituto Sonorense de Cultura, 2006, • “Jornaleros agrícolas, hacendados henequeneros de Yucatán”, Zeitschrift Asia y América, Vol. 5, Nr. 2, Dezember 2005, Troncoso, Francisco P. Las guerras contra las tribus yaqui y mayo de Sonora, Gob. del Estado de Sonora, Hermosillo, 1983.
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SWD-Schlagwörter: Yaqui , Sonora , Yucatán , Mexiko , Krieg , Deportation , Ausrottung
Freie Schlagwörter (Englisch): Yaqui war , Sonora , Yucatan , extermination , deportation
Basisklassifikation: 10.00 , 73.63 , 73.08 , 15.88
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Geschichte der übrigen Welt
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Koechert, Andreas (PD Dr.)
Sprache: Sonst.
Tag der mündlichen Prüfung: 15.10.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 11.06.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Der Titel dieser Arbeit „Die fragmentierten Stimmen“ bezieht sich auf ein besonderes Ereignis in der modernen Geschichte Mexikos, und zwar auf den Krieg und die Verbannung, welche die Yaquis Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrundert durchlebten.
Die Art und Weise, wie an Ereignisse, die Spuren im Leben einer Gesellschaft hinterlassen, erinnert wird und wie sie weiter vermittelt werden, ist in den einzelnen Gruppen dieser Gesellschaft unterschiedlich. Es gibt die Weitergabe der Erinnerungen durch Kodifizierungen auf Stein, Pergament oder Papier und es gibt jene Überlieferungen, welche durch Handlungen, Rituale oder mündliche Erzählungen erfolgen. Für diese Arbeit ist der Sammlung der „Worte“ (oral history) eines Volkes, welches vor einhundert Jahren Krieg und Verbannung erlitt, der Vorzug gegeben worden, ohne hierbei weitere Erzählformen auszuschliessen.
Es handelt sich bei der Ethnie um diejenige, die unter dem Namen Yaqui bekannt ist, die mit dem von ihr gesprochenen Yaqui eine Cahita–Sprache aus dem Yuto–Azteken–Sprachzweig spricht und die im Süden des mexikanischen Bundesstaates Sonora siedelt. Diese Yaquis leben in acht Dörfer. Ihre Geschichte ist durch eine permanente Präsenz sozialer Bewegungen mit dem Ziel gekennzeichnet, ihre traditionellen Regierungsformen und die Integrität ihres Territoriums zu bewahren und zu verteidigen. Die Yaquis bilden die Ethnie, welche in der gegenwärtigen Historiographie und Ethnologie von Sonora am meisten untersucht wurde und wird.
Mit der hier vorgestellten Dissertation wird versucht, in den Erzählungen der Yaquis diejenigen Ereignisse zu analysieren, die sich in der Zeit des Krieges und der Verbannung in der kollektiven Erinnerung einprägten und mit Blick auf die zukünftige gesellschaftliche Identität weitererzählt, wieder aufgearbeitet und mit (neuer) Bedeutung versehen wurden. Daneben werden in der Arbeit auch ergänzende Sichtweisen präsentiert.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Zeitabschnitte, die in der mexikanischen Geschichte als Porfiriat und Revolution bekannt sind, d.h. auf die letzten Jahrzehnte des 19. und die ersten des 20. Jahrhunderts.
In einem Abschnitt der Arbeit wird die Situation des wirtschaftlichen Wohlstands auf der Halbinsel Yucatan, welcher auf Produktion von Agave und ihren Erzeugnissen wie Sisal beruhte, am Beispiel einer Hacienda (Agrargrossbetrieb) im mexikanischen Bundesstaat Campeche und einer Gruppe von Yaquis, die dorthin deportiert worden waren, diskutiert.
Der letzte Teil dieser Arbeit ist das Ergebnis eines während des Dissertationsvorhabens durchgeführten dreimonatigen Feldstudie in den acht Dörfern (ocho pueblos) der Yaquis in Soniora. Die hier gesammelten Erzählungen sind es, die der Dissertation ihren Sinn und Zweck gegeben haben. Es handelt sich hierbei um die Erinnerungen an jene Zeit der Verfolgung, des Auseinanderreissens der Familien und des Todes: an die Zeit des Krieges und der Deportation vor nunmehr fast einem Jahrhundert.
