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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-88726
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8872/


Essays in Financial Risk Management

Essays zum finanziellen Risikomanagement

Seidel, Henry

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Risikomanagement , Hedging , empirische Kapitalmarktforschung , Arbitrage
Freie Schlagwörter (Englisch): risk management , hedging , empirical finance , arbitrage
Basisklassifikation: 85.30
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Szimayer, Alexander (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.12.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.12.2017
Kurzfassung auf Englisch: Risks are an inevitable part of every entrepreneurial activity. The financial crisis of 2007/08 revealed the stringent necessity of an effective management of these risks. While most industries recovered quite well in the post-crisis years, the international merchant shipping branch still suffers from the crisis' consequences. The irrational ordering of new vessels in the boom years prior to the crisis led to enormous transport overcapacities, which will not be utilized by demand for years. The results are lower freight incomes, historically low vessel prices, and in consequence insolvencies of shipping companies and funds as well as loan losses of the financing banks and investors.

The tasks for all parties involved are on the one hand to find strategies for operative risk management, and on the other hand instruments for a strategic risk allocation. For the shipping branch, both issues lack an adequate interest in academic literature, especially with respect to a practical application. The empirical results of this doctoral thesis demonstrate various approaches of quantitative risk management to identify and reduce financial risks in the shipping sector.

Usually, price risks can be hedged using the respective derivative instrument. However, this is not possible for the resale value of vessels as there are no corresponding derivative contracts available. As a second-best solution, this thesis presents a so called cross hedge strategy employing freight derivatives. With such a strategy, financial losses during the crisis could have been reduced, at least to some extent. Furthermore, we introduce a measure for the crisis vulnerability in the shipping sector. As this measure indicates an increasing crisis risk with a suitable period of time before the actual outburst, it could have been useful to adjust the business strategy in time. Both approaches can also be applied to further asset classes like the real estate market.

For the issuers of financial derivatives, risk management also includes to ensure market conform pricing methods. In this context, it is especially important to avoid the underpricing of financial instruments. For the German certificates market, this thesis reveals numerous underpricings which allow professional traders risk-free profits. This result indicates the urgent need for further improvements of banks' pricing models and mechanisms.
Kurzfassung auf Deutsch: Risiken sind ein Teil jeder unternehmerischen Aktivität. Durch ein aktives Risikomanagement sollen diese Risiken gesteuert und begrenzt werden. Nicht zuletzt durch die zurückliegende Finanzkrise der Jahre 2007/08 wurde einmal mehr die hohe Relevanz dieser Aufgabe deutlich. Während sich nach der Krise der Großteil der Realwirtschaft innerhalb weniger Jahre wieder erholte, leidet insbesondere die internationale Schiffsbranche bis heute an den Folgen. Das massenhafte Bestellen neuer Schiffe vor der Krise führte in den Folgejahren zu einem derartigen Wachstum der Transportkapazität, dass die Nachfrage diese auf viele Jahre nicht auszulasten vermag. Die Folgen sind sinkende Einnahmen aus Frachtraten, historisch niedrige Schiffspreise und in der Konsequenz zahlreiche Insolvenzen von Reedereien und Schiffsfonds sowie Kapitalverluste bei den geldgebenden Banken und Investoren.

Aus Sicht der beteiligten Unternehmen stellen sich daher die Fragen nach wirksamen operativen Methoden der Risikoabsicherung einerseits und Instrumenten zur strategischen Risikoallokation andererseits. Beide Themen wurden für den Sektor der Handelsschifffahrt in der Literatur bisher nur unzureichend berücksichtigt, insbesondere in Hinblick auf die praktische Anwendbarkeit. Die empirischen Ergebnisse dieser Doktorarbeit zeigen am Beispiel der Schifffahrtsbranche verschiedene Möglichkeiten des quantitativen Risikomanagements auf, um finanzielle Risiken aufzudecken und zu reduzieren.

Lassen sich die meisten Preisrisiken üblicherweise mittels entsprechender derivativer Finanzprodukte absichern, ist dies für Wiederverkaufspreise von Schiffen nicht ohne Weiteres möglich, da entsprechende Kontrakte nicht gehandelt werden. Diese Arbeit untersucht eine sogenannte Cross-Hedge Strategie mittels Frachtderivaten als mögliche Alternative, wodurch zumindest ein Teil der Kapitalverluste in der Krise hätte vermieden werden können. Weiterhin wird ein Maß für die Krisenanfälligkeit des Schiffssektors hergeleitet, welches das steigende Risiko schon frühzeitig anzeigt. Solch ein Maß könnte in Zukunft helfen, die Geschäftsstrategie rechtzeitig vor Ausbruch einer Krise anzupassen. Beide Ansätze lassen sich auch auf ähnlich kapitalintensive Wirtschaftszweige beziehungsweise Assetklassen übertragen, wie zum Beispiel den Immobiliensektor.

Auf der Seite der Emittenten derivativer Finanzinstrumente umfasst Risikomanagement insbesondere auch das Sicherstellen marktgerechter Bewertungsmethoden. In diesem Zusammenhang gilt es insbesondere zu vermeiden, Finanzprodukte zu günstig am Markt zu offerieren. Für den deutschen Zertifikatemarkt zeigt diese Arbeit zahlreiche solcher Fälle auf, die es professionellen Anlegern ermöglichen würden, risikolose Erträge zu realisieren. Für die betroffenen Institute deutet dies dringend notwendige Weiterentwicklungen der eingesetzten Bewertungsmodelle und Algorithmen an.

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