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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-24615
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2461/


Untersuchung zur Sterblichkeit bei Feuerwehrbeamten der Berufsfeuerwehr Hamburg

Study on Mortality of Fire Fighters of the Professional Fire Department of the City of Hamburg

Wagner, Norbert

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Feuerwehr , Sterblichkeit , Lebenserwartung , Vorzeitige Pensionierung , Beamter , Kohortenanalyse , Hamburg
Freie Schlagwörter (Englisch): fire fighters , mortality , life expectancy , early retirement , cohort study , healthy worker effect , Hamburg
Basisklassifikation: 44.12 , 44.11 , 88.17 , 44.32
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Berger, Jürgen (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.03.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 18.05.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Methode: Zur Untersuchung der Lebenserwartung der Hamburger Berufsfeuerwehrleute wurde eine retrospektive epidemiologische Kohortenstudie durchgeführt. Hierzu wurden Daten aller aktiven und ausgeschiedenen Feuerwehrleute erfasst, soweit das Personalarchiv der Feuerwehr sowie sonstige Quellen hierzu Unterlagen aufwiesen. Aus Gründen der Vollständigkeit wurde die auszuwertende Personengruppe auf diejenigen Feuerwehrleute beschränkt, die am 1.1.1950 dort tätig waren bzw. im Zeitraum bis zum 30.6.2000 neu eingetreten waren. Anhand der Personalakten, der Kartei des Sozialdezernates der Feuerwehr, eines Abgleiches der Listen der Zahlungsempfänger der Besoldungs- und Versorgungsstelle sowie durch eine Recherche bei Einwohnermeldeämtern wurde ein Follow-up des Vitalstatus durchgeführt. Der Untersuchungszeitraum war der 1.1.1950-30.6.2000.

Als Vergleich dienten die amtlichen Mortalitätsstatistiken der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der BRD. Es wurde die mittlere Lebenserwartung eines 20-jährigen Feuerwehrmannes mit der eines 20-jährigen aus der Hamburger bzw. der BRD-Bevölkerung verglichen. Zusätzlich wurden entsprechende standardisierte Mortalitätsverhältnisse (SMR) berechnet.

Die auf den Stichtag 1.1.1950 bezogene Kohorte umfasste 4640 Personen, die Anzahl der Personenjahre betrug 111796. Von diesen konnte für 4557 (98.2%) der Vitalstatus geklärt werden.

Ergebnisse: Im betrachteten Zeitraum waren 1052 Personen verstorben. Die mittlere Lebenserwartung eines 20-jährigen Feuerwehrmannes betrug 54,9 Jahre, die eines 20-jährigen Hamburgers bzw. BRD-Mannes 52,1 bzw. 52,2 Jahre. Somit war die Lebenserwartung eines Feuerwehrmanns im Vergleich zu beiden Referenzgruppen um rund 2,7 Jahre länger. Die Gesamt-SMR im Vergleich zu Hamburg bzw. zur BRD betrug 0,79 bzw 0,78 (95%-Konfidenzintervall 0,74-0,84 bzw. 0,74-0,83). Dies entspricht einer Reduktion der Mortalität - ebenfalls im Vergleich zu beiden Referenzgruppen - um ca. 20%. In dieser Untersterblichkeit drückt sich der bekannte „Healthy-Worker-Effekt" aus.

Diskussion: Die erhöhte Mortalität der Personen im Brandschutz- und Rettungsdienst im Vergleich zu Personen aus der Verwaltung sowie die erhöhte Mortalität der Frühpensionäre deuten darauf hin, das spezifische berufliche Belastungen der Feuerwehrleute trotz günstigerer Lebenserwartung einzelne Aspekte der Mortalität negativ beeinflussen. Dies ließe sich nur mittels einer Erhebung der Todesursachenstruktur sowie spezifischer Expositionsdaten beantworten.
Kurzfassung auf Englisch: Mortality and life expectancy of fire fighters in Hamburg, Germany: a cohort study 1950 - 2000.

A historic cohort study was conducted to assess the mortality and life expectancy of professional fire fighters of the City of Hamburg, Germany. The validity of existing studies from outside Germany was questioned by fire departments because of specific differences in the professional career. No mortality study had been conducted so far in Germany. The present study is the largest in Europe so far.

Methods: Information on all active and retired fire fighters were extracted from personnel records. To assure completeness the cohort was restricted to all fire fighters active on Jan, 1, 1950 or later. Follow up of the cohort ended on June, 30, 2000. Vital status was assessed by personal records, information of the pension fund and residence registries. Mortality of fire fighters was compared to mortality of the Hamburg and German male population by means of standardized mortality ratios. Life expectancy was calculated by life table analysis. Multivariate Proportional Hazard Models were calculated to assess the effect of several occupational characteristics on mortality.

Results: The cohort comprised 4640 fire fighters accumulating 111796 person years. Vital status could be assessed for 98.2%. 1052 person were deceased during follow up. SMR for the total cohort was 0.79 (95%-CI: 0.74-0.84) compared to Hamburg reference data and 0.78 (95%-CI: 0.74-0.83) compared to mortality of the German population. Conditional life expectancy of a 30 year old fire fighter was 45.3 years compared to 42.9 year of a comparable German man. Duty at work, career status and early retirement negatively influenced mortality.

Conclusions: A strong healthy worker effect was observed for the cohort, as expected. The negative effects of duty at work, career status and early retirement on mortality however indicate the presence of undetermined and specific occupational hazards of fire fighters.

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