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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79235
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7923/


Geschäftsprozessmodellierung klinischer Behandlungspfade und deren Simulation für ein Krankenhausmodell

Andonova, Milena

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Simulation , BPMN , Krankenhaus , Modellierung , Behandlung
Freie Schlagwörter (Deutsch): jPDL , Klinische Behandlungspfade , EPK , Geschäftsprozesse , Geschäftsprozessmodellierung
Freie Schlagwörter (Englisch): jPDL , Clinical pathways , EPC , Business process , Business process modelling
Basisklassifikation: 54.80 , 54.08
Institut: Informatik
DDC-Sachgruppe: Informatik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Page, Bernd (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.05.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.07.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die Sicherstellung einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung aller Bürger gehört zu den wichtigsten Herausforderungen einer Gesellschaft. Dabei kommt dem Krankenhaus und seinen Akteuren große Bedeutung zu. Wirtschaftliche, soziale und politische Einflüsse führen seit Jahrzehnten zu einem steten Wandel des Gesundheitssystems. Das Anfang der 2000er-Jahre eingeführte Fallpauschalengesetz hat sich dabei besonders nachhaltig auf die Krankenhäuser ausgewirkt, da die kontinuierlichen Ausgabensteigerungen durch die pauschalisierte Vergütung auf Grundlage der Diagnosis Related Groups begrenzt werden sollten. Die Krankenhäuser reagieren darauf mit einer weitreichenden strategischen Neuausrichtung zugunsten einer preis-leistungsorientierten Behandlung, bei der gezielt wirtschaftliche, medizinische und technische Aspekte berücksichtigt werden müssen. In diesem Kontext bietet die Analyse der soziotechnischen Systeme einen geeigneten Ansatz zur Komplexitätsreduzierung der inhärenten Wechselwirkungen.
Die vorliegende Arbeit zeigt nun auf, wie sich mit den Mitteln der Geschäftsprozessmodellierung und Simulation eine vereinheitlichende Sicht auf die Prozesse im Krankenhaus etablieren lässt. Die Nutzung domänenunabhängiger Methoden zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sich die (starre) Organisationsstruktur des Unternehmens durchbrechen und eine weitergehende Koordination der Funktionen sich sowohl innerhalb wie auch über die Grenzen der Fachbereiche hinaus gewährleisten lässt. Dabei werden die soziotechnischen Prozesse in Form eines allgemeinen, abstrakten Behandlungsprozesses aufbereitet, aus dem sich konkrete klinische Behandlungspfade ableiten lassen. Die Wahl einer geeigneten Modellierungsnotation ist hier von entscheidender Bedeutung. Somit wird ein Kriterienkatalog entwickelt, der die Auswahl einer geeigneten Notation unter der Berücksichtigung allgemeiner und domänenspezifischer Kriterien erlaubt. Zur weitergehenden Analyse der Anwendungsdomäne werden die (statischen) Geschäftsprozessmodelle zu ausführbaren Simulationsmodellen erweitert. Diese bilden die komplexen Abläufe im Krankenhaus adäquat ab und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Untersuchung der Aufbau- und Ablaufstruktur innerhalb eines Krankenhausmodells. Die einzelnen Bestandteile der Aufbau- und Ablauforganisation, die modellierten klinischen Behandlungspfade und die für Experimente erforderlichen Simulationsgrundlagen lassen sich zu einem Ablaufmodell zusammenfassen. Hierbei werden diverse Erweiterungen beschrieben, wie z. B. die Anpassung der Allokationsstrategien der Ressourcen oder die Einbindung eines Qualifikationskonzepts.
Kurzfassung auf Englisch: The health care system is the organization of people, institutions, and resources to deliver health care services in order to meet the health needs of target populations. Providing healthcare, especially of an adequate and sustainable standard, is a complex and challenging process. Medical, social, political and financial ramifications have influenced the public health sector for decades. In response to the rapidly rising costs (especially for inpatient hospital treatments), Diagnosis Related Groups were introduced in the early 2000s to regulate the compensations to hospitals. They responded to this drastic change by evaluating their processes to cut costs or increase the efficiency wherever possible. The purpose of this work is to offer new insights on how to analyze the relationship and interactions between different processes in order to reduce the overall complexity.
Modeling and simulation of business processes may provide an adequate representation of the processes occurring in a hospital. Using such a domain-independent methodology will help to elicit the actual structure of the organization by revealing the functional dependencies within processes that span across the boundaries of a single ward in the hospital. The socio-technological processes are described best when classified as abstract hospital processes. These can then serve as the foundation on which actual clinical pathways are defined. The choice of a modeling notation which can represent both generic and domain specific criteria is an important step in the accomplishment of such goal.
Once described in the form of business process models, the clinical pathways can be further evaluated using standard simulation modeling techniques. All organizational divisions in the hospital along with the clinical pathways are then subsumed under a general representational model. The eventual implementation of such a model incorporates additional features, such as resource allocation strategies or the integration of a qualification-based concept.

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