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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-25688
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2568/


Duplexsonographische Untersuchungen der Leberperfusion in Abhängigkeit vom transplantierten Lebervolumen im Kindesalter

Henckell, Christina

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SWD-Schlagwörter: Lebertransplantation , Perfusion , Kind/Chirugie
Freie Schlagwörter (Deutsch): small-for-size , A. hepatica , Pfortader
Basisklassifikation: 44.64 , 44.67 , 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rogiers, Xavier (Prof. Dr. Dr. h.c.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.07.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 08.08.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die Lebertransplantation, insbesondere auch die Leberlebendspende, stellt heute ein übliches Therapieverfahren bei terminalen Lebererkrankungen dar. Inzwischen werden nicht nur Kinder, sondern zunehmend häufiger auch Erwachsene, mit einer Teilleber versorgt. Das führt in vielen Fällen dazu, dass der Empfänger ein im Verhältnis zum Körpervolumen zu kleines (hypologes) Transplantat erhält, welches nur 50% seines Standard-Lebervolumens (SLV) aufweist. Empfänger von hypologen Transplantaten leiden deutlich häufiger an z.T. schwerwiegenden Komplikationen, die zu einem geringeren Organüberleben gegenüber normo- und hyperlogen Transplantaten führen.
Die vorliegenden Arbeit befasst sich mit 161 lebertransplantierten Kindern im Alter von 18 Tagen bis 17 Jahren. Die Empfänger wurden anhand der relativen Organgröße, ausgedrückt durch den Quotienten von Transplantatvolumen (TV) und SLV, in drei Gruppen eingeteilt: hypolog (TV/SLV-Quotient ≤ 0,5), normolog (TV/SLV-Quotient < 1,25) und hyperlog (TV/SLV-Quotient ≥ 1,25).
Von den 161 Kindern entfielen daher n=24 auf die Hypolog-, n=99 auf die Normolog- und n=38 auf die Hyperlog-Gruppe.
Zunächst wurde das Organ- und Patientenüberleben der drei Organgrößengruppen ermittelt und miteinander verglichen. Dabei wurde gezeigt, dass hypologe Transplantate gegenüber normo- und hyperlogen eine höhere Letalität aufweisen. Auch das Überleben der Empfänger von hypologen Organen war zwar, gegenüber den beiden anderen Gruppen, etwas geringer, erreichte aber ebenfalls keine statistische Signifikanz.
In dem Bestreben herauszufinden ob und inwieweit zwischen der relativen Organgröße und der Leberperfusion eine Abhängigkeit besteht, wurden die Strömungsverhältnisse der Leber- und Milzgefäße dieser drei Organgrößengruppen untersucht und verglichen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass Patienten mit hypologen Organen postoperativ und selbst noch nach drei Monaten deutlich geringere arterielle Strömungsgeschwindigkeiten aufweisen als die Empfänger von normo- und hyperlogen Transplantaten.
Gezeigt wurde auch, dass, anders als vermutet, der Einfluss der portalvenösen Strömungsgeschwindigkeit auf die höhere Organ- und Patientenletalität nicht so groß ist wie angenommen. Die Patienten der Hypolog-Gruppe weisen, verglichen mit den
Patienten der Normo- und Hyperlog-Gruppe, postoperativ keine höhere portalvenöse Strömungsgeschwindigkeit auf.

Die ebenfalls untersuchten Strömungsgeschwindigkeiten der A. und V. lienalis scheinen von der relativen Organgröße nicht beeinflusst zu werden.

Außerdem wurden die Strömungsgeschwindigkeiten von Patienten mit einer präoperativ bestehenden portalen Hypertension mit denen ohne nennenswerte portalen Hypertension verglichen, um den Einfluss dieser auf die postoperativen Strömungsverhältnisse zu beurteilen. Es wurde eindeutig nachgewiesen, dass die portalvenöse und z.T. auch die arterielle Strömungsgeschwindigkeit in den ersten 14 Tagen nach LTX bei den Patienten mit GGA signifikant höher war als bei Patienten ohne nennenswerte portale Hypertension. Dies spricht dafür, dass bei Patienten mit portaler Hypertension nach LTX insgesamt ein hyperdynamischer Status vorherrscht.

Darüber hinaus wurden die Laborparameter Quick, GOT, GPT , Bilirubin und γ-GT der drei Organgrößengruppen miteinander verglichen. Die Frage dabei war, inwieweit hypologe Organe eine schlechtere Syntheseleistung und laborchemischen Zeichen einer Cholestase aufweisen bzw. welche Auswirkung die relative Organgröße auf die genannten Parameter hat. Das Ergebnis dieser Überlegung ist, dass Empfänger von hypologen Organen postoperativ länger Zeichen einer Cholestase und einen verminderten Quick-Wert aufweisen, der sich erst 14 Tage nach LTX normalisierte.

Insgesamt konnte also gezeigt werden, dass sowohl das transplantierte Lebervolumen als auch das Ausmaß einer präoperativ bestehenden portalen Hypertension z.T. maßgeblichen Einfluss auf die postoperative Leberperfusion und die Syntheseleistung des Transplantates hat.

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