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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-25896
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2589/


Die Rolle des Putzerfisches Symphodus melanocercus (RISSO, 1810) (Teleostei, Labridae) in der Fischgemeinschaft und in zwischenartlichen Partnerschaften vor der Insel Giglio (Toskana, Italien)

Detloff, Kim Cornelius

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Symphodus melanocercus , Schwarzschwanz-Lippfisch , Putzerfische , Putzersymbiose , Mittelmeer
Basisklassifikation: 42.94 , 42.81
Institut: Biologie
DDC-Sachgruppe: Tiere (Zoologie)
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Zander, Claus Dieter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.05.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 12.09.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Der im Mittelmeer endemische Lippfisch Symphodus melanocercus nimmt an verschiedenen Wechselbeziehungen seiner belebten Umwelt teil. Dabei können seine Wirtsbeziehungen mutualistischen, kommensalischen oder auch parasitischen Charakter besitzen.
S. melanocercus ist der wichtigste Putzerfisch des westlichen Mittelmeeres. Es ist die einzige Art, die auch als Adultus regelmäßig als Putzer tätig ist.
Der Nahrungserwerb von S. melanocercus erwies sich im Untersuchungsgebiet vor der toskanischen Insel Giglio als äußerst variabel. Neben einer saisonalen Variabilität unterlag die Nahrungsauswahl auch einer starken geographischen Variabilität, die abhängig ist von der Biotopstruktur sowie der Zusammensetzung der Fischgemeinschaft und der Parasitenzönose.
Das Wirtspektrum des Putzers umfasste mit 39 Arten aus 13 Familien mehr als 60 % der lokalen Fischgemeinschaft.
S. melanocercus besetzte vor Giglio Reviere zwischen 16 und 20 Quadratmetern Größe. Bei entsprechender Rentabilität eines Lebensraumes zeigte der Putzer ganzjährige Reviertreue und mehrjährige Habitattreue.
Entgegen den zum Teil hoch spezialisierten tropischen Putzerfischen ist S. melanocercus nicht in der Lage seinen Nahrungserwerb ausschließlich über die Putztätigkeit zu bestreiten. Vielmehr nimmt er zusätzlich benthische und planktische Nahrungsorganismen auf und ist regelmäßiger Begleiter von Fressgemeinschaften des Pfauenlippfisches S. tinca. Aufgrund der hohen saisonalen, geographischen und auch individuellen Variabilität in der Nahrungszusammensetzung sowie der fehlenden Spezialisierung ist S. melanocercus ein fakultativer Putzerfisch.

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