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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92884
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2018/9288/


Handlungsempfehlungen für die Konzeption, Entwicklung und Etablierung eines plattformbasierten Business Ecosystems auf Basis einer Langzeitintervention bei einem KMU-Softwarehersteller

Mumm, Stephan Alexander

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Softwareindustrie , Unternehmenskooperation , Softwareentwicklung , Klein- und Mittelbetrieb , Ökosystem , Informatik , Softwareplattform
Freie Schlagwörter (Deutsch): Business Ecosystem , Software Ecosystem , Platform Ecosystem , Unternehmenskooperation , KMU
Freie Schlagwörter (Englisch): Business Ecosystem , Software Ecosystem , Platform Ecosystem , SME
Basisklassifikation: 85.10 , 54.08 , 54.80 , 54.52
Institut: Informatik
DDC-Sachgruppe: Informatik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schirmer, Ingrid (Prof Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.04.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 04.09.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Vernetzte IT-Systeme durchdringen heute viele Bereiche der Gesellschaft. Sie ermöglichen orts-, zeit- und geräteunabhängigen Zugriff auf Informationen und lassen die Erwartungshaltung vieler Kunden und Anwender nachhaltig steigen. Es besteht Bedarf nach individuellen Lösungen, die sich in bestehende Kontexte und Systemlandschaften nahtlos integrieren lassen, gleichwohl jedoch eine skalierbare Massenproduktion erschweren. Unternehmen sehen sich so verschärftem Innovationsdruck ausgesetzt, der in immer kürzeren Zyklen Änderungen an Geschäftsmodellen, Produktangeboten und strategischen Vorgaben notwendig macht.

Softwarehersteller öffnen sich dabei zunehmend für Kooperationen, um auf das Konsumentenverhalten reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Produktportfolios sicherstellen zu können. Sie integrieren Partner in ihre Entwicklungsprozesse und überlassen diesen bestimmte Nischen, die nicht zu den eigenen Kernkompetenzen zählen. Dieser Wandel löst vielschichtige Transformationsprozesse sowohl innerhalb als auch außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen aus.

"Business Ecosystems" (BE) werden in Forschung und Praxis als Mittel zur Bewältigung dieser Herausforderungen diskutiert. Die Mitglieder eines BE sehen Kooperationen als integralen Bestandteil ihres Geschäftsmodells. Sie ergänzen ihre Stärken zu einem gemeinschaftlichen Produktangebot und richten ihre Strategie, Investitionen, Produkte und Abläufe an den Regeln des BE aus. Diese werden von führenden Unternehmen des BE aufgestellt, die zudem eine zentrale Plattform für das BE entwickeln und betreiben. Auf dieser können alle Mitglieder neue, komplementäre Produktangebote platzieren und Synergie- und Skaleneffekte verwirklichen. Das BE-Konzept gibt den Unternehmen ein strategisches Werkzeug an die Hand, um mit Hilfe des Unternehmensnetzwerkes seine wettbewerbsfähige Marktposition zu sichern, das eigene Produktportfolio zu überarbeiten, eigene Ressourcen gezielt einzusetzen und innovative Lösungen zu fördern.

Ein solches Werkzeug ist besonders für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) relevant. Sie besitzen i.Allg. nicht die Ressourcen, um sich Experimente hinsichtlich ihrer strategischen Ausrichtung und des Produktangebots leisten zu können. Strategische Fehlentscheidungen oder unerwartete, disruptive Änderungen des Marktumfelds sind für sie nicht selten existenzbedrohend.

Das BE-Konzept wird jedoch zumeist auf Großunternehmen wie z.B. Apple, Facebook oder Microsoft angewendet. Der Erfolg dieser Unternehmen und ihrer Plattformen wird i.Allg. aus einer externen, beobachtenden Perspektive ohne Zugang zu internen Informationen beschrieben. Dabei sind langjährige Falluntersuchungen genauso rar wie Modelle, wie die Veränderungen eines BE im Zeitverlauf geeignet zu dokumentieren wären.

Diese Arbeit begleitet über sechs Jahre einen KMU-Softwarehersteller und dokumentiert mit einem strukturierten Analyserahmen, ob auch Unternehmen dieser Größe ein plattformbasiertes BE in führender Rolle konzipieren, entwickeln und etablieren können. Daraus entstehen Handlungsempfehlungen für KMU-Softwarehersteller, denen vergleichbare Herausforderungen und Transformationsprozesse noch bevorstehen.
Kurzfassung auf Englisch: Interconnected IT systems are now permeating many areas of society. They enable access to information independent of location, time and device and make the expectation of many customers and users increase sustainably. There is a need for individual solutions that can be seamlessly integrated into existing contexts and system landscapes, but still make scalable mass production more difficult. Companies are faced with intensified innovation pressures, which require changes in business models, product offerings and strategic considerations in ever shorter cycles.

Software manufacturers are increasingly opening up to cooperate in order to react to consumer behavior and to ensure the competitiveness of their own product portfolio. They integrate partners into their development processes and leave them to certain niches that are not part of their own core competences. This change triggers complex transformation processes both within and outside the company’s own boundaries.

Business Ecosystems (BE) are discussed in research and practice as a means to address these challenges. The members of a BE see cooperations as an integral part of their business model. They complement their strengths into a collaborative product offering and align their strategy, investments, products and processes with the BE rules. These are made by leading companies of the BE, who also develop and operate a central platform for the BE. On this basis, all members can place new, complementary product offers and realize synergy effects and scale effects. The BE concept provides companies with a strategic tool to secure their competitive market position, re-engineer their own product portfolios, use their own resources reasonable, and promote innovative solutions through the company’s network.

Such a tool is particularly relevant to small and medium-sized enterprises (SMEs). They usually do not have the resources to be able to make experiments regarding their strategic orientation or product offer. Strategic mistakes or unexpected, disruptive changes in the market environment are often a threat to their lives.

The BE concept is, however, mostly applied to large companies such as Apple, Facebook, or Microsoft. The success of these enterprises and their platforms is usually described from an external, observing perspective without access to internal information. Long-term case studies are just as rare as models, how the changes of a BE could be described over the course of time appropriately.

This work accompanies over six years an SME software manufacturer and documents with a structured analysis framework whether companies of this size can design, develop and establish a platform-based BE in a leading role. This gives rise to action recommendations for SME software producers, with comparable challenges and transformation processes still to come.

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