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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-1755
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2000/175/


Prä-homosexuelle Kindheiten ; eine empirische Untersuchung über Geschlechtsrollenkonformität und -nonkonformität bei homosexuellen Männern in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter

Grossmann, Thomas

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SWD-Schlagwörter: Mann , Homosexualität , Entwicklung , Kind , Geschlechterrolle , Rollenverhalten
Basisklassifikation: 77.85
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schmidt, Gunter Nils (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.03.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 01.01.2000
Kurzfassung auf Deutsch: In Empirie und Theorie der Homosexualität setzt sich zunehmend der Gedanke durch, prähomosexuelle Jungen würden durch abweichendes Geschlechtsrollenverhalten imponieren. 151 homosexuelle Männer zw. 20 und 40 Jahren beantworteten einen quantitativen Fragebogen, der das Geschlechtsrollenverhalten als Kind überprüfte. Mit Hilfe einer Clusteranalyse wurden fünf Untergruppen gebildet und insgesamt 33 Männer mit einem qualitativen Interview über ihre psychosoziale und psychosexuelle Entwicklung in Kindheit und Jugend befragt. Zusätzlich wurde bei den Interviewpartnern ein Partnerschafts-Fb. und ein BSRI (Schneider-DueckerKohler 1988) eingesetzt. Vorrangig ausgewertet wurden zwei Untergruppen (Cluster A: rollenkonform als Junge, n=9; Cluster B: rollennonkonform als Junge, n=13).
Auf diese Weise konnte erstmalig detailliert die besondere Entwicklung prähomosexueller Kinder und Jugendlicher beschrieben werden, welche kein abweichendes Geschlechtsrollenverhalten aufweisen. Zentrale Bestandteile der bisherigen wissenschaftlichen Darstellung vom prähomosexuellen Kind (u.a. soziale Ausgrenzung durch Peers, enge Mutterbindung, gestörte Vaterbindung) waren nur in Cluster B auffindbar. Auch in der weiteren psychosexuellen Entwicklung zum homosexuellen Mann bestanden deutliche Unterschiede zwischen beiden Clustern.
Kurzfassung auf Englisch: In empirical and theoretical science concerning homosexuality, one finds the growing notion that pre-homosexual boys show behaviour deviating from typical sex roles. 151 male homosexuals between the ages of 20 and 40 answered a quantitative questionnaire designed to examine their sex-role behaviour as a child. With the help of cluster analysis, five sub-groups were formed. Using qualitative interviews, a total of 33 men were questioned about their psychosocial and psychosexual development during childhood and adolescence. Moreover, a partnership questionnaire and a BSRI (Schneider-Duecker&Kohler 1988) were implemented. Especially evaluated were two sub-groups (Cluster A = role-conforming as boys, n = 9, Cluster B = role-nonconforming as boys, n = 13).
In this manner and for the first time, the development of pre-homosexual children and adolescents that show sexually role-conforming behaviour was able to be described in detail. Key aspects of the so far collected scientific knowledge about pre-homosexual children (e.g. social exclusion by peers, strong binding to the mother, disturbed relationship to the father) were found only in Cluster B. Other clearly recognizable differences in the psychosexual development to a homosexual man were also found between both clusters.

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