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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-25978
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2597/


Die Funktionalität der Alkoholabhängigkeit auf dem Hintergrund mehrgenerationaler familiärer Muster

The functionality of alcohol addiction on the background of transgenerational family patterns

Gemeinhardt, Brigitte

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Hamburg / Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie , Alkoholismus , Systemische Familientherapie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Funktionalität , Alkoholabhängigkeit , Mehrgenerationenperspektive , Genogramm , Abduktion , Systemtherapie , Grounded Theory , Psychotherpieforschung
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Stuhr, Ulrich (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.04.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 07.09.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Promotion ist in einem klinischen Kontext entstanden und stellt eine qualitative Forschungsarbeit aus dem Bereich der systemischen Psychotherapieforschung dar, wie sie sich in dieser Form bisher nicht in der Literatur findet. Familientherapeuten unterschiedlicher Schulen gehen davon aus, dass familiäre Systeme im Laufe ihrer Entwicklung bestimmte Muster im Umgang miteinander auf unterschiedlichen Ebenen ausbilden. Diese Muster und deren damit verbundene Dynamik wiederholen sich über die Generationen. Zudem haben Symptome im familiär systemischen Kontext sowohl eine individuelle als auch eine familiäre bzw. beziehungsgestaltende Funktion. Hierunter fällt dann auch die Bedeutung des Symptoms für die Aufrechterhaltung der bevorzugten transaktionellen Muster. Die zentrale Fragestellung der vorliegenden Arbeit ist die nach der Funktionalität des Symptoms der Alkoholabhängigkeit in der Mehrgenerationenperspektive auf verschiedenen Ebenen des familiären Systems. Die Betrachtung der den familiären Strukturen zugrunde liegenden Muster ist dabei ein wesentlicher Schritt zur Beantwortung dieser Fragestellung. Es wurde erwartet, dass die Ergebnisse zur Formulierung einer Theorie bezüglich der Funktionalitäten der Abhängigkeitserkrankung über die Generationen beitragen können. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurden die Muster in den Herkunftsfamilien von sechs Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit betrachtet. Die Betroffenen befanden sich zum Zeitpunkt der Datenerhebung in der stationären Behandlung zum qualifizierten Alkoholentzug. Das Genogramm, ein in Therapie und Diagnostik etabliertes Instrument zur Strukturierung mehrgenerationaler Daten diente als Erhebungsinstrument. Die Ergebnisse zeigen in allen Biografien eine Funktionalität der Alkoholabhängigkeit auf unterschiedlichen Ebenen auf. Diese sind im Gesamtzusammenhang einzigartig, in vielen Facetten jedoch vergleichbar und stellen sich in einer großen Variationsbreite dar. So stellt die Erkenntnis, dass das Symptom der Suchtmittelabhängigkeit im familiär systemischen Kontext sowohl eine individuelle als auch eine familiäre bzw. beziehungsgestaltende Funktion einnehmen kann, ein wichtiges Ergebnis dar. Ein Symptom kann hier auch – im systemischen Sinne - generell von anderen Familienmitgliedern übernommen, quasi „vererbt“ werden. In einer Gesamtbetrachtung lassen die Ergebnisse verschiedene Schlüsse zu, die auf andere Familien von alkoholkranken Patienten übertragbar scheinen.
Kurzfassung auf Englisch: The following thesis was produced in a clinical context and is showing a qualitative design grounded in the area of psychotherapeutical research of the systemic approach. Family therapists of different theoretical approaches think that family systems build special patterns in different levels of contact. These familiar patterns combined with their special dynamics are repeating over generations. In a systemic approach symptoms can have several functions in individual, familiar and attachment contexts. This means especially the role of symtoms for the maintanance of transgenerational familiy patterns. The central question in this approach was for the functionality of alcohol addiction in a transgenerational perspective on different levels of the family system. The first and very important step is to look for family patterns building the structure of family interaction. It was supposed that the results would help to create a theoretical model about the functionality of the symtom called alcohol addiction in transgenerational patterns. For answering this question the family patterns of six patients were analysed. In the moment of collecting these data the patients were treated in an indoor setting for so called qualified withdrawal. The Genogramm, an therapeutical instrument that is qualified in therapeutical and diagnostic work for getting transgenerational informations about family systems was used for collecting data. Functionalities of the symptom on different levels over the generations was found in all biographies. Those were individual for every family but also comparable over all levels of investigation. So the results show that the symptom has an important functionality on all levels of individuality, family system and creation of relationship. A symptom can be – in a systemical way – transmitted from one family member to the other. In a final look there are different important results that can be used for interpretation in the work with other families of alcohol addicted patients.

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