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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-78378
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7837/


Interkulturelle Kompetenz als operationalisierbare Verhaltensorientierung für die deutsch-spanische Kommunikation und Zusammenarbeit

Bauzá Iraola, Amanda Eva

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SWD-Schlagwörter: Interkulturalität , Kommunikation
Basisklassifikation: 18.31
Institut: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Sprache, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schäffauer, Markus Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.03.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 14.04.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Wenn auch gegenwärtig allerorten Bilder der Globalisierung und die Globalisierung der Bilder zunehmend selbstverständlich medial zu konvergieren scheinen, so bleibt doch die Verständigung zwischen den Kulturen ein schweres Geschäft. Selbst im vergleichsweise „kleinen“ Europa, hier exemplarisch als Interaktionsfeld zwischen deutscher und spanischer Kultur in den Blick genommen, offenbaren sich bei näherem Hinsehen interkulturelle Kommunikationsstörungen, die unbearbeitet umstandslos ganze noch so gut gemeint begonnene Projekte lahmlegen können. Hier setzt die vorliegende Untersuchung an und legt einen ersten Schwerpunkt darauf zu realisieren, dass Kommunizierende häufig ihre Verständigungsgrundlagen im Regelfall nicht explizit darlegen – und dies auch gar nicht können – , sondern vielmehr auf ein vermeintlich gemeinsames, scheinbar generalisierbares Wissen und Verhalten Bezug nehmen. Sie unterstellen unter der Hand universale kognitive Schemata, die bis in Lexik und Syntax hinein sinnhaft präformiert erscheinen und dennoch in der Lage sind, schon Ansätze gelingender Kommunikation außer Betrieb zu setzen. Sprachliches und soziales Handeln beinhaltet eben nicht nur das Bewirken eines intendierten Zustandes, sondern auch den sozialen Prozess der Identitätsbildung: Selbst- und Fremdeinschätzungen (Status, Rolle, Prestige, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl) sind dem Handeln vorgängig, werden aber kontinuierlich in kommunikativer Interaktion ratifiziert, in Frage gestellt und verändert. Sie unterliegen dabei dem Einfluss kulturalisierender Medienbilder ebenso wie medialen Attributionen von Fremdbildern. Hier wird deshalb vorgeschlagen, interkulturelle Missverständnisse durch ein mentalitäts-, sprach- und verhaltensorientiertes Training bewusst zu machen, aufzubrechen und - im besten Falle - dauerhaft zu verändern. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Diagnose des Ursprungs der beschriebenen Phänomene. Denn zum Einen können sie auf pragmatische Fehler zurückzuführen sein, die eine inadäquate Übertragung kommunikativer Normen von der Ursprungskultur in die fremde betreiben. Zum Anderen können ihnen Attributionsprozesse zugrunde liegen, die mittels mentaler wie verbaler „Fehlschaltungen“ Akzeptanzwillen und Empathie von vornherein unterminieren. Ein dritter Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung und Untersuchung der durchgeführten Trainingskonzepte und Formen der interkulturellen Arbeit, die neben den konventionellen Bereichen der klassischen Reflexion und Schulung Potenzial und Möglichkeiten der Neuen Medien einbezieht. Hier wie bei den beiden vorangegangenen Schwerpunkten geht es letztendlich um die Entwicklung von analytisch-strategischen Fähigkeiten, die die mit der interkulturellen Kommunikation befassten Auslandsentsandten sensibilisieren können, ungewollt selbstläufige und autokratische Kommunikationsstile vermeiden helfen und das Handlungsspektrum erweitern.

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