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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-77026
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7702/


Die Diversifizierung internationaler sicherheitspolitischer Kooperation Kasachstans von der Unabhängigkeitserklärung bis zur Gegenwart

Diversification of Kazakhstan’s co-operation in the security sphere from independence till now

Akberdiyev, Dauren

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SWD-Schlagwörter: Sicherheitspolitik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Politikwissenschaft , Internationale Beziehungen , Außenpolitik , Streitkräfte
Freie Schlagwörter (Englisch): Political Science , International Relations , Foreign Relations , Armed Forces
Basisklassifikation: 89.90 , 89.81
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Brzoska, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.04.2015
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 05.02.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die Realität zeigt auf, dass Kasachstan intensiv – wie kein anderes Land Zentralasiens – regionale/internationale Politik betreibt, indem immer mehr Politikfelder über die Grenzen des Nationalstaates (gewollt) hinaus getragen werden, um so in diesen regional/international zu agieren. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass Kooperation das Leitprinzip des Landes auf der internationalen Bühne war und ist. Der sicherheitspolitische Bereich ist geradezu das Paradebeispiel hierfür. In der Arbeit wird die sicherheitspolitische Kooperation Kasachstans mit seinen wichtigsten Partnern in diesem Bereich, nämlich: Russland, China, USA und NATO (3. Fallbeispiel: Internationale militärische Kooperation der Streitkräfte von Kasachstan.) sowie Kasachstans Kooperation in den beiden regionalen Organisationen wie die OVKS und die SOZ (1. und 2. Fallbeispiel: Kasachstans sicherheitspolitische Kooperation am Beispiel der Organisation des Vertrages für kollektive Sicherheit (OVKS). Fallbeispiel: Kasachstans sicherheitspolitische Kooperation am Beispiel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)) untersucht. Dabei wird folgende Fragestellung zu Grunde gelegt: "Hat sich eine Diversifizierung internationaler sicherheitspolitischer Kooperation Kasachstans tatsächlich vollzogen?" Es gilt also zu untersuchen wie sich die Zusammenarbeit im sicherheitspolitischen Bereich Kasachstans, von der Unabhängigkeitserklärung bis zur Gegenwart, gestaltet hat und welche Veränderungen – in Form der Partnerwahl, Kooperationsbereiche – feststellbar sind.

Zur Überprüfung der oben gestellten Fragestellung werden zwei Thesen aufgestellt.

These 1: Aufgrund eines Wandels in der internationalen sicherheitspolitischen Kooperation von Kasachstan, hat sich der Kooperationsspielraum für Astana quantitativ und qualitativ (Der Begriff quantitativ zu verstehen sinngemäß als mengenmäßige/zahlenmäßige Bedeutung. Der Begriff qualitativ soll als inhaltliche Bereicherung von etwas verstanden werden) vergrößert. Russland bleibt dabei zwar nach wie vor ein strategischer Partner, muss sich aber nun die strategische (Führungs-)Position mit anderen Akteuren teilen.

Die zweite These geht hingegen vom Gegenteil aus.

These 2: Das gegenwärtige Kasachstan betreibt zunehmend selbstständig und multivektoral – i.S. einer Einbeziehung anderer Partnerstaaten, auch über die postsowjetische Region hinaus – sicherheitspolitische Kooperation. Der Kooperationsspielraum von Kasachstan ist zwar grösser geworden, trotzdem bleibt der russische Vektor in der kasachischen Sicherheitspolitik am ausgeprägten. Mit anderen Worten die sicherheitspolitische Kooperation von Kasachstan ist zwar breit ausgelegt, bei näherer Betrachtung aber stellt man fest, dass sich die Tendenz einer kontinuierlichen Vertiefung und Ausbau der Kooperation jedoch mit Russland abzeichnet.

Der Verfasser der Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ungeachtet vieler anderer Kooperationspartner und Kooperationsrahmen, Russland bzw. die OVKS die sicherheitspolitisch wichtigsten Kooperationspartner Kasachstans sind. Im Ergebnis kann somit der zweiten These zugestimmt werden.
Kurzfassung auf Englisch: It can be observed that Kazakhstan – more than any other country in Central Asia – is intensively engaging in regional and international politics by (deliberately) pursuing an increasing range of policy fields beyond its national borders, allowing it to act regionally and internationally in these fields. This suggests that co-operation was and is the country’s guiding principle in the international arena. The field of security policy is a prime example of this. This dissertation examines Kazakhstan’s co-operation in the field of security policy with its key partners, namely China, the USA, and NATO (3rd case study: International military co-operation of the armed forces of Kazakhstan), as well as Kazakhstan’s co-operation in two regional security organizations, the CSTO and the SCO (1st and 2nd case studies: Kazakhstan’s security policy co-operation with the Collective Security Treaty Organization (CSTO). Case study: Kazakhstan’s security policy co-operation with the Shanghai Cooperation Organization (SCO)). The aim of the research is to answer the following question: “Has there really been a diversification in Kazakhstan’s international security co-operation?” To pursue this aim, the dissertation will examine how Kazakhstan has framed its security policy co-operation from independence to the present day and what changes – in terms of choice of partner and areas of co-operation – can be observed.

In examining this research question, two theses will be considered:

Thesis 1: As a result of shifts in Kazakhstan’s international security policy co-operation, Astana’s opportunities for co-operation have expanded in both quantitative and qualitative (Quantitative expansion refers to an increase in volume or number. Qualitative expansion refers to an enrichment of substance) terms. While Russia remains a strategic partner, it now needs to share its strategic (leading) position with other actors.

The second thesis makes contrary assumptions.

Thesis 2: At present, Kazakhstan is pursuing a security policy that is increasingly autonomous and multivectoral – in the sense of engaging in security co-operation with other partner states besides Russia, including states from outside the post-Soviet region. While Kazakhstan’s scope for security co-operation has increased, the Russian vector in Kazakhstan’s security policy remains the strongest. In other words, while Kazakhstan’s security policy co-operation has been diversified, closer examination reveals a tendency towards continual deepening and expansion of co-operation with Russia.

The author of this dissertation concludes that despite the existence of many other partners and frameworks for co-operation, Kazakhstan’s most important partners for security co-operation are Russia and the CSTO. Consequently, the second thesis is correct.

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