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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-85359
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8535/


Ferne Länder in 3-D : Die stereoskopische Reisefotografie von William England (ca. 1830–1896)

Faraway lands in 3-D : The stereoscopic travel photography of William England (c. 1830–1896)

Lorch, Gerlind-Anicia

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SWD-Schlagwörter: Fotografie , Reisefotografie , Stereofotografie , Stereoskopie , Kunstgeschichte , Tourismus
Freie Schlagwörter (Deutsch): Fotografiegeschichte , William England , viktorianisch
Freie Schlagwörter (Englisch): photography , stereo photography , stereoscopy , travel photography , William England
Basisklassifikation: 20.30 , 20.00 , 20.89
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Fotografie, Computerkunst
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Betancourt Nuñez, Gabriele (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.03.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 08.06.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Der britische Fotograf William England (ca. 1830–1896) wurde zu Lebzeiten als „probably the largest Continental publisher of European views“ bezeichnet. Eine weitere viktorianische Quelle attestiert ihm darüber hinaus ein „monopoly in Continental pictures“. Im Laufe seiner Schaffenszeit, die von ca. 1854 bis in die 1880er Jahre reichte, fertigte William England zehntausende Fotografien an – überwiegend im Stereoformat. Als Mitarbeiter und im Auftrag der London Stereoscopic Company bereiste er zunächst Nordamerika und Paris, bevor er ab ca. 1863 selbstständig tätig war und unter anderem mehrere fotografische Reisen in das Rheinland sowie die Alpenregion unternahm. Auch wenn William England im viktorianischen Zeitalter großes Renommee genoss und ein florierendes Unternehmen leitete, ist sein Werk heute weitgehend in Vergessenheit geraten.

Die vorliegende Arbeit stellt erstmals anhand von vier signifikanten Beispielen das umfangreiche reisefotografische Schaffen William Englands in den wissenschaftlichen Fokus. Ein Hauptanliegen ist es dabei, seine Fotografien vor der Kulisse des „stereo craze“ zu beleuchten. Einher mit der großen Nachfrage nach Stereofotografien ging die Reisebegeisterung im viktorianischen Zeitalter. Durch das Erstarken der Mittelschicht, den Ausbau des europäischen Verkehrsnetzes und die Aufhebung der Kontinentalsperre wurden die Voraussetzungen für einen Reiseboom geschaffen. Die vorliegende Arbeit weist deutliche Wechselwirkungen zwischen dem Massenmedium Stereofotografie und dem aufkommenden Pauschaltourismus (Thomas Cook) sowie den neuen, auf praktische Sachinformation ausgerichteten Reiseführern (Baedeker, Murray) nach.
Kurzfassung auf Englisch: During his lifetime, British photographer William England (c. 1830–1896) was referred to as “probably the largest Continental publisher of European views“. Another Victorian source states he had a “monopoly in Continental pictures“. William England’s productive period lasted from approx. 1854 until the 1880s, and he produced tens of thousands of photographs, most of them stereo views. At first, he was employed by the London Stereoscopic Company, and on their behalf, he travelled to North America and Paris. From approx. 1863 onward, he was self-employed and undertook, amongst others, several photographic journeys to the Rhineland and the Alps. In Victorian times, he was a much esteemed photographer with his own flourishing company; in present times, however, his work is mostly forgotten.

For the first time, the extensive work of William England will be examined on a scientific basis, focusing on four significant series of his stereoscopic travel photography. One of the main objectives of this dissertation is to evaluate William England’s photography against the backdrop of the “stereo craze”. The great demand for stereo views is closely intertwined with the enthusiasm for travelling in the Victorian era. In Britain, travelling became widely accessible and affordable, due to a growing middle class, the expansion of the European transport network and the lifting of the continental blockade. This dissertation reveals the significant interactions between stereo photography as a mass medium and the emerging package tourism (Thomas Cook) as well as the new generation of guidebooks (Baedeker, Murray) based on short, factual information.

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