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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29214
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2921/


Vergleich zweier immunsuppressiver Protokolle nach Lungentransplantation : eine prospektive randomisierte offene zwei-Center Studie

Comparison of two immunosuppressive protocols following human lung transplantation : a prospective randomized open-label two-center trial

Deutsch, Oliver

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SWD-Schlagwörter: Ciclosporin , Cyclosporine , Tacrolimus , Lungentransplantation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Mycophenolate Mofetil
Freie Schlagwörter (Englisch): Lung Transplant , Mycophenolate Mofetil
Basisklassifikation: 44.40 , 44.84 , 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reichenspurner, Hermann (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.04.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 31.05.2006
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser offenen, prospektiven, randomisierten Studie wurden zwei Patientenkollektive verglichen, die vom September 1997 bis April 1999 an den Kliniken der Ludwig-Maximilians-Universitaet München und dem Allgemeinen Krankenhaus Wien lungentransplantiert wurden, wobei die Patienten zur primären immunsuppressiven Medikation entweder Cyclosporin A (CyA) (n=24) oder Tacrolimus (Tac) (n=26) jeweils in Kombination mit Mycophenolate Mofetil und Steroiden erhielten. Eine Induktionstherapie mit antithymozyten Globulin (RATG) wurde durchgeführt. Es ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede bezüglich Alter, Geschlecht, CMV Mismatch (Spender pos./Empfänger neg.), Grunderkrankung und Transplantationsart. Die primären Endpunkte der Studie waren die Inzidenz und Zahl von akuten Abstoßungsreaktionen (AR) und Bronchiolitis obliterans Syndrom (BOS) als Form der chronischen Abstoßung. Die sekundären Endpunkte der Studie waren Patienten überleben nach einem Jahr nach Lungentransplantation und Häufigkeit von Infektionen und unerwünschte Wirkungen. Die Überlebensraten nach einem Jahr betrugen mit CyA 79% und mit Tac 69%. Die Freiheit von AR nach 6 bzw. 12 Monaten war in der Tac-Gruppe nicht-signifikant größer als in der CyA-Gruppe (57,7% und 50% resp. 45,8% und 33,3%). Die Inzidenz von AR im Beobachtungszeitraum war unter Tac mit 0,23±0,3 pro 100 Patiententage signifikant niedriger als mit CyA (0,43±0,54, p<0,05). In der CyA-Gruppe entwickelten zwei Patienten ein BOS (Grad 1); in der Tac-Gruppe gab es zwei Fälle mit BOS (Grad1 und Grad3). Die Häufigkeit von Infektionen pro 100 Patiententage betrug in der CyA-Gruppe 0,23±0,38 für bakterielle, 0,11±0,16 für virale und 0,03±0,13 für fungale Infektionen. Mit Tac als primäres Immunsuppresivum ergab sich eine Häufigkeit pro 100 Patiententage von 0,24±0,40 für bakterielle, 0,13±0,19 für virale und 0,08±0,19 für fungale Infektionen. Die Ergebnisse sind ein Beleg für die gute immunsuppressive Wirksamkeit beider Medikamente. Tacrolimus zeichnete sich in dieser klinischen Studie durch eine stärkere immunsuppressive Potenz aus. Andererseits wurde jedoch eine höhere Inzidenz von fungalen Infektionen und Diabetes mellitus in dieser Gruppe beobachtet. Der mittlere Zeitpunkt des Auftretens des BOS liegt zwischen 16 und 20 Monaten post transplantationem. Folglich sind die Daten bezüglich dieses Parameters nach einer entsprechenden follow-up-Zeit von 3 Jahren erneut bewertet worden.

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