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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-26576
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2657/


Gender Equality in Central and Eastern Europe : A Comparison of Labour Market Attitudes, Educational Achievement and Poverty between East and West

Gender Equality in Mittel- und Osteuropa : Ein Vergleich von Arbeitsmarkteinstellungen, Bildungsqualität und Armut zwischen Ost und West

Schnepf, Sylke Viola

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SWD-Schlagwörter: Geschlechterforschung , Systemtransformation , Rollenerwartung , Chancengleichheit / Bildung , Armut
Freie Schlagwörter (Deutsch): Mittel- und Osteuropa
Freie Schlagwörter (Englisch): gender equality , Central- and Eastern Europe , labour market attitudes , educational achievement , poverty
Basisklassifikation: 83.29 , 83.14
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Straubhaar, Thomas (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.09.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 21.11.2005
Kurzfassung auf Englisch: The transition process from centrally planned to market economies led to a dramatic fall in GDP accompanied by a tremendous increase in poverty and income inequality in Central and Eastern Europe (CEE). Much of the literature argues that the costs of the transition process were not distributed equally but women had to bear a higher burden.
This study aims at assessing gender equality in transition countries 15 years after transition in three areas that are important for women’s economic empowerment: the labour market, education and poverty. Large and complex data sets on peoples’ attitudes and judgements and pupils’ educational achievement are analysed with different statistical methods in order to examine various aspects and determinants of gender inequality for a great set of transition countries. Pre-1990 OECD countries serve as a yardstick for the assessment of gender inequality in CEE.
The value added of the study is the cross-national analysis of new data sets for the examination of gender inequality in CEE. In addition, alternative measures of gender equality are applied and compared to economic indicators generally used for the estimation of women’s disadvantage. The application of these new data sets and alternative indicators is rewarding in terms of new insights into different aspects of gender inequality in transition countries. Some results are summarised in the following.

People in transition countries quite homogenously adhere to the traditional gender division of labour and differ therefore greatly from people in OECD countries who are mostly in favour of women’s work in the labour market. The great differences between East and West regarding attitudes to women’s work stand in contrast to economic indicators that suggest that transition countries reach similarly high levels of gender equality in the labour market than the West.

While educational enrolment data generally used for estimating gender equality in education suggest gender parity in educational access, the indicator of educational achievement used in this study shows that it is boys and not girls who face considerable disadvantage in terms of their literacy skills. This gender gap is even greater in transition than in OECD countries.

On the other hand, once the feminisation of poverty is concerned data on subjective well-being indicates that women in transition countries fare worse than men and that the relative gender gap is greater in the East than in the West. However, in contrast to the general believe that women fell more pronouncedly into poverty than men during transition subjective well-being data suggest that the gender gap in poverty incidence was already a pre-transitional phenomenon.
Kurzfassung auf Deutsch: Die Systemtransformation von der Plan- zur Marktwirtschaft in Mittel- und Osteuropa hat zu einem dramatischen Fall des BSP und einem erheblichen Anstieg von Armut und Einkommensungleichheit geführt. Ein großer Teil der Literatur vertritt die Auffassung, daß die Bürden der Systemtransformation nicht gleichmäßig verteilt worden sind und damit Frauen einen größeren Teil der Kosten des Transformationsprozesses zu tragen hatten.

Das Ziel dieser Doktorarbeit ist es, den heutigen Stand von „gender equality“ in Transformationsländern in drei Bereichen, welchen für das „economic empowerment“ von Frauen eine wesentliche Bedeutung zukommt, zu bewerten: Arbeitsmarkt, Bildung und Armut. Große und komplexe Datensätze zu Einstellungen und Urteilen der Bevölkerung sowohl über die „Bildungsqualität“ von Schülern in Transformationsländern werden mit unterschiedlichen statistischen Methoden untersucht, um eine Vielzahl von Aspekten und Determinanten von „gender inequality“ zu analysieren. Mitgliedsländer der OECD (vor dem Jahre 1990) dienen als Kontrollgruppe, um die Resultate von Transformationsländern zu bewerten.

Der „value added“ dieser Studie ist die Verwendung von umfangreichen neuen Datensätzen sowie alternativen Indikatoren zur Messung von „gender inequality“, die Ergebnisse ökonomischer Indikatoren, welche normalerweise für die Analyse von „gender inequality“ angewandt werden, wesentlich ergänzen. Die Verwendung dieser Indikatoren führt zu wichtigen neuen Resultaten bezüglich verschiedener Aspekte von „gender inequality“ in Transformationsländern. Weiterhin wird hinterfragt, inwieweit bisher diskutierte Ergebnisse von der Wahl der verwendeten Indikatoren abhängig waren.

Zum Beispiel ist ein Resultat dieser Studie, dass die Bevölkerung in Transformationsländern relativ homogen der traditionellen Aufteilung der Arbeit nach den Geschlechtern zustimmt und sich daher wesentlich von der Bevölkerung in OECD-Ländern unterscheidet, die größtenteils der Partiziation von Frauen im Arbeitsmarkt positiv gegenübersteht. Die in dieser Studie gefundenen großen Unterschiede zwischen Ost und West in den Einstellungen zu der Arbeit von Frauen stehen im Gegensatz zu Resultaten, die aus der Analyse ökonomischer Indikatoren folgen und darauf hinweisen, daß Transformationsländer gleich hohe Standards von „gender equality“ erreichen wie OECD-Länder.

Daten über Bildungsabschlüsse, die normalerweise für die Bewertung von „gender inequality“ im Bildungssektor verwendet werden, zeigen, daß „gender equality“ in Transformationsländern erreicht wurde. Im Gegensatz dazu stehen die Resultate dieser Studie, die mit dem Indikator „Bildungsqualität“ darauf hinweisen, daß Schüler und nicht Schülerinnen einen wesentlichen Nachteil bezüglich ihrer Leistungen erfahren. Diese Ungleichheiten sind größer in Transformations- als in OECD-Ländern.
Bezüglich der „feminisation of poverty“ zeigen die Daten über „subjective well-being“, daß Frauen in Transformationsländern schlechter gestellt sind als Männer und daß diese Ungleichheit größer im Osten als im Westen ist. Im Gegensatz zu der generellen Auffassung, daß mehr Frauen als Männer während des Transformationsprozesses in Armut gefallen sind, zeigt der „economic well-being“-Indikator, daß dieses Muster von Ungleichheit schon vor der Transformation bestanden hatte.

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