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Das Dispositiv der Zukunftsfähigen Entwicklung

The Dispositive of Sustainable Development

Timpf, Siegfried

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Nachhaltige Entwicklung , Diskursanalyse , Globalisierung , Erkenntnistheorie
Freie Schlagwörter (Englisch): Sustainable Development , Discourse Analysis , Globalization , Epistemology
Basisklassifikation: 02.10 , 43.01 , 71.38
Institut: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Goldschmidt, Werner (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.12.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 08.05.2006
Bemerkung: Neuaufl. von OPUS 2000/380 aus techn. Gründen
Kurzfassung auf Deutsch: Wird über Nachhaltigkeit gesprochen, so stellt sich der Eindruck ein, es gehe um einen Begriff, den bestimmte Akteure benutzen, um mit ihm interessengeleitete Praktiken zu legitimieren. Der ironische Gehalt dieser rhetorischen Figur liegt in der Überschätzung des Begriffs der Nachhaltigkeit wie in der Unterschätzung dessen, was als Umdeutung von Natur und Festschreibung gesellschaftlicher
Herrschaft in den letzten 40 Jahren die Gestalt eines Dispositivs angenommen hat. Der alternative Vorschlag einer Stützung der Analyse auf die Arbeiten von Michel Foucault öffnet den Blick für ein heterogenes Ensemble der Konstruktion von Problematiken, Wissensformen und Techniken, das den Rahmen des Sagbaren zum Verhältnis von Natur und Gesellschaft festlegt. Nicht die Popularisierung
und Eindeutigkeit eines Begriffs von Nachhaltigkeit erscheint dann als Ziel verschiedenster Akteure, die
sich des Nachhaltigkeitsbegriffs bedienen, sondern die Konstruktion eines Netzes von Bedeutungen, in
dem wir alle uns notwendig bewegen müssen, um innerhalb gesellschaftlicher Diskurse überhaupt wahrgenommen zu werden. Foucault klassifiziert die Macht- und Herrschaftsaspekte nicht als Verzerrungen kommunikativer Prozesse, sondern als produktive Verbindung von Wissensformen und Macht bzw. Herrschaft. Der Ansatz Foucault’s versucht, Prozesse der Subjektivierung als Prozesse der Konstruktion von Selbstbeschreibungen (Wahrheiten) auf der Grundlage von Macht- und
Wissensordnungen zu erfassen. Die Wirkungen des Dispositivs der Zukunftsfähigkeit sind nachweisbar in
wissenschaftlich-politischen Akteurskonstellationen, hingegen erscheint eine Kombination von Dispositiv
und Governance/Gouvernementalität angemessen, um Veränderungen des Alltags zu analysieren. Diese Veränderungen in alltäglichen Praktiken und Denkweisen sind die Zielscheibe der Wahrheitskonstruktionen des Dispositivs der nachhaltigen Entwicklung.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of different actors is not the popularization of a transparent concept of Sustainable Development but the construction of a network of meanings in which all of us must move necessarily to be perceived within social discourses at all. The "dispositif" of Sustainable Development is a net between heterogenous elements like the reinterpretation of nature as environment or the equity
between and in generations. It consists for epistemological purposes of the construction of problems,
knowledge-forms and techniques. Thus it enables constructions of truth, power-effects and
subjectivations and is at the same time a basis for particular forms of Environment-Governance/-Governenmentality.The latter are designed to change the everyday-life according to the constructed problems, knowledgeforms and techniques.

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