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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-28213
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2821/


Klinische und rechtsmedizinische Aspekte des intestinalen Rauschmitteltransportes in Hamburg 1989-2004

Laitenberger, Maria Christina

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Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.12.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 08.03.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Ausgewertet wurden die Daten aus den Jahren 1989-2004 von am Hamburger Flughafen aufgegriffenen Verdächtigen auf intestinalen Rauschmitteltransport unter besonderer Berücksichtigung klinischer und rechtsmedizinischer Aspekte.
Bei 44 der 141 Personen bestätigte sich der Verdacht.
Es handelte sich vorwiegend um männliche Schwarzafrikaner zwischen 20 und 30 Jahren. Als transportierte Droge wurde Kokain, in Einzelfällen Heroin oder Amphetamine gefunden. Die verwendete Nachweismethode bestand in dem radiologischen Nachweis mittels Röntgen-Abdomenübersicht.
Im Einzelfall kann der Nachweis mittels CT erforderlich sein.
Nahezu alle Patienten, die unter Drogenverdacht in die Klinik kamen, waren klinisch unauffällig. Die wenigen Patienten mit klinischen Auffälligkeiten konnten unter intensivmedizinischer Betreuung konservativ behandelt werden.
5 letale Verläufe aus dem Hamburger Raum konnten jeweils erst durch eine Obduktion auf intestinalen Drogentransport zurückgeführt werden.
In der Literatur wird zur sofortigen Laparotomie als Methode der Wahl bei klinisch auffälligen Patienten geraten. Aufgrund des vorliegenden Datenmaterials erscheint bei milden Symptomen ein konservatives Vorgehen unter intensivmedizinischer Überwachung gerechtfertigt.
Da der diagnostizierende und behandelnde Arzt sich rechtlich und ethisch innerhalb eines hohen Spannungsfeldes befindet, sollten Gesetzgeber, zuständige Behörden und die Organe der ärztlichen Selbstverwaltung eine gemeinsame Vorgabe für das Vorgehen bei Patienten mit intestinalem Rauschmitteltransport erarbeiten.

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