FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-23478
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2347/


Dreidimensionaler Ultraschall der intracraniellen Zirkulation bei pathologischen Gefäßprozessen mit Kontrastverstärker

Three dimensional color-coded echo-enhanced duplexsonography of the intracranial circulation in vascular pathology

Becher, Diane Isabel

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (501 KB) 


SWD-Schlagwörter: Ultraschalldiagnostik , Ultraschall / Bilderzeugung , Ultraschall , Stenose , Kollateralkreislauf , Farb-Doppler-Sonographie , Kontrastmittel
Freie Schlagwörter (Deutsch): intracranielle Zirkulation . transcranielle Duplexsonographie
Basisklassifikation: 44.90 , 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sliwka, Ulrich (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.11.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 23.02.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die 3-D Darstellung der intrakraniellen Gefäße mittels Computer- als auch Magnetresonanzangiographie (MRA) gehört in die klinische Routinediagnostik. Seit kurzem besteht nun auch die Möglichkeit der dreidimensionalen Abbildung mit der transkraniellen Duplexsonographie (TCCD). In der vorliegenden Arbeit wurden die Sensitivität und Spezifität sowohl der 2-D frequenzcodierten TCCD als auch der 3-D frequenzcodierten TCCD beim Nachweis von intrakraniellen Stenosen und Verschlüssen bzw. bei Kollateralkreisläufen über die A. communicans anterior (ACoA) und –posterior (ACoP) bestimmt, um Aussagen über die diagnostische Wertigkeit beider Methoden treffen zu können.
Dazu untersuchten wir 30 Patienten mit insgesamt 28 magnetresonanz-angiographisch nachgewiesenen, hochgradigen intrakraniellen Stenosen(23 A. cerebri media (ACM)- und 5 A. cerebri posterior (ACP)- Stenosen), 4 ACM- Verschlüssen sowie 14 ebenfalls magnetresonanzangiographisch gesicherten Kollateralkreisläufen, darunter 6 Cross-filling´s via ACoA und 8 Kollateralflüsse via ACoP vom hinteren in das vordere Stromgebiet mit der echosignalverstärkten 2-D und 3-D frequenzcodierten TCCD (CM-TCCD) und verglichen diese mit den Ergebnissen der MRA, zu denen wir geblindet waren.
Wir konnten zeigen, dass die 2-D CM-TCCD eine hohe Sensitivität und Spezifität in der Diagnostik intrakranieller Pathologien im Vergleich mit der MRA aufweist. Sowohl im Nachweis von ACM- Verschlüssen als auch bei einem Cross-filling liegen die Sensitivität und Spezifität bei 100%. Für die Diagnostik eines Kollateralflusses via ACoP ergibt sich ebenfalls eine Sensitivität von 100%, die Spezifität liegt bei 92%. Eine Sensitivität von 95% und eine Spezifität von 87% zeigte sich im Nachweis von ACM- Stenosen, bei ACP- Stenosen liegt die Sensitivität bei 60% und die Spezifität bei 100%.
Im Vergleich dazu zeigte die 3-D CM-TCCD nur eine schlechte Übereinstimmung mit den magnetresonanzangiographisch erhobenen Befunden. Sowohl bei den ACP- Stenosen als auch bei den ACM- Verschlüssen liegt die Sensitivität bei 0% bei allerdings höherer Spezifität (100% für ACM- Verschlüsse, 96% für ACP- Stenosen). Ebenfalls ergaben sich nur niedrige Sensitivitäten für ACM- Stenosen (77%), Cross-filling (66%) und Kollateralflüssen via ACoP (63%). Auch die Werte für die Spezifität waren vergleichsweise gering (79% für ACM- Stenosen, 83% für Cross-filling und 88% für ACoP als Teil eines Kollateralsystems). Wesentliche Faktoren, die eine korrekte Diagnosestellung verhinderten, waren zum einen der durch Echosignalverstärker verursachte Artefakt des „blooming effect“ und zum anderen die fehlende Möglichkeit der Bestimmung der Flussgeschwindigkeit in der 3-D CM-TCCD. Somit ist die 3-D CM-TCCD für die tägliche Routinediagnostik nicht geeignet.
Kurzfassung auf Englisch: Three dimensional transcranial color-coded sonography is a new tool for the visualization of the intracranial circulations. Preliminary results were promising but definite clinical applications for the routine use are yet still defined. We examined 30 patients with intracranial artery stenosis or collateral flow due to extracranial carotid artery diease by echoenhanced three dimensional transcranial color coded sonography and compared the results with two dimensional echoenhanced transcranial color coded sonography and magnetic resonance angiography. Echoenhanced two dimensional transcranial color coded sonography showed a good correlation with magnetic resonance angiography in patients with middle and posterior cerbral artery stenosis and occlusion. Collateral flow was also detected in a high percentage with this ultrasound method. Offline reading of three dimensional transcranial color coded sonography of the same patients showed poor correlations with magnetic resonance angiography. We were not able to confirm the enthusiastic expectations connected with echoenhanced three dimensional transcranial color coded sonography in an off-line and blinded evaluation.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende