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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29308
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2930/


Einfluss verschiedener OP-Techniken auf die Hämodynamik der Leberperfusion : Eine Untersuchung am Small-For-Size-Mini-Pig-Modell

Hammerich, Kai Hans

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Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rogiers, Xavier (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.04.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 07.06.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die Leberteilresektion stellt das einzige Verfahren zur kurativen Therapie von fortgeschrittenen Lebertumoren dar. Häufig ist die Entfernung von mehr als 75% des Lebergewebes erforderlich. Daneben führte ein zunehmender Organmangel in den letzten Jahren zu immer mehr Teil-Leber-Transplantationen (Split, Leberlebendspende). Eine konsekutive Schädigung der Rest- bzw. Transplantatleber auf parenchymatöser und vaskulärer Ebene im Sinne eines Barotraumas in Verbindung mit dem stark reduzierten Leberparenchym wird zunehmend diskutiert und als „portales Hyperperfusions-“ oder „Small-for-Size- Syndrom“ bezeichnet. Dies kann eine unumkehrbare Leberfunktionsstörung mit konsekutivem Multiorganversagen nach sich ziehen. Aufgrund der bisher nur geringen Erfahrung mit der portalen Hyperperfusion sollten in der Grosstierstudie (Mini-Pig) die hämodynamischen Veränderungen der Leber nach einer erweiterten