FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-28443
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2844/


Die Transkription humaner Muzingene in Zellen unterschiedlicher Provenienz

Transcription of human mucine genes in cells of different provenance

Gröger, Christina

Originalveröffentlichung: (2004) Onkologie 2004;27(Suppl 3):214.
pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (1.796 KB) 


SWD-Schlagwörter: Reverse Transkriptase , Polymerase-Kettenreaktion , Mucine , Messenger-RNS , Tumormarker
Freie Schlagwörter (Deutsch): minimale Resterkrankung , disseminierte epitheliale Tumorzellen , Mikrometastasen
Freie Schlagwörter (Englisch): disseminated cancercells , mucines , epithelial malignancies , marker m-RNA
Basisklassifikation: 44.03 , 44.86 , 42.13 , 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Krüger, William (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.11.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 20.03.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen dieser Untersuchung wurde die Transkription der humanen Muzine, Muc1, Muc2 und Muc3, in verschiedenen Zelllinien, Knochenmarkaspiraten, peripheren Blutproben und Leukaphereseprodukten im molekulargenetischen Verfahren der rt-PCR evaluiert.
Zur Untersuchung der Muc1 Transkription wurde eine nested Muc1 rt-PCR mit computergenerierten, intronübergreifenden Primern etabliert. Die Amplifikation von genomischer DNS konnte ausgeschlossen werden und die Identität der Amplifikationsprodukte mit der Muc1 mRNS durch eine Sequenzanalyse bestätigt werden. Die Evaluation in Zellen unterschiedlicher Provenienz ergab eine ubiquitäre Transkription von Muc1 und damit keine Spezifität dieses Transkriptes für epitheliale Gewebe. Zusätzlich wurden Zelllinien und klinische Proben jeweils mit den Zytokinen IL-3, IL-6, SCF, IL-1ß, Gamma-INF, Flt-3, Tpo, G-CSF und GM-CSF inkubiert, so dass eine Induktion der Muc1 mRNS durch diese Zytokine ausgeschlossen werden konnte. Es konnte gezeigt werden, dass sich der Nachweis einer Muc1 Transkription nicht zur Detektion disseminierter epithelialer Tumorzellen in hämatopoetischen Materialien eignet und zwar wegen fehlender Spezifität dieses Markers für epitheliale Gewebe.
Die Transkription von Muc2 wurde in einer rt-PCR mit zwei verschiedenen Primerpaaren ebenfalls nach computergeneriertem, intronübergreifendem Primerdesign evaluiert und zeigte eine Spezifität für epitheliale Gewebe. Eine Muc2 Transkription konnte weder in hämatopoetischen Zelllinien noch in klinischen Proben nachgewiesen werden. Auch die Inkubation mit den oben genannten Zytokinen brachte keine Veränderung des Transkriptionsmusters von Muc2, so dass auch hier eine Induktion oder verminderte Transkription der Muc2 mRNS durch diese Zytokine ausgeschlossen werden konnte. Eine Sequenzanalyse bestätigte die Identität der Amplifikationsprodukte mit der Muc2 mRNS. Zusammengenommen konnte damit demonstriert werden, dass sich der Nachweis einer Muc2 Transkription zur Detektion disseminierter epithelialer Tumorzellen in hämatopoetischen Materialien eignet.
Der Nachweis einer Muc3 Transkription ist ebenfalls mit zwei verschiedenen Primerpaaren nach computergeneriertem, intronübergreifendem Primerdesign angestrebt worden. Allerdings zeigten die PCR-Produkte dieser Muc3 rt-PCR konstant und mit beiden verwendeten Primerpaaren eine höhere Basenpaarlänge als errechnet worden war und in einer Sequenzanalyse der Amplifikationsprodukte konnte eine Homologie mit der Muc3 mRNS nur für die Hälfte des Amplifikates bestätigt werden. Es kann vermutet werden, dass es sich hier um eine alternative Splicevariante der Muc3 mRNS handelt. Unter dieser Annahme zeigte sich die Muc3 Transkription konstant in der Zelllinie eines Adenokarzinoms des Kolons und in der Zelllinie einer CML in terminaler Blastenkrise. Des Weiteren konnte eine Muc3 mRNS in 5 von 47 verschiedenen klinischen Proben nachgewiesen werden, darunter auch in der Probe eines gesunden Spenders. Die Inkubation mit den oben genannten Zytokinen zeigte eine Instabilität der Muc3 Transkription, so dass eine Zytokin-vermittelte Induktion oder verminderte Transkription nicht ausgeschlossen werden konnte. Damit muss der Nachweis einer Muc3 Transkription als nicht geeignet zur Detektion disseminierter epithelialer Tumorzellen in hämatopoetischen Materialien angesehen werden. Grundsätzlich lässt sich aber für diesen Teilbereich der hier vorgestellten Untersuchung eine Aussage nur unter der oben genannten Einschränkung im Hinblick auf die Spezifität der hier etablierten Muc3 rt-PCR machen.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende