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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29297
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2929/


United Nations Office for Project Services (UNOPS) and the Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) - what do they contribute to Development Cooperation? : An independent comparative evaluation of both organisations

Sye, Claudia

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Entwicklungskooperation , Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit , Vereinte Nationen / Office for Project Services , Evaluationsforschung
Freie Schlagwörter (Englisch): Development Cooperation , Evaluation Research , UNOPS , GTZ , Bolivia , Peru
Basisklassifikation: 89.72
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Tetzlaff, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.05.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 06.06.2006
Kurzfassung auf Englisch: The two Development Cooperation organisations UNOPS and GTZ are investigated in great detail. Based on extensive field study both in the Headquarters and in Peru and Bolivia, the strengths and weaknesses of the two institutions are identified. Moreover, their contribution to Development Cooperation is analysed and improvements recommended.

The theoretical basis of the study is Evaluation Research. Its main theories, possibilities and constraints and its relevance for Development Cooperation are pointed out.

The four central questions answered by this dissertation are the following:
1. What common grounds and differences do the HQs of UNOPS and the GTZ - concerning their organisational structure, clients, and basic rules and regulations - have?
2. How and with what success do the two organisations implement projects and programmes in the field in Peru (UNOPS) and in Bolivia (GTZ)?
3. Which common grounds and which differences were identified concerning the implementation of projects and programmes in the field? Which connection exists, if any, between the implementation in the field and the structure of the organisation?
4. What are the lessons learnt from the problems and the success of UNOPS and the GTZ for the future of the organisations but also for the future development cooperation?

Kurzfassung auf Deutsch: Seit über 50 Jahren gibt es Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und wird ebenfalls seit Jahrzehnten von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen untersucht. Welche Wirkungen werden durch die entwicklungspolitischen Projekte und Programme der internationalen Staatengemeinschaft in Entwicklungsländern erreicht? Diese Frage ist immer wieder gestellt, aber selten schlüssig beantwortet worden. Da es sowohl positive als auch negative Indikatoren ins Feld geführt werden, gibt es neben den Befürwortern auch Kritiker der EZ. Außerdem gibt es einen Mangel an wissenschaftlichen empirischen Studien zu den Bereichen Implementation und Evaluation von entwicklungspolitischen Projekten und Programmen. Die Relevanz dieser Arbeit ergibt sich daher zum einen durch den fraglichen Erfolg der EZ und zum anderen durch den Mangel an wissenschaftlich zugänglichen Evaluationen.
Es werden zwei EZ- Organisationen in vergleichender Sicht auf ihre entwicklungspolitische Bedeutung hin untersucht. Ausgewählt wurden dafür eine nationale, zwar als GmbH organisierte aber dennoch staatsabhängige Organisation, die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), und eine internationale und dazu privatwirtschaftlich arbeitende Institution, das United Nations Office for Project Services (UNOPS).
Vier zentrale Fragen wurden der Untersuchung zugrunde gelegt:
1. Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede von UNOPS und GTZ bezüglich ihrer Struktur, Kunden und ihrer grundlegenden Regeln und Aufgaben?
2. Wie und mit welchem Erfolg arbeiten die beiden Organisationen im Feld, dargestellt an je einem Entwicklungsprogramm/-projekt aus dem Bereich ländliche Entwicklung in Peru (UNOPS) bzw. Bolivien (GTZ)?
3. Welche Wirkungszusammenhang gibt es zwischen der Struktur der Organisationen und deren entwicklungspolitischer Erfolgsbilanz?
4. Welche entwicklungspolitischen Schlussfolgerungen allgemeiner Art – lessons learnt – können aus der vergleichenden Analyse von UNOPS und GTZ gezogen werden?
Theoretisch fundiert ist die Arbeit durch einen Überblick der verschiedenen Theorien und Methoden der Evaluationsforschung, besonders bezogen auf die entwicklungspolitisch relevante Wirkungsforschung. Die Forschung für diese Studie wurde mit qualitativen und quantitativen Methoden durchgeführt, wobei die qualitativen überwogen. U.a. wurden Daten durch semi-strukturierte Interviews, Dokumentenanalyse, teilnehmende Beobachtung, quantitative Fragebögen sowie Triangulation gewonnen und überprüft.
Durch die Analyse beider Institutionen in den Zentralen in New York und Eschborn und durch die Feldforschung in Peru und Bolivien wird ein fundierter und umfassender Einblick in das UNOPS und die GTZ möglich. Aufbauend auf längeren Forschungsaufenthalte bei beiden Organisationen wird das „Innenleben“ sowie verschiedene organisatorische und auch finanzielle Probleme beschrieben und bewertet. Auf diese Weise werden Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Arbeitsweise der beiden EZ-Institutionen sichtbar.
Die Arbeit kommt zu dem Endresultat, dass keiner der beiden Institutionen bei allen aufgeworfenen Fragen stets Superiorität zugesprochen werden kann. Vielmehr haben beide Organisationen spezifische Vorteile und spezifische Schwächen, die ein klares Entweder-Oder verbieten. Das UNOPS als kleine Organisation mit einem geringen Anteil an festen Mitarbeitern ist durch die schlanken Strukturen sehr flexibel und eignet sich besonders für die schnelle und gute Implementation von entwicklungspolitischen Projekten und Programmen. Die deutlich größere GTZ hält mit ihren eigenen Experten ein beachtliches in-house think tank vor und führt nicht nur eigene Programme mit umfassenden Zielen durch, sondern dient auch als Ansprechpartner für das BMZ oder auch andere EZ-Organisationen.
Sogenannte Fundamentalkritiker der EZ werden durch die Ergebnisse der Fallstudien in Peru und Bolivien widerlegt. Zwar haben beide Organisationen mit diversen Problemen zu kämpfen, aber dennoch haben die Projekte und Programme durchaus Erfolge zu vermelden, da sie zu einer Erweiterung der Möglichkeiten für die Zielgruppe beitragen.

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