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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-84151
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8415/


Bariatrische Operationen bei Patienten mit einem Body-Mass-Index ≥ 60 kg/m²: retrospektive Auswertung im Hinblick auf präoperative Komorbiditäten und perioperative Risiken

Bariatric surgery in patients with a body mass index ≥ 60 kg / m²: retrospective evaluation with regard to preoperative comorbidities and perioperative risks

Urbanek, Silvana

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SWD-Schlagwörter: Fettsucht , Operation , Therapie , Body-Mass-Index , Sekundärkrankheit , Komplikation , Operationsrisiko , Sterblichkeit , Morbidität
Freie Schlagwörter (Deutsch): bariatrische Chirurgie , super-super-obese
Freie Schlagwörter (Englisch): bariatric surgery , super-super-obese
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mann, Oliver (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.02.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 08.03.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Die morbide Adipositas stellt durch ihre aktuelle Prävalenz und ihre steigende epidemiologische Entwicklung ein hochrelevantes Thema dar. Langfristig gesehen ist die bariatrische Operation die einzig effektive Therapie für dieses Patientenkollektiv. Da es bislang wenige Studien gibt, die SSO-Patienten untersucht haben, existiert derzeit keine Aussage bezüglich der Sicherheit der bariatrischen Operationen bei SSO-Patienten. Vor diesem Hintergrund wurde in der vorliegenden Studie ein Patientenkollektiv von 714 bariatrischen Patienten des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf untersucht. Dabei wurden die prospektiv gesammelten Daten der SSO-Patienten mit denen der SO- und der O-Patienten verglichen und retrospektiv ausgewertet. Insgesamt zeigte sich die SSO-Kohorte signifikant jünger und Frauen unterzogen sich signifikant häufiger einer Operation, ähnlich vieler aktueller Studien [84]. Die Operationszeiten, die Komplikations- und Mortalitätsraten, sowie die Komorbiditäten zeigten keinen signifikanten Unterschied, mit Ausnahme der Steatosis hepatis, welche signifikant häufiger mit steigendem BMI zu finden war. Es zeigte sich ein signifikant höheres Alter im Falle einer Komplikation und eine negative Korrelation des BMI mit dem Alter. Im Rahmen des hier angewendeten Signifikanzniveaus wurde somit die anfängliche Hypothese – der BMI korreliere mit der Anzahl der präoperativen Komorbiditäten und der Komplikationsrate – nicht bestätigt. Daher kann aus einem erhöhten BMI kein erhöhtes operatives Risiko abgeleitet werden. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass einzig das Alter, die Quantität der Komorbiditäten sowie die vorangegangenen Operationen als prädiktive Faktoren für das chirurgische Outcome verwendet werden können. Grundsätzlich sind die durchgeführten Operationsprozeduren mit einer Mortalitätsrate von 0,14 % als hinreichend sicher einzustufen. Folglich können die vorgestellten, bariatrischen Operationen in einem entsprechend qualifiziertem Zentrum sicher bei Patienten mit einem BMI ≥ 60,0 kg/m² durchgeführt werden. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit sollten zukünftige Studien ihre Patientengruppen randomisieren und anhand dieser anschließend die Langzeitfolgen untersuchen, um eine Aussage über die langfristige Sicherheit von bariatrischen Operationen bei SSO-Patienten zu erhalten.
Kurzfassung auf Englisch: The morbid obesity is a highly relevant topic due to its current prevalence and increasing epidemiological development. In the long term, bariatric surgery is the only effective therapy for this patient group. Since there are only a few studies that have examined SSO-patients so far, to date there is no significant evidence to prove the safety of bariatric surgery in SSO-patients. Against this background, a patient collective of 714 bariatric patients of the University Medical Centre of Hamburg-Eppendorf was investigated. The prospective collected data of the SSO-patients were compared with those of the SO- and O-patients and retrospectively evaluated. Overall, the SSO-cohort was significantly younger and women were significantly more likely to undergo surgery, similar to many recent studies [84]. Operative time, complications and mortality rate, as well as comorbidities, did not show any significant difference, with the exception of the steatosis hepatis, which was significantly more frequent with increasing BMI. There was a significantly higher age in the case of a complication and a negative correlation of BMI with age. Thus, the initial hypothesis, the BMI is correlating with the number of preoperative comorbidities and the complication rate, was not confirmed in the significance level used here. Therefore, an increased operating risk cannot be derived from an elevated BMI. This leads to the conclusion that only the age, the quantity of comorbidities and the previous operations can be used as predictive factors for the surgical outcome. In principle, the performed surgical procedures with a mortality rate of 0.14% are considered to be sufficiently safe. As a result, the presented bariatric procedures can be safely performed in patients with a BMI ≥ 60.0 kg / m² in a suitably qualified centre. Furthermore, in order to achieve a more reliable comparison, future studies should randomise their patient groups and subsequently investigate the long-term sequences to obtain a statement about the long-term safety of bariatric surgery in SSO-patients.

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