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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-28814
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2881/


Ein dynamischer Ansatz zur Steigerung der Veränderungsmotivation von chronischen Rückenschmerzpatienten - Eine prospektiv kontrollierte Interventionsstudie mit Messwiederholungsdesign

Schramm, Sandra

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SWD-Schlagwörter: Rückenschmerz , Aktivierung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Motivation zur Verhaltensänderung , Transtheoretisches Modell , mentales Kontrastieren
Basisklassifikation: 77.70
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Dahme, Bernhard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.04.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 24.04.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die Motivation zur aktiven Bewältigung chronischer Schmerzen gilt innerhalb der Schmerztherapieforschung als problematischer Bereich. In der vorliegenden Untersuchung wurde durch den Einsatz zweier kurzer effektiver Verfahren aus dem Bereich der Motivationspsychologie versucht, die Eigenaktivität von chronischen Rückenschmerzpatienten zu erhöhen und damit das Therapieergebnis zu verbessern. Es handelte sich bei den Motivationsstrategien um das „mentale Kontrastieren“ aus der „Fantasy Realization Theory“ nach Oettingen (1996) und zum anderen um die Strategie der „Implementation Intentions“ im Rahmen des „model of action phases“ nach Gollwitzer (1993). Beide Verfahren wurden erstmalig im verhaltenstherapeutischen Setting angewandt. Ausgangspunkt war die Sichtweise eines dynamischen Krankheitsmodells. Als Konzept zur Verhaltensänderung wurde das Transtheoretische Modell nach Prochaska und DiClemente (1984) herangezogen. Das Stufenmodell der Veränderung erschien zur Abbildung der verschiedenen Motivationslagen geeignet. Zwei randomisiert zugeordnete Gruppen a´ 30 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (Interventionsgruppe vs. KG) durchliefen eine 3 bis 4-wöchige ambulante Rehabilitations-Behandlung. Die Interventionsgruppe erfuhr zusätzlich die benannten Motivationsstrategien unter verhaltenstherapeutischer Anleitung. Zudem wurden Problemlösungsansätze für die aufgedeckten Hindernisse erarbeitet. Zur Messung des Therapieerfolges (prae, post, follow up nach drei Monaten) wurden Erfolgskriterien formuliert (Arbeitsfähigkeit, Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Schmerzreduktion, Steigerung der Veränderungsbereitschaft, Erreichen persönlicher Therapieziele) und durch Fragebögen und Verhaltensstichproben operationalisiert. Zur Bestimmung der Motivationslage wurden der „Freiburger Fragebogen - Stadien der Bewältigung chronischer Schmerzen“ (FF-STABS, Maurischat, Härter und Bengel, 2002) sowie ein selbst entwickeltes Instrument eingesetzt, welches die Motivation bei spezifischen Zielen erfasste. Die Ergebnisse zeigten bei allen Probanden nach der Behandlung eine Motivationsstufe, die einer aktiven Herangehensweise entsprach. Die Interventionsgruppe war der Kontrollgruppe besonders im Bereich der Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit deutlich überlegen, d.h. dass die tatsächliche Umsetzung der erlernten Verhaltensweisen erfolgreicher verlief. Es zeigte sich hiermit, dass die Motivationsstrategien bei der Behandlung chronischer Schmerzen effektiv in das therapeutische Setting zu integrieren sind. Aufgrund ihres zeitlich knappen Formates können sie als Baustein im Rahmen multimodaler Behandlung zu einem verbesserten „Therapie-Outcome“ beitragen.


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