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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27078
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2707/


Genetische Aspekte der koronaren Herzerkrankung bei Patienten mit Hyperlipoproteinämie

Genetic aspects of coronary heart disease in patients with hyperlipidemia

Meyer, Sönke

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Koronare Herzkrankheit , Hyperlipidämie , Genetik , Regressionsanalyse
Freie Schlagwörter (Deutsch): AopE , LPL , Risikofaktoren
Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beil, Frank Ulrich (Prof. Dr. )
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.11.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 14.11.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit war es, genetische Komponenten der KHK unter Berücksichtigung der klassischen atherosklerotischen Risikofaktoren zu beurteilen. Das hierfür untersuchte Kollektiv bestand aus 1371 Patienten, die aufgrund einer Hyperlipoproteinämie die Lipidambulanz des UKE besuchten. Um das sehr umfangreiche Datenmaterial und die komplexe Fragestellung adäquat beantworten zu können, wurden verschiedene statistische Tests angewandt.

In einer zunächst durchgeführten Zusammenhangsanalyse zeigten sich zahlreiche Interaktionen zum einen der klassischen Risikofaktoren untereinander, zum anderen zwischen den untersuchten Polymorphismen und den Lipidwerten. Die univariate Analyse für die Beurteilung der klassischen Risikofaktoren und ihren KHK-Einfluss zeigte, dass die Parameter Rauchen, Gesamtcholesterin und LDL-c in diesem speziellen Kollektiv keinen Zusammenhang mit der KHK aufwiesen. Die Polymorphismen LPL D9N, LPL -93tg, LPL N291S, -1131 T>C (ApoA5), L162V (PPAR alpha) und P12A (PPAR gamma) wurden aufgrund der relativ niedrigen Fallzahlen in Bezug auf ihren Zusammenhang mit der KHK univariat mittels exaktem Fisher-Test untersucht. Hierbei konnte kein signifikanter Einfluss der Gene auf die Erkrankung gezeigt werden. Die Polymorphismen ApoE epsilon, LPL S447X, R219K (ABCA1), -480 c>t (HL) und TaqIB (CETP) wurden multivariat mittels binär logistischer Regression analysiert. Dabei zeigten sich in den verschiedenen Basismodellen der logistischen Regression die Faktoren Alter, Lp(a) und HDL-c als besonders stabile Risikofaktoren der KHK. Dies ist insbesondere für das Lp(a) eine wichtige Erkenntnis, da immer wieder beschrieben wurde, dass das Lp(a) vor allem in Verbindung mit weiteren Fettstoffwechselstörungen – was für das vorliegende Kollektiv zutrifft - ein wichtiger KHK-Risikofaktor zu sein scheint. Für die Gene hingegen konnte auch hier kein signifikanter Einfluss auf die KHK gezeigt werden.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die untersuchten genetischen Polymorphismen zwar einen Einfluss auf die Lipidwerte besitzen, sie jedoch nicht darüber hinaus als eigenständige KHK-Risikofaktoren dieses Kollektivs zu betrachten sind. Entscheidend hierfür bleiben die etablierten atherosklerotischen Risikofaktoren.

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