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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-24346
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2434/


Untersuchung des Einflusses von Rezeptor-assoziiertem Protein auf die Lipoproteinlipase-vermittelte Lipoproteinaufnahme in vivo

Influence of receptor-associated protein to lipoproteinlipasis-connected lipoprotein-uptake in vivo

Jüttner, Ines

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SWD-Schlagwörter: Lipoprotein Lp (a) , Lipoprotein-Lipase
Freie Schlagwörter (Deutsch): RAP
Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beil, Frank Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.03.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 10.05.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die Lipoproteinlipase (LPL) ist ein zentrales Enzym der Hydrolyse Triglyzerid(TG)-reicher Lipoproteine. Neben der enzymatischen Funktion kann die LPL eine Lipoproteinaufnahme als Ligand oder struktureller Kofaktor vermitteln. Anhand eines bereits etablierten Mck-N-LPL-Mausmodells mit 2-2,5facher Überexpression inaktiver LPL im Muskel konnte gezeigt werden, dass die inaktive LPL sowohl ganze Lipo¬protein¬partikel als auch selektiv Cholesterolester in den Muskel transportieren kann (Merkel et al. 1998).
In der vorliegenden Arbeit wurde der LPL-vermittelte Lipoproteintransport hinsichtlich rezeptorvermittelter Mechanismen weiter untersucht. Hierzu wurde die Funktion des VLDL-Rezeptors und des LDL-Rezeptors (LRP) unter dem Einfluß von RAP untersucht. Zunächst wurden Plasma-TG und VLDL-TG in LDL-R defizienten Mäusen nach RAP-Injektion gemessen. Bis zu zwei Stunden nach Injektion fanden sich hierbei keine RAP-vermittelten Änderungen. Anschließend wurden Verstoffwechselung und Organaufnahme von mit 125J-Tyra¬min-Zellubiose- und 3H-Cholesterolether doppelt markierten Chylomikronen sowohl an Mck-N-LPL- als auch an Wild¬typ(WT)-Tieren jeweils mit und ohne RAP über verschiedene Zeiträume untersucht.
Aufgrund dieser Experimente können folgende Aussagen getroffen werden:
In der Leber zeigte sich zunächst eine durch inaktive Muskel-LPL verstärkte Chylomikronenaufnahme. In WT-Tieren konnte RAP die Chylomikronenaufnahme in die Leber nicht inhibieren (WT: 833±133 cpm/mg; WT+RAP: 899±267 cpm/mg, p=NS). In Tieren mit inaktiver Muskel-LPL reduzierte RAP die hepatische Chylomikronenaufnahme deutlich (Mck-N-LPL: 1156±107 cpm/mg; Mck-N-LPL+RAP: 887±97 cpm/mg; p<0,01). Bei der Chylomikronenaufnahme in den Muskel erhöhte das Mck-N-LPL-Transgen zunächst wie erwartet deutlich. Nach RAP-Injektion war die Muskel-Aufnahme von Chy¬lo¬mikronen bei WT-Tieren nicht signifikant erhöht (WT: 6,4±0,5 cpm/mg; WT+RAP: 9,3±3,2 cpm/mg p=NS); bei Mck-N-LPL-Tieren leicht, nicht signifikant erniedrigt (Mck-N-LPL: 19,2±3,1 cpm/mg; Mck-N-LPL+RAP: 16,9±3 cpm/mg, p=NS).
Die LPL-vermittelte Lipoproteinaufnahme in die Leber erfolgt somit vermutlich über einen RAP inhibierbaren Mechanismus, z. B. über LRP. Die nicht LPL vermittelte hepatische Lipoprotein¬auf¬nah¬me ist allerdings nicht RAP inhibierbar und verläuft am ehesten über der LDL-Rezptor. Im Muskel ist die Chylomikronenaufnahme wahrscheinlich nicht durch RAP beeinflussbar und somit nicht VLDL-Rezeptor- oder LRP-abhängig. Die untersuchten Stoffwechselvorgänge werden derzeit mit Hilfe spezifisch Rezeptordefizienter Mauslinien weiter untersucht.

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