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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-27393
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2005/2739/


Lebensqualität, Wiederaufnahme der Berufstätigkeit und Bedarf an psychosozialer Betreuung nach Lebertransplantation

Ewers, Heike

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SWD-Schlagwörter: Lebensqualität , Lebertransplantation , Behinderung / Rehabilitation
Basisklassifikation: 77.82
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schulz, Karl-Heinz (Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.08.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 13.12.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Aufgrund des bisher mangelnden Wissens den Bedarf an psychosozialer Betreuung nach Lebertransplantation betreffend, wurde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eine Bedarfserhebung durchgeführt und es wurden erste Beobachtungen eines psychosozialen Ange-botes festgehalten. 146 LTX-Patienten wurden im Zeitraum von Dezember 2000 bis Novem-ber 2001 befragt. Zur Erhebung des Bedarfes und der gesundheitsbezogene LQ wurden ein halbstandardisiertes Interview sowie ein Fragebogenkatalog bestehend aus einem Fragebogen zur spezifischen LQ transplantierter Patienten (LQTX-FB; Whiting et al., 1999), einem Fragebogen zur allgemeinen LQ (SF-36; Bullinger et al., 1998), der Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS; Herrmann et al., 1994), dem für LTX-Patienten modifizierten Horn-heider Fragebogen zur postoperativen Belastungserfassung (Strittmatter et al., 1998) und der ins Deutsche übersetzten Perceived Stress Scale (Cohen et al., 1983) eingesetzt.
Es wurde ein aktueller Bedarf an psychosozialer Betreuung von 15% auf Seiten der LTX-Patienten festgestellt. Die behandelnden Ärzte schätzten 20% der Patienten als bedürftig ein und durch die untersuchende Psychologin wurden 50% der Patienten als bedürftig identifiziert. Mithilfe von Daten zur LQ konnte das Ergebnis weiter unterstrichen werden, denn die Patienten ohne Bedarf demonstrierten gegenüber Patienten mit früherem Bedarf (29% in der Selbsteinschätzung) und aktuellem Bedarf über alle Instrumente hinweg, mit Ausnahme weniger Subskalen, signifikant bessere Werte.
Anhand mehrerer Gruppenvergleiche wurden mit Hilfe der Fragebogendaten vier Gruppen identifiziert, welche eine deutlich schlechtere LQ, mehr Probleme und eine stärkere Belastung nach Transplantation äußerten: weibliche Patienten; Patienten, welche aufgrund fehlender Motivation oder Angst vor Überforderung keine Arbeit wieder aufgenommen hatten; Patienten, welche aufgrund eines akuten Leberversagens transplantiert wurden und Patienten, welche eine äthyltoxische Zirrhose als Grunderkrankung aufwiesen.
Bei Betrachtung der Inanspruchnahme eines psychosozialen Angebotes wurde beobachtet, dass 19% der interviewten LTX Patienten ein Angebot aufsuchten, wobei aber nur 33% einen aktuellen Bedarf während des Interviews angegeben hatten. Die vorliegenden Ergebnisse sprechen für einen Bedarf an psychosozialer Betreuung und für die Inanspruchnahme eines entsprechenden Angebotes durch die LTX-Patienten. In zukünftigen Schritten sollte ein Angebot auf die als besonders belastet identifizierten Patientengruppen zugeschnitten werden, um das Outcome nach LTX auch für diese Gruppen zu verbessern.

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