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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27018
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2701/


Fallgruppen in der Versorgung von Patienten mit psychischen Störungen : Überprüfung der Eignung eines Fremdeinschätzungsinstrumentes „Die Health of the Nation Outcome Scales, HoNOS-D“ zur differenzierten Erfassung des Schweregrades

Andreas, Sylke

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SWD-Schlagwörter: Klinische Psychotherapie , Stationäre Behandlung , Klassifikation
Freie Schlagwörter (Deutsch): DRG , Fallgruppen , psychosomatische Rehabilitation , Schweregrad , Fremdbeurteilungsinstrument , HoNOS-D
Freie Schlagwörter (Englisch): psychosomatic rehabilitation , observer-assessment-instrument , HoNOS-D , DRG , case-group-concept
Basisklassifikation: 77.70 , 77.08
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Koch, Uwe (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.09.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 08.11.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die differenzierte Erfassung des Schweregrades von Patienten mit psychischen Störungen nimmt gerade in den letzten Jahren unter ökonomischen Gesichtspunkten eine zentrale Bedeutung ein. Insbesondere innerhalb von international entwickelten Patientenklassifikationssystemen, die über allgemeine Diagnosis-Related-Groups-Systeme hinausgehen (DRGs), stellt die Erfassung der Schwere der Erkrankung eine zentrale Dimension dar, um den Ressourcenverbrauch in stationärer psychotherapeutischer Behandlung adäquater abbilden zu können. Dabei zeigt sich vor allem die Relevanz eines Fremdeinschätzungsinstrumentes, der „Health of the Nation Outcome Scales (HoNOS)“. Zielsetzung vorliegender Arbeit ist es, in einem ersten Schritt die deutsche Version der Health of the Nation Outcome Scales, HoNOS-D als ein Fremdeinschätzungsinstrument zur differenzierten Erfassung der Schwere einer psychischen Störung hinsichtlich ihrer psychometrischen Eigenschaften, insbesondere der Praktikabilität und Reliabilität zu untersuchen. Ein weiteres Ziel besteht darin, die spezifische Eignung der HoNOS-D innerhalb der Entwicklung eines Klassifikationssystems für Patienten mit psychischen Störungen in stationärer psychosomatischer/psychotherapeutischer Rehabilitationsbehandlung zu prüfen.
Das Fremdeinschätzungsinstrument HoNOS wurde zunächst in einem mehrstufigen, experten-gestützten Konsensusprozess von der Arbeitsgruppe für Psychotherapie- und Versorgungsforschung in die deutsche Sprache übersetzt. Die empirische Überprüfung der generellen und spezifischen Eignung der HoNOS-D erfolgte anhand einer weitestgehend repräsentativen, konsekutiv erhobenen Stichprobe von N = 1.918 Patienten aus 11 verschiedenen Rehabilitationsfachkliniken des Indikationsbereiches „Psychische Störungen“. An zwei ergänzend erhobenen Stichproben aus dem Bereich der stationären psychosomatischen/psychotherapeutischen Krankenhausbehandlung und dem Bereich der Rehabilitationsbehandlung Suchtkranker wurden außerdem die Interraterreliabilitäten der HoNOS-D untersucht.
Der HoNOS-D weist im Rahmen der empirischen Überprüfung psychometrischer Eigenschaften eine zufrieden stellende Praktikabilität und mit Einschränkungen auch Reliabilität auf. Die empirischen Ergebnisse hinsichtlich der Interraterreliabilität können als unbefriedigend bewertet werden. Es zeigte sich, dass der Gesamtscore der HoNOS-D den Einzelitems in den psychometrischen Überprüfungen überlegen war, weswegen er als Indikator der Schwere einer psychischen Störung in die Fallgruppenbildung einging.
Im Rahmen der Entwicklung eines Klassifikationssystems für Patienten mit psychischen Störungen in stationärer psychosomatischer/psychotherapeutischer Rehabilitationsbehandlung erwies sich der Gesamtscore der HoNOS-D als ein Prädiktor zur Vorhersage der Behandlungsdauer. Im Vergleich zu einem alternativ eingesetzten Fremdeinschätzungsscore konnte er allerdings keine Überlegenheit demonstrieren.
Auf der Grundlage der durchgeführten empirischen Analysen werden Empfehlungen zur Modifikation der HoNOS-D und zum Einsatz des Instrumentes innerhalb eines Patientenklassifikationssystems für Patienten mit psychischen Störungen gegeben.

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