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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53936
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2011/5393/


Evaluationsforschung am Beispiel des problemorientierten Lernens - Eine Wirkungsanalyse des Modellstudiengangs Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Kandulla, Maren

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Evaluation , Evaluationsforschung , Problemorientiertes Lernen , Problemorientierter Unterricht , Medizinische Ausbildung , Studienreform
Freie Schlagwörter (Deutsch): Modellstudiengang , Modellstudiengang Medizin , UKE , Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf , Wirkungsanalyse
Freie Schlagwörter (Englisch): evaluation research , program evaluation , problembased learning , medical education
Basisklassifikation: 70.03
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Drobnic, Sonja (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 07.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Dissertationstitel: Evaluationsforschung am Beispiel des problemorientierten Lernens – Eine Wirkungsanalyse des Modellstudiengangs Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Ausgangslage: Die medizinische Ausbildung befindet sich im Wandel. Spätestens seit den 80er Jahren wird dem Regelstudium Medizin in Deutschland vorgehalten, dass es zu theorielastig ist und zu wenig praktische Erfahrungen mit dem Arztberuf ermöglicht. Medizinische Grundlagenfächer werden wissenschaftlich-systematisch gelehrt mit einer klaren Trennung der einzelnen Disziplinen, obwohl im Arztberuf zunehmend interdisziplinäre Lösungskompetenzen gefragt sind. Aufgrund der strikten Trennung zwischen der zweijährigen theoretischen vorklinischen Phase, der dreijährigen vorwiegend theoretischen klinischen Phase und dem Praktischen Jahr geht die Theorie der Praxis zeitlich voraus und wird relativ unabhängig von praktischen Bezügen gelehrt. Im Medizinstudium findet der Unterricht gegenstandsorientiert statt, Vorlesungen sind die häufigste Veranstaltungsform. Auf diese Weise lernen die Studierenden vorgegebene Inhalte; der Möglichkeit, sich selbstständig Wissen anzueignen, theoretisches Wissen auf medizinische Fälle anzuwenden, eigene Lernstrategien zu entwickeln und Problemlösefähigkeiten aufzubauen sind damit Grenzen gesetzt.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat auf die anhaltende Kritik von Ärzten, medizinischen Fachvertretern, Dozenten und Studierenden reagiert und im Wintersemester 2001/2002 den Modellstudiengang Medizin implementiert, dessen Curriculum auf der lerndidaktischen Methode des problemorientierten Lernens basiert. Parallel zum Regelstudiengang Medizin hatten zwei Jahrgänge zu je 40 Studierenden die Möglichkeit, die ersten drei Jahre im Modellstudiengang Medizin zu studieren. In diesem werden von Beginn an medizinische Grundlagenfächer, die klinisch-theoretischen Fächer und die klinischen Untersuchungskurse unterrichtet und in Form einer Lernspirale, basierend auf einer Blocksystematik miteinander verknüpft. Dadurch wird der Praxisbezug der theoretischen Inhalte deutlich und den Studierenden soll es besser gelingen, ihr theoretisches Wissen in konkreten praktischen Fragestellungen anzuwenden und interdisziplinär zu bearbeiten. Vorlesungen werden im MSG durch freie Lernzeit sowie Tutorien in Kleingruppen ersetzt. Studierende sollen dadurch ihre Teamkompetenz aufbauen, Problemlösefähigkeiten und ein kontinuierliches und selbstständiges Lernverhalten entwickeln.

Ziel der Arbeit: In der Dissertation wird die Auswirkung des Modellstudiengang Medizin auf die Studierenden untersucht. Grundlegende Fragestellung ist dabei, ob sich Regelstudierende von ihren Kommilitonen des Modellstudiengangs hinsichtlich ihres Grundlagenwissens, ihres klinischen Wissens, ihrer praktischen Fertigkeiten, ihres Lernverhaltens, ihrer Motivation und Zufriedenheit sowie hinsichtlich institutioneller Kriterien wie Studienabbruch und Studiendauer unterscheiden. Im zweiten Schritt wird dann überprüft, inwieweit es sich bei den gefunden Unterschiede um eine Wirkung des problemorientierten Curriculums handelt oder ob die Unterschiede durch andere Ursachen hervorgerufen werden.
In der Dissertation wird eine Wirkungsanalyse dieses Reformprojektes der medizinischen Ausbildung durchgeführt. Inhaltlich leistet die Arbeit damit einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Reformierung des Medizinstudiums und gibt Auskunft über die Stärken und Schwächen eines problemorientierten Curriculums. Methodisch orientiert sich die Arbeit an der modernen Evaluationsforschung, die Instrumentarien zur systematischen Analyse der Wirkung von Reformmaßnahmen entwickelt hat. Dieses Instrumentarium ist für die Arbeit forschungsleitend und die Untersuchung insofern auch als Anwendungsbeispiel der Evaluationsforschung zu verstehen.

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