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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-24287
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2428/


Erkenntnis und Management

Knowledge and Management

Hanik, Michael

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SWD-Schlagwörter: Wissen , Erkenntnistheorie , Wissensmanagement
Freie Schlagwörter (Englisch): Knowledge , Epistemology , Theory of Knowledge
Basisklassifikation: 85.02 , 08.32 , 02.10
Institut: Philosophie und Geschichtswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Steinvorth, Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.01.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 18.04.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Vorliegende Arbeit versucht, mit Hilfe philosophischer Mittel, vor allem der Begriffsanalyse, die begrifflichen Grundlagen des Wissensmanagments zu systematisieren. Besonderes Augenmerk gilt der Analyse des Wissensbegriffs.
Wissen spielt in der heutigen Wissensgesellschaft eine zentrale Rolle, war aber auch seit jeher relevant als zentraler Faktor für erfolgreiches Handeln. Um Wissen erfolgreich zu managen, muss der Begriff klar sein. Die eher praktisch orientierten Theorien des Wissensmanagements ermangeln gerade dieser begrifflichen Klarheit. Unter Rückgriff auf Erkenntnisse der Epistemologie wird eine Analyse des alltäglichen, vortheoretischen Wissensbegriffs gegeben, der auch als Grundlage der Theorien des Wissensmanagements dienen kann.

Teil 1 beschäftigt sich mit der Analyse des alltäglichen, vortheoretischen Wissensbegriffs. Im ersten Kapitel werden anhand umgangssprachlicher Daten die wesentlichen Merkmale des Wissensbegriffs erfasst: Wissen hat eine subjektive und eine objektive Bedeutungsebene und kann sowohl in begrifflicher als auch in nicht-begrifflicher Form vorliegen. Im objektiven Sinne bezieht man sich auf den propositionalen Gehalt des Wissens, im subjektiven Sinne auf den jeweiligen Zustand des wissenden Wesens.
Im zweiten Kapitel wird anhand der Definitionsversuche propositionalen Wissens die Gettier-Problematik eingeführt, die ein Dilemma für jede Definition des Wissensbegriffs darstellt. Behandelt werden der traditionelle Definitionsversuch von Platon, moderne Versuche von Chisholm, Goldman, Dretske und Nozick.
Im dritten Kapitel werden alternative Versuche von Ryle, Searle und Polanyi dargestellt, die Wissen auf den Besitz einer oder mehrerer Fähigkeiten zurückführen. In der Auseinandersetzung mit diesen Autoren kristallisiert sich die These heraus, dass Wissen neben der Bedingung der Wahrheit des propositionalen Gehalts mit dem Besitz der Unterscheidungsfähigkeit verbunden ist.
Kapitel 4 widmet sich der Ausarbeitung der These, dass Wissen nichts anderes ist als die Fähigkeit, etwas von etwas anderem zu unterscheiden. Unter Rückgriff auf den Informationsbegriff wird Wissen als die Fähigkeit erklärt, Informationen voneinander unterscheiden zu können.

Teil 2 wendet sich den Theorien des Wissensmanagements zu und diskutiert sie kritisch vor dem Hintergrund der Ergebnisse aus Teil 1.
Im ersten Kapitel wird ein kurzer historischer Abriss der Theorien des Managements gegeben und der Begriff des Managements eingeführt.
Das zweite Kapitel liefert eine Definition des Begriffs des Wissensmanagements und eine Liste der wesentlichen Aufgaben dieses Bereichs.
Im zentralen dritten Kapitel werden die Wissensbegriffe der Theorien von Nonaka und seinen Co-Autoren sowie von Schreyögg und Geiger einer kritischen Diskussion im Lichte der Erkenntnisse aus Teil 1 unterzogen. Es wird klar, wo die begrifflichen Mängel dieser Theorien liegen.
Das vierte Kapitel widmet sich der vertiefenden kritischen Diskussion der genannten Theorien vor dem Hintergrund der Ergebnisse aus dem zweiten Kapitel von Teil 2.
Kapitel fünf schließlich liefert überblicksartig den Ansatz, der sich aus der Auseinandersetzung mit den genannten Theorien herauskristallisiert hat.

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