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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-58957
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2012/5895/


Verbundenheit im Sportunterricht : Begriffsbestimmung, Programmentwicklung und qualitative Interviewstudie im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Wahrnehmungs-sensibilisierenden Ausdauerlaufen

Schuchart, Agnes

Originalveröffentlichung: (2011) Bewegungsmeditation im Schulsport. In: S. Happ & R. Ehmler (Hrsg.): Zweikämpfen im Schulsport mehrperspektivisch unterrichten.Institut für Zweikampfpädagogik: Hamburg (S. 35-44)
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Leibphänomenologie , Ästhetische Bildung , Bewegungsmeditation , Naturschutzpädagogik , Episodisches Interview
Freie Schlagwörter (Englisch): Leib-Phenomenology , aesthetic education , meditation within movement , environmental pedagogic , episodic interview
Basisklassifikation: 80.46
Institut: Sportwissenschaft
DDC-Sachgruppe: Sport
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Funke-Wieneke, Jürgen (Prof. Dr. em.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.10.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 14.11.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Dissertationsschrift befasst sich mit dem Erleben von Verbundenheit, welches sowohl biographisch als auch bildungstheoretisch als relevant identifiziert werden kann. Im Zuge des biographisch geprägten Erkenntnisinteresses werden die folgenden drei Hauptfragen formuliert, welche das hier präsentierte Forschungsprojekt beantworten soll:

1. Inwiefern lässt sich der Begriff „Verbundenheit“ bestimmen und an bestehende relevante, (v.a. bewegungs-) wissenschaftliche Ansätze anschließen?
2. Inwiefern kann diese Verbundenheit in ein Schulsport-unterrichtliches Programm übersetzt werden?
3. Inwiefern gelingt eine praktische Umsetzung dieses Programms, was erleben die teilnehmenden SchülerInnen dabei, und inwiefern erleben sie dabei (Aspekte von) Verbundenheit?

Eine adäquate Bearbeitung dieser Fragen setzt sowohl einen theoretischen, als auch einen empirischen Zugang voraus. Dabei müssen auch bildungs- und erziehungstheoretische Aspekte und eine Schulsportunterrichts-praktische Perspektive eingenommen werden. Darüber hinaus wird in der letzten Frage die Sicht der SchülerInnen betont.

Für eine Thematisierung der ersten Hauptfrage wird im theoretischen Teil der Arbeit vor dem Hintergrund anerkannter (v.a. bewegungs-) wissenschaftlicher Ansätze eine Begriffsbestimmung vorgenommen. Dies erlaubt auch die Diskussion einer möglichen (interdisziplinären) wissenschaftlichen Anbindung dieses Begriffes. Hervorzuheben sind hier anschlussfähige Diskurse innerhalb der Leibphänomenologie, der ästhetischen Bildung und der (davon z.T. beeinflussten) Bewegungspädagogik. Dabei wird zwischen „Leib-Sein“ und „Körper-Haben“ unterschieden. Darüber hinaus ergibt sich eine Anschlussfähigkeit des Verbundenheitsbegriffes an (sozio-) ökologische Figuren und an naturschutzpädagogische Ansätze. Im weiteren Verlauf der Arbeit lässt sich Verbundenheit schließlich differenzieren in eine Verbundenheit mit dem eigenen Leib, mit der menschlichen und mit der nicht-menschlichen Mitwelt. Darüber hinaus kann sie gekennzeichnet werden als ein prä-reflexives, „ästhetisch-sinnliches Leib-Sein in achtsamer Bewusstheit und Beziehung zu etwas“. Ein Begriffsschema in der Dissertationsschrift veranschaulicht diese Ergebnisse. Die erste Hauptfrage der vorliegenden Dissertationsschrift kann damit als (vorläufig) beantwortet gelten.
Im Zuge einer Bearbeitung der zweiten Hauptfrage wird anschließend mit Bezug zu bildungs- und erziehungstheoretischen Überlegungen ein konkretes, Schulsport-unterrichtliches Programm entworfen und ausführlich dargestellt. Es thematisiert und inszeniert die so verstandene Verbundenheit innerhalb einer Einheit zum Wahrnehmungs-sensibilisierenden Ausdauerlaufen. Damit kann auch diese Hauptfrage beantwortet werden kann. Das entwickelte Programm stellt ein weiteres Ergebnis der vorliegenden Arbeit dar.
Die dritte Hauptfrage verlangt nach einer empirischen Herangehensweise. Daher werden die genannten drei Hauptfragen in vier operationalisierbare Untersuchungsfragen überführt und bearbeitet. Mit Bezug zu bereits diskutierten phänomenologischen Aspekten und vor der Matrix einer methodologischen Diskussion wird dabei die Entscheidung für eine qualitative Studie mit Episodischen Interviews getroffen. Dabei wird auch die Personalunion der Autorin dieser Arbeit in den Rollen der Programmentwicklerin, -Anleiterin und wissenschaftlichen Evaluatorin reflektiert. Die vier re-formulierten Untersuchungsfragen akzentuieren wie gefordert die SchülerInnen-Perspektive und lauten:

1. Was verstehen die InterviewteilnehmerInnen unter dem Begriff „Verbundenheit“?
2. Inwiefern ist ein entsprechendes Programm im schulischen Sportunterricht umsetzbar?
3. Was erleben die InterviewteilnehmerInnen bei einer solchen Inszenierung?
4. Inwiefern erleben sie dabei (Aspekte von) Verbundenheit?

