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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-88649
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8864/


Moderne Strategien des Schönheitshandelns : Auswirkungen einer Therapie mit Botulinumtoxin Typ A im oberen Gesichtsdrittel auf die Alterseinschätzung und Wahrnehmung der Attraktivität weiblicher Probandinnen. Eine empirische Untersuchung anhand statischer und bewegter Bilder

Modern Strategies of Beautification : Effects of the therapy with Botulinum Toxin Type A in the upper third of the face on the estimation of age and the perception of attractiveness of female subjects. An empirical study with static and dynamic images

Weis, Diana

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SWD-Schlagwörter: Ästhetik , Botulinustoxin , Schönheit , Gerontologie , Alter , Soziale Wahrnehmung , Jugend , Medizin , Rating , Empirische Sozialforschung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Attraktivität , Attraktivitätsforschung , ästhetische Medizin , Anti-Aging , Botox
Freie Schlagwörter (Englisch): Attractiveness , Aesthetic Medicine , Gender Studies
Basisklassifikation: 44.93 , 71.36 , 08.41 , 42.21 , 44.06
Institut: Chemie
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kerscher, Martina (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.08.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 04.12.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den ästhetischen, sozialen und kulturellen Dimensionen der kosmetisch indizierten Injektion von Botulinumtoxin Typ A im oberen Gesichtsdrittel. Seit mehr als 20 Jahren wird Botulinumtoxin zur Korrektur altersbedingter Veränderungen im Gesichtsbereich eingesetzt. Weltweit stellen Frauen ab 35 Jahren die größte Patientengruppe dar. Der Wunsch nach einer Verjüngung des Aussehens sowie einer damit verbundenen Steigerung der Attraktivität des Gesichts stellt für Patientinnen den wichtigsten Motivationsfaktor dar, sich für diese Therapie zu entschließen. Zahleiche Studien belegen die hohe soziale und wirtschaftliche Statusrelevanz von Jugendlichkeit und Attraktivität. Der Mangel an objektiven, quantitativen Daten im Bereich der kosmetisch-ästhetischen Forschung hat jedoch zur Folge, dass die Beurteilung des individuellen Behandlungserfolgs einer Therapie mit Botulinumtoxin weitgehend auf der subjektiven Einschätzung von behandelnden Ärzten und Patienten beruht oder auf Herstellerangaben angewiesen ist. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung wurden Daten zur Alterseinschätzung und Wahrnehmung der Attraktivität weiblicher Probandinnen vor und vier Wochen nach einer Therapie mit Botulinumtoxin im oberen Gesichtsdrittel erhoben. Dafür wurden standardisiere Fotos und kurze Videosequenzen von 20 Frauen erstellt und anschließend einem Panel von 100 Laien zur Beurteilung gezeigt. In einem Ratingverfahren wurde das Alter der Probandinnen geschätzt sowie deren Attraktivität auf einer grafischen Skala bewertet. Um die Mehrdimensionalität der sozialen Bedeutung von Attraktivitätsurteilen angemessen zu erfassen und darzustellen, ist die vorliegende Arbeit interdisziplinär konzipiert. Am Schnittpunkt von Philosophie, Medizin, Ästhetik, Evolutionstheorie sowie Kultur- und Sozialwissenschaften werden Interferenzen zwischen Attraktivitätswahrnehmung, Alterseinschätzung und sozialem Status aufgezeigt sowie Funktion und Bedeutung der Therapie mit Botulinumtoxin als Strategie der gesellschaftlichen Positionierung analysiert. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur integrativen Evaluierung der Auswirkungen der kosmetischen Therapie mit Botulinumtoxin in dem Wissen, Daten und Modelle über verschiedene natur- und sozialwissenschaftliche Disziplinen hinweg untersucht und integriert werden.
Kurzfassung auf Englisch: The present thesis shall cover aesthetical, social and cultural effects of the cosmetically indicated injection of botulinum toxin type A to the upper third of the face. Since more than 20 years, botulinum toxin is used to correct age-related changes to the face. Women over the age of 35 present the biggest patient’s group world wide. Their decision to undergo treatment is primarily motivated by the desire to look younger and more attractive. Due to the lack of objective quantifiable data in cosmetic aesthetical research, the assessment of treatment effect relies largely on the patient’s or physician’s subjective judgement or the manufacturers claim.  In the context of an empirical study standardized photographs and short video sequences of 20 women before and four weeks after undergoing treatment with botulinum toxin to the upper third of the face were shown to a panel of 100 independent raters for age assessment and attractiveness perception on a graphic scale. To fully understand the multidimensionality of the social importance of attractiveness judgements, the present study chooses an interdisciplinary approach. At the intersection of philosophy, medicine, aesthetic, evolutionary psychology and cultural and social studies, interferences of age, attractiveness and social status are shown. In addition, the impact of botulinum toxin as a strategy of social positioning will be discussed. The present thesis contributes to the integrative assessment of the cosmetic application of botulinum toxin by combining knowledge, data and models across several scientific approaches.

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