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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81057
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8105/


Entwicklung und Funktionen der Mehrstöckigkeit in der frühkaiserzeitlichen Wohnarchitektur in Pompeji

Development and uses of multi-storey houses in Pompeii in the early Roman Empire

Oswald, Debora

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SWD-Schlagwörter: Klassische Archäologie , Architektur , Pompeji , Haus , Obergeschoss
Freie Schlagwörter (Englisch): Pompeii , architecture , classical archaeology , houses , upper floors
Basisklassifikation: 15.17
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Alte Geschichte, Archäologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Seifert, Martina (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.12.2015
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 04.10.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel dieser Studie ist die Erforschung der Entwicklung und Funktionen der Mehrstöckigkeit in Pompeji. Am Beispiel von 8 ausgewählten Häusern, die sich auf dem gesamten Stadtgebiet verteilen, wird exemplarisch aufgezeigt, wie die Mehrstöckigkeit in Pompeji umgesetzt war und wann und weshalb sie sich entwickelt hat.
Die Häuser wurden vor Ort vermessen und ihr Erhaltungszustand, sowie die Baumaterialien und Überreste von Mehrstöckigkeit genauestens dokumentiert. Die so gewonnenen Daten erlaubten eine Rekonstruktion der Bauphasen der Häusern und der Gestaltung ihrer mehrstöckigen Bereiche. Aufgrund dieser Untersuchungen konnten verschiedene Varianten der Mehrstöckigkeit ausgemacht werden, die teilweise rein gestalterisch und teilweise eher funktional sind. Die mehrheitlich gestalterischen sind versteckte Mehrstöckigkeit, bei der einem Betrachter von aussen und einem Besucher im Atrium des Hauses dessen Mehrstöckigkeit weitestgehend verborgen bleibt und Säulenarchitekturen im Obergeschoss, sei es als Kolonnadencenaculum, sei es als mehrstöckiges Peristyl, bei der bewusst mit der Sichtbarkeit der Mehrstöckigkeit gespielt wird. Mehrstöckige Wirtschaftsbereiche und unabhängige Wohneinheiten sind hingegen eher rein funktional zu betrachten sind. Es konnte zudem nachgewiesen werden, dass Mehrstöckigkeit nicht eine Erscheinung der Koloniezeit Pompejis ist und dass es auch Häuser gibt, in denen die Mehrstöckigkeit ein integraler Bestandteil der Planung war und nicht ein nachträglich hinzugefügtes Anhängsel.
Kurzfassung auf Englisch: The goal of this study is to investigate the use and development of multi-storey houses in Pompeii. A sample of eight houses, distributed across the whole city, is used to showcase the implementation of upper floors in Pompeii and the reasons for their development.
The chosen houses were measured on place and their state of preservation and used building materials as well as remains of upper floors documented meticulously. The data gained through this procedure could be used to reconstruct the building phases and the aspect of the multi-storied areas of the houses. The analysis showed several variations of upper floors, some of which are mainly architectural phenomena, while others are more functional. The mainly architectural features include hidden upper floors, meaning that the upper floors of the houses were neither visible from the outside nor from the Atrium of the house itself and their existence thus unknown to any but the members of the household, as well as the use of colonnade architecture in upper floors, be it colonnaded cenacula or a two-storey peristyle, in which case the focus is clearly on the visibility of the upper floor. More functional upper floors include independent apartments and two-storied service areas within the houses. Furthermore it was possible to prove, that upper floors are not purely a post-colonial phenomenon in Pompeii and that there are houses in which upper floors were an integral part of the planning and not simply a later addition that apparently did not conform with the architecture.

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