Die konkreten empirischen Ergebnisse finden sich – wie auch die Interviewtranskripte – in der Originalarbeit.
Eine theoretische Wendung der empirischen Interviewaussagen und Ergebnisse lässt zusätzlich deren erweiterte Interpretation durch im Theorieteil bereits diskutierten Ansätze zu. Somit wird hier insgesamt eine Erweiterung der Theorie durch die Empirie, aber auch eine Vertiefung der empirischen Ergebnisse durch die theoretischen Ansätze möglich.
Ein weiteres Ergebnis stellt letztlich auch der Ausblick auf denkbare zukünftige Fortführungen des hier zu präsentierenden Forschungsprojektes dar, welcher auf einer Reflexion der gewählten Methoden und ihrer Anwendung basiert, aber auch die Kritik der InterviewpartnerInnen aufnimmt.

Damit verbleibt für diese Kurzfassung lediglich der Hinweis auf den andauernden, bildenden Einfluss der vorliegenden Arbeit auf die Person der Autorin selbst.
Kurzfassung auf Englisch: The graduate thesis at hand is dealing with the experiencing of interconnectedness , which can be identified biographically as well as in terms of education as relevant. In the course of the biographically coined cognitive interest of this dissertation are the following three main questions worded, which are to be answered by the research project to be presented:

1. In what way can the term “interconnectedness” be defined and affiliated to existing, relevant scientific pedagogy (above all in terms of pedagogy of the human movement)?
2. In what way can this interconnectedness been translated in a physical education-program for school?
3. In what way succeeds an applied implementation of this program into schooling practice (PE), what is experienced by the pupils in doing so, and in what way are they experiencing (aspects of) interconnectedness thereby?

The adequate dealing with these questions requires a theoretical, as well as an empirical approach. In doing so, also educational aspects and a practical PE-perspective have to be added. Furthermore, the pupils´ point of view is emphasised within the last question.

For treating the first main question, in the theoretical part of this thesis a definition is done against the background of acknowledged scientific approaches (here mainly in terms of pedagogy of the human movement). This enables a discussion of the possible (interdisciplinary) scientific affiliation as well. Here, the appropriate discourses within the („Leib-“) phenomenology, the aesthetic education and the (thereof influenced) of the human movement are to be highlighted. In this context it is to differentiate between “being the >Leib<” and “having a >Körper<” . Furthermore, an affiliation of the expression “interconnectedness” can be found within (sozio-) ecological terms and in nature-pedagogic approaches. In the advancement of this dissertation, “interconnectedness” can also be distinguished into an interconnectedness with the own >Leib<, an interconnectedness with the human and with the non-human world. In addition to that can interconnectedness be understood as a prae-reflexive, “aesthetic-sensual >Leib<-Being in conscious awareness and relation to something”. In the dissertation, a diagram is illustrating these results. Thus the first main question can be seen to be answered for the time being.
In the course of the second main question and with reference to educational considerations is a concrete Program for school-PE worded and presented in detail within the dissertation. This program brings up and puts on the described interconnectedness within a teaching unit of perception-sensitising long-running. Due to that this main question can be answered, too. The developed program displays another result of the thesis to be presented.
The third main question asks for an empiric approach. Therefore the named main questions are transferred into four survey questions which can be operationalised in a scientific experimental manner. With reference to already stated phenomenological aspects and due to a methodological discussion of thoughts a decision is made for qualitative research with Episodic Interviews. Also the personal union of the author of this presented work in the roles of the program-developer, the program-instructor and the scientific program-evaluator is reflected. As requested, the four re-worded survey questions accentuate the pupils´ perspective. They read as follows:

1. What is the interviewees´ understanding of the term “interconnectedness”?
2. In what extent is an according program realisable in schools PE?
3. What are the pupils experiencing during such a realisation?
4. In what extent are they experiencing (aspects of) interconnectedness?

The empirical outcome as well as the interview-transcripts can be found in the original paper.
A theoretical twist of the empiric interview-statements and results enables over and above an advanced interpretation through the scientific approaches, discussed earlier on in the theoretical part of the dissertation. Altogether this way it is possible to expand the theory through the empiricism, but also to deepen the empirical findings through the theoretical approaches.
As a supplementary result the perspective at imaginable future continuation of the presented research project is here to be named as well, building up on a reflection on the chosen methods and their appliance as well as on the critics of the interviewees.

Last but not least that leaves for this abstract only the mention of the ongoing educational influence this dissertation has on the person of the author herself.

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