Da sich die Inhalte der vorliegenden historischen Quellen und der im Feld dokumentierten Erzählungen deutlich voneinander unterscheiden, wurden zu ihrer vergleichenden Analyse verschiedene Modelle der Geschichts¬wissen¬schaften und der Ethnologie herangezogen.
Ein wichtiger Beitrag der Arbeit ist, dass in ihr mit Methoden der Geschichts– und ethnologische Forschung versucht wurde, den Yaqui–Krieg und die anschliessende Verbannung der Yaquis in den Süosten Mexikos zu analysieren. Das, was zuvor nur anhand von historischen Schriftquellen untersucht worden war, wurde jetzt durch mit mündlichen, rezenten Quellen kombiniert. Diese Erzählungen können sowohl als Material einer „mündlichen Geschichte“ (oral history) wie auch als ethnologische Informationsquellen angesehen und dementsprechend untersucht werden.
Die Arbeit versteht sich als Beitrag, die Ereignisse und damit verbundene Emotionen bekannt zu machen, welche bis heute weitgehend unbekannt waren, und einige der Vorurteile zu beseitigen, welche in der Vergangenheit zu Ungerechtigkeit und Entehrung der Yaqui als Ethnie und der Yaquis als Menschen geführt haben.
Kurzfassung auf Englisch: The title of this work, "The fragmented voices" refers to a special event in the modern history of Mexico, on the war and exile, which the Yaquis end of the 19th and early 20 Century of lived through.
The manner in which commemorates events which leave traces in the life of a society and how they continue to be conveyed is different in the different groups of this society. There is the passing on of memories through codification on stone, parchment or paper and there are those traditions which made through actions, rituals and oral narratives. For this work, the collection of "words" is (oral history) of a people who a hundred years ago suffered war and exile, the preference was given, without excluding this other narrative forms.
These are the ethnic group to the one which is known under the name of Yaqui, who speaks with the spoken of her Yaqui Cáhita a language from the Yuto-Aztec language branch and moved to the south of the Mexican state of Sonora. This Yaquis live in eight villages. Their history is marked by a permanent presence of social movements with the goal of their traditional forms of government and to preserve the integrity of their territory and defend it. The Yaquis are the ethnic group that has been in the current historiography and ethnology of Sonora and is the most studied.
With the presented thesis attempts to analyze the narratives of the Yaquis those events that are in time of war and exile in the collective memory and impressed upon continued further with a view to the future social identity, reprocessed and with (new) importance have been provided. In addition, in the work and complementary points of view are presented.
The investigation focuses on the periods that are known in Mexican history as Porfiriat and revolution, that is the last decades of the 19th and the first of the 20 Century.
In a section of the work is the situation of economic prosperity on the peninsula of Yucatan, which was based on production of agave and products such as sisal, have been the example of a hacienda (Agrargrossbetrieb) in the Mexican state of Campeche and a group of Yaquis, who were deported there were discussed.
The last part of this work is the result of a test conducted during the three-month dissertation project field study in the eight villages (ocho pueblos) of the Yaquis in Soniora. The collected stories are what the dissertation have given meaning and purpose. These are the memories of those times of persecution, the tearing apart of families and of death, to the time of war and the deportation of nearly a century ago now.
Since differences between the contents of this historical sources and the stories documented in the field significantly from each other, were to their comparative analysis of different models of history know ¬ ¬ ties and used in anthropology.
An important contribution of the work is that an attempt was made in it with methods of historical and anthropological research, to analyze the Yaqui war and the subsequent exile of the Yaquis in Mexico Süosten. That which had been previously studied only by means of historical documentary sources, has now been combined by using oral, recent sources. These stories can be used as material of an "oral history" (oral history) is considered as well as ethnological information and be analyzed accordingly.
The work is a contribution, the events and associated emotions to make known which were still largely unknown, and to eliminate some of the prejudices which have in the past led to injustice and dishonor the Yaqui Yaquis as ethnicity and as human beings.

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