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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-64072
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/6407/


Menschenrechts-Nichtregierungsorganisationen im Spannungsfeld zivilgesellschaftlicher Transformationsprozesse am Beispiel Mexikos

Schulz, Christiane

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SWD-Schlagwörter: Menschenrecht , Nichtstaatliche Organisation , Mexiko , Zivilgesellschaft
Freie Schlagwörter (Deutsch): Menschenrechts-NRO
Freie Schlagwörter (Englisch): Human-Rights-NGO
Basisklassifikation: 89.62 , 89.35 , 89.49 , 89.59
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Nolte, Detlef (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.06.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 15.10.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation beschäftigt sich auf der Basis empirischer Untersuchungen mit mexikanischen Menschenrechts-Nichtregierungsorganisationen und ihrem Beitrag zu zivilgesellschaftlichen Transformationsprozessen. Der konzeptionelle Ansatz der Abhandlung bezieht sich auf die Überlegungen von Antonio Gramsci, demzufolge die Zivilgesellschaft einerseits staatlicher Hegemonie unterworfen ist – und somit möglicherweise als Teil des erweiterten Staates zu analysieren ist, gleichzeitig von der Zivilgesellschaft aber auch Impulse zur Ausgestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse ausgehen. Im ersten Teil werden begriffliche und konzeptionelle Fragen erörtert. Insbesondere wird der Begriff der Zivilgesellschaft bestimmt, und die unterschiedlichen Funktionen von Menschenrechts-Nichtregierungsorganisationen gegenüber Staat, Zivilgesellschaft und der politischen Öffentlichkeit diskutiert.
In den folgenden zwei Teilen werden die Phasen der Entwicklung der lateinamerikanischen, ebenso wie die Besonderheiten der mexikanischen Zivilgesellschaft vorgestellt. Für Mexiko relevant ist die jahrzehntelange Unterordnung der Zivilgesellschaft unter staatliche Hegemonie. Die mexikanische Menschenrechtsbewegung reflektiert diese Spezifika, auch sie leistet über Jahre einen Spagat zwischen Unabhängigkeit und Kooptation durch den Staat. Mit der Abwahl der Regierungspartei, der Partei der Institutionalisierten Revolution, im Jahr 2000 sahen sich Menschenrechtsorganisationen schließlich an einem Etappenziel: Staatliche Strukturen zum Schutz der Menschenrechte wurden aufgebaut, die Regierung hob den Menschenrechtsdiskurs aus der Zivilgesellschaft in die Sphäre des Staates. Gleichzeitig aber wurden die gesellschaftlichen Widersprüche – und damit das Potential systematischer Menschenrechtsverletzungen – aufrechterhalten.
Vor diesem Hintergrund werden im vierten Teil anhand von vier exemplarischen Fallbeispielen ab dem Jahr 2001 verschiedene Menschenrechts-Nichtregierungs-organisationen untersucht. Ihre Strategien, Verankerung im jeweiligen Kontext und ihr Potential, gesellschaftliche Prozesse zu beeinflussen, stehen im Mittelpunkt der Abhandlung. Zwei der Fallbeispiele betreffen den Bundesstaat Guerrero, zwei weitere Fallbeispiele sind in Mexiko-Stadt angesiedelt.
Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung vorgestellt. Städtische und ländliche Menschenrechtsorganisationen agieren in unterschiedlichen Sphären. Gesellschaftliche Widersprüche werden nicht gemeinsam auf nationaler Ebene in menschenrechtsrelevante Forderungen „übersetzt“. Damit stellen die Menschenrechtsorganisationen ein Spiegelbild der Zivilgesellschaft als solches dar. Zivilgesellschaftliches Handeln in Mexiko ist geprägt von den gesellschaftlichen Widersprüchen, und gleichzeitig behindert die Ungleichzeitigkeit gesellschaftlicher Entwicklungen die Formulierung kollektiver Interessen der Zivilgesellschaft.

Kurzfassung auf Englisch: The thesis is based on empirical studies with Mexican Human Rights NGOs and their contribution to civil society transformation processes. The conceptual approach of the essay refers to the thoughts of Antonio Gramsci, therefore the civil society is subjected to state hegemony. At the same time civil society also provides impetus for transformation processes of society. In the first part terminological and conceptual issues are discussed. In particular, the concept of civil society is determined and discussed as well as functions of human rights NGOs in the different spheres.
In the following two parts the development of civil society in Latin American will be presented as well as the peculiarities of Mexican civil society. The decades-long subordination of civil society under state hegemony is relevant for the Mexican case and the mexican human rights movement. In 200 the Institutional Revolutionary Party was deselected, state structures for the protection of human rights have been established and the government raised the human rights discourse of civil society in the sphere of the state. At the same time social contradictions - and thus the potential systematic human rights violations – were maintained.
Against this background, several Human Rights NGOs are analyzed in the fourth part of this study. Their strategies, the context and the potential of Human Rights NGOs to influence social processes are the focus of the essay. Two of the case studies are related to the state of Guerrero, two case studies are located in Mexico City .
In the last chapter the results of the empirical study are presented. Urban and rural human rights organizations operate in different spheres. Social contradictions are not \\\\\\\"translated\\\\\\\" at the national level in human rights-related claims. The human rights organizations reflect the heterogeneity of civil society.

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