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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-24438
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2443/


Ergebnisse der Therapie des Zenker-Divertikels mit der Argon-Plasma-Koagulation

Results of Zenker's Diverticulum treatment by Argon-Plasma-Coagulation

Groth, Stefan

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Divertikel , Endoskopie , Gastroenterologische Endoskopie , Zenker, Friedrich Albert von
Freie Schlagwörter (Deutsch): APC, Zenker-Divertikel , Zenker , Argon , Plasma ,
Freie Schlagwörter (Englisch): APC, Diverticulum, diverticulotomy
Basisklassifikation: 44.87
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Soehendra, Nib (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.01.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 26.04.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Zur Zeit werden drei grundlegend verschiedene Verfahren zur Behandlung des Zenker-Divertikels unterschieden. Die älteste Methode ist die offene transzervikale Operation, gefolgt von Behandlungsverfahren mit starren Endoskopen. Im Jahre 1995 wurde erstmals über den Einsatz flexibler Endoskope für die Behandlung des Zenker-Divertikels berichtet.
In einem Beobachtungszeitraum von 1995 bis 2002 wurden an der Klinik und Poliklinik für Interdisziplinäre Endoskopie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf insgesamt 53 Patienten mit einem Zenker-Divertikel durch die Anwendung von flexiblen Endoskopen in Kombination mit der Argon-Plasma-Koagulation (APC) behandelt.
Die Therapie des Zenker Divertikels mit der APC führt durch die Applikation von Strom über leitfähiges Argongas zu einer Koagulation des Septums zwischen Divertikel und Ösophaguslumen. Das Septum wird hierdurch auf einer Strecke von bis zu 2cm pro Sitzung abgeflacht.
Komplikationen der Behandlung waren in 17% Fieber, 6% Blutungen und in 2% Hautemphyseme. 10% der behandelten Patienten waren nach Abschluß der Therapie komplett symptomfrei, 86% verspürten eine deutliche Besserung der Symptomatik und bei 4% der Patienten trat kein Behandlungserfolg ein.
Im Vergleich zu den anderen Verfahren zeigt sich, dass aufgrund des schonenden, minimal invasiven Vorgehens auch bisher inoperable Patienten behandelt werden können.
Ein deutlich niedrigeres Komplikationsrisiko, geringere Kosten durch ambulante Behandlung und Mehrfachnutzung der APC sind weitere Vorteile dieser Methode. Desweiteren bietet die APC die Möglichkeit, sehr kleine Divertikel behandeln zu können. Von Nachteil ist, dass mehrere Sitzungen zum Erreichen eines Behandlungserfolges notwendig sind.
Im Vergleich zu den anderen flexibel-endoskopischen Verfahren zeigt sich keine deutliche Überlegenheit der APC. Die Komplikationsrate scheint jedoch für die APC am niedrigsten zu sein. Langzeitergebnisse und randomisierte Studien an größeren Patientenkollektiven sind zur weiteren Beurteilung notwendig. Die bisherigen Behandlungsergebnisse der APC zeigen jedoch, dass es sich um ein sicheres, effektives und kostengünstiges endoskopisches Verfahren zur Behandlung des Zenker-Divertikels handelt.

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