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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-26461
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2646/


Die Offiziumskompositionen von Alessandro Scarlatti

The music for the office of Alessandro Scarlatti

Poensgen, Benedikt Johannes

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Scarlatti Alessandro , Scarlatti Domenico , katholische Kirchenmusik , Vesper , Psalmvertonungen
Basisklassifikation: 24.50 , 24.55 , 24.66
Institut: Kulturgeschichte und Kulturkunde
DDC-Sachgruppe: Musik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schröder, Dorothea (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.11.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 17.10.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Zusammenfassung

Mit der vorliegenden in zwei Bände geteilten Arbeit werden erstmals die Offiziums-kompositionen von Alessandro Scarlatti umfassend untersucht. Der erste Band liefert eine Biographie Scarlattis sowie Studien zur Quellen- und Stilkritik der überlieferten Offiziumskompositionen. Der zweite Band bietet ein thematisches Werkverzeichnis, das viele Korrekturen und Zusätze zu bisher geltenden Katalogen und Werkauflistungen aufweist. Im Anhang des zweiten Bandes findet sich eine ausführliche Darstellung der Kopisten und der verwendeten Papiertypen und Wasserzeichen.
Die oftmals komplizierte Quellenlage verhinderte bisher weitergehende Studien oder wissenschaftliche Editionen der Offiziumskompositionen Scarlattis. Zudem geben die bis dato geltenden Kataloge lediglich einen kursorischen Überblick über das Quellenmaterial, ohne dass Datierungsfragen der einzelnen Handschriften oder eine Chronologie der Werke geklärt wurden.
In den nun vorliegenden Kapiteln zur Quellen- und Stilkritik wurde neben einer Untersuchung der überlieferten Autographen, den zeitgenössischen Abschriften der größte Raum vorbehalten. Neben den Kopisten ist somit auch Domenico Scarlatti ein wesentlicher Abschnitt gewidmet, dem als Schreiber eine bedeutende Rolle in der Überlieferung der geistlichen Werke seines Vaters zukommt. Die Ergebnisse aus den quellenkritischen Untersuchungen, die im Ergebnis einige bisher unbekannte Werke und Autographen Scarlattis vorweisen sowie Antworten zu offenen Fragen zur Datierung und Konvenienz einzelner Werke geben, wurden im Kapitel zur Vita Alessandro Scarlattis in den biographischen Kontext des Komponisten eingearbeitet. Damit entsteht erstmals ein klares Bild des Komponisten geistlicher Musik und der Bedeutung der Ämter in der Kirchenmusik für den maestro di cappella Alessandro Scarlatti.
Im Mittelpunkt der stilkritischen Untersuchungen stehen die späten Offiziumskompositionen Scarlattis. Hier wird dem 1720/1721 in der römischen Kirche S. Cecilia erstmals aufgeführten Vesper-Zyklus besondere Aufmerksamkeit eingeräumt. Mit der Caecilienvesper ist ein wahrhaft spätes Glanzstück der römischen Kirchenmusik überliefert, mit dem Scarlatti so etwas wie die Summe seiner kompositorischen Erfahrungen gezogen hat.
Nachdem mit der vorliegenden Arbeit viele Fragen der Datierung sowie der Chronologie geklärt worden sind, ist nunmehr die Voraussetzung für einen Vergleich der Werke Scarlattis mit denen seiner Zeitgenossen gegeben. Erste Analysen weisen deutlich darauf hin, dass den in Rom wie auch in Neapel entstandenen Werken Scarlattis hierbei durchaus eine wesentliche Bedeutung in der Entwicklung der geistlichen Musik seiner Zeit zukommt.

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