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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-86003
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8600/


Einfrieren von Eizellen zur Prävention altersbedingter Unfruchtbarkeit (Social Freezing) : Einstellung Studierender zur Nutzung neuer reproduktionsmedizinischer Techniken

Oocyte freezing to prevent age related gamet exhaustion (Social Freezing) : a survey on attitudes amongst students towards new reproductive technologies

Reuther, Neele Elisabeth

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Social Freezing
Freie Schlagwörter (Englisch): Social Freezing
Basisklassifikation: 44.06
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kollek, Regine (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.06.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 12.09.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Durch die Entwicklung neuer Gefrierverfahren ist es heute technisch möglich unbefruchtete Eizellen über einen längeren Zeitraum zu konservieren. Diese Eizellen können zu einem späteren Zeitpunkt künstlich befruchtet werden um eine Schwangerschaft zu etablieren. Unter dem Begriff des Social Freezings erlangte das Verfahren der elektiven Eizellentnahme und -konservierung zur Prävention altersbedingter Unfruchtbarkeit in den vergangenen Jahren an Bekanntheit. Zum aktuellen Zeitpunkt ist jedoch wenig darüber bekannt, welche Zielgruppen an dem Verfahren interessiert sind und ob spezielle Faktoren mit Einfluss auf die Einstellung zum Social Freezing ermittelbar sind.
In der vorliegenden Arbeit wurde die Einstellung Studierender zum Social Freezing untersucht. Mit einem schriftlichen Fragebogen wurden an der Universität Hamburg 488 Studierende der Medizin und 497 Studierende der Wirtschaftswissenschaften zu den Themen Familien- und Karriereplanung, reproduktionsmedizinisches Hintergrundwissen und zu ihrer Einstellung zum Social Freezing befragt.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass insgesamt 9 % der Studierenden das Einfrieren von Eizellen definitiv als eine Option der eigenen Familienplanung betrachten und weitere 26 % sich dies eventuell vorstellen können. 52 % sprachen sich gegen das Konzept aus und 13 % der Befragten waren unentschlossen, ob sie das Verfahren in Anspruch nehmen würden. Innerhalb der Untersuchungsgruppe traten signifikante Unterschiede bezüglich der Einstellung zum Social Freezing auf. Diese Unterschiede korrelierten mit dem belegten Studienfach, mit Unterschieden der Karriereplanung, mit der Einschätzung der gesundheitlichen Risiken des Verfahrens sowie mit dem Geschlecht der Studierenden.
Den Angaben der Studierenden war zu entnehmen, dass viele angehende Akademiker und Akademikerinnen bereits im Studium Konflikte zwischen ihren angestrebten beruflichen Zielen und einer zukünftigen Familiengründung wahrnehmen und deshalb dazu tendieren einen Kinderwunsch aufzuschieben. Aus den Ergebnissen der Untersuchung konnte geschlussfolgert werden, dass das aktuelle Interesse an fertilitätserhaltenden Maßnahmen wie dem Social Freezing in einem engen Zusammenhang mit der wahrgenommenen Unvereinbarkeit von Berufsleben und Familiengründung steht.
Kurzfassung auf Englisch: Over the last years new cryopreservation techniques have been developed which allow for a conservation of unfertilized oozytes for an extensive period. A pregnancy can be established with frozen oozytes through in-vitro-fertilization treatment at a later point in life. The concept of elective oocyte cryopreservation to prevent age related gamete exhaustion has recently become more widely known under the term Social Freezing, but so far little is known about target groups interested in elective oocyte cryopreservation or specific factors that influence the attitude towards the procedure.
The present survey is exploring the attitudes towards elective oocyte cryopreservation among students at the University of Hamburg in Germany. 488 medical students and 497 students of economic sciences completed a written questionnaire about family- and career planning, basic knowledge regarding reproductive medicine and the attitude towards Social Freezing.
The results demonstrate that 9 % of all students definitely consider Social Freezing as a valid option of their family plans and another 26 % might consider freezing oozytes. 52 % stated that they did not consider Social Freezing as an option while 13 % indicated that they were unsure whether or not they would consider the procedure. There were significant differences concerning the attitude towards Social Freezing among the students. These differences were correlating with the students’ field of study and career aspirations as well as with their awareness of medical risks of the procedure and with their sex. The study showed that many students already anticipate conflicts between their career- and family plans and therefore tend to postpone having children. The results of the survey led to the conclusion that the current interest in new reproductive procedures such as Social Freezing is strongly linked to the perception that a professional career is conflicting with founding a family.

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