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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-26323
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2632/


Wertigkeit des Apparent Diffusion Coefficient (ADC) in der Funktionsdiagnostik der großen Speicheldrüsen und der Beurteilung pathologischer Veränderungen mittels Magnetresonanztomographie bei 1,5T und 3T

Goßrau, Peter

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Freie Schlagwörter (Deutsch): MRT , ADC , Speicheldrüsen , Tumor , Entzündung
Basisklassifikation: 44.64
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Adam, Gerhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.08.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 04.10.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die durchgeführte diffusionsgewichtete MR-Tomographie (DWI-MRI) ermöglichte eine klare, reproduzierbare Darstellung der Glandula parotidea, die entgegen der publizierten
Daten stabile ADC-Werte unabhängig von Feldstärke, Spule und Hersteller des MRTomographen lieferte. Der in dieser Untersuchung ermittelte ADC-Wert der Glandula parotidea unter Ruhebedingungen lag bei 1,12 x 10-3 mm2/sec ± 0,08 x 10-3 mm2/sec bei 1,5T, die Untersuchungsserie bei 1,5T mit der Carotisspule zeigte einen ADC-Wert von 1,08 x 10-3
mm2/sec ± 0,11 x 10-3 mm2/sec sowie einen ADC-Wert bei 3T von 1,14 x 10-3 mm2/sec ± 0,04 x 10-3 mm2/sec. Die zwei angewandten Methoden der Datenauswertung (100-200 Pixel
vs. gesamtes Drüsenparenchym) sind ebenfalls nahezu gleichwertig, wobei die Auswertung der gesamten Drüsen sicherer erscheint, jedoch ist die Auswertung mit Hilfe einer definierten ROI-Größe für den klinischen Alltag eindeutig praktikabler.

Gänzlich neu ist der Nachweis einer Funktionsdiagnostik durch diffusionsgewichtete EPI Bildgebung der Glandula parotidea, die ähnlich der szintigraphischen Funktionsdiagnostik eine Beurteilung der physiologischen Verhältnisse erlaubt. Bei 1,5T erfolgte ein ADC-Wert
Zunahme von prästimulatorisch insgesamt 1,12 x 10-3 mm2/sec ± 0,08 x 10-3 mm2/sec auf poststimulatorisch 1,18 x 10-3 mm2/sec ± 0,09 x 10-3 mm2/sec. Die Untersuchungsserie bei
1,5T mit Carotisspule zeigte einen prästimulatorischen Wert von 1,08 x 10-3 mm2/sec ± 0,11 x 10-3 mm2/sec und einen poststimulatorischen Wert von 1,14 x 10-3 mm2/sec ± 0,12 x 10-3 mm2/sec. Bei 3T zeigte sich eine ADC-Wert Anstieg von prästimulatorisch 1,14 x 10-3 mm2/sec ± 0,04 x 10-3 mm2/sec auf poststimulatorisch 1,17 x 10-3 mm2/sec ± 0,05 x 10-3
mm2/sec. Genaue Referenzwerte stehen noch aus, sind jedoch aufgrund der geringen Standardabweichung der vorgelegten Ergebnisse nur mit geringen Veränderungen zu erwarten.

Bei den niedrigen Fallzahlen war eine statistisch eindeutige Differenzierung anhand der ADC Werte
von normalem Drüsenparenchym vs. Parotitis (1,15 x 10-3 mm2/sec ± 0,11 x 10-3 mm2/sec) vs. Sjögren-Syndrom (1,07 x 10-3 mm2/sec ± 0,22 x 10-3 mm2/sec) nicht möglich,
aber die tumorösen Läsionen in Form von pleomorphen Adenomen (2,06 x 10-3 mm2/sec ± 0,10 x 10-3 mm2/sec) und Warthin-Tumoren (0,89 x 10-3 mm2/sec ± 0,03 x 10-3 mm2/sec)
ließen sich mit der diffusionsgewichteten MR-Tomographie (DWI-MRI) unterscheiden.

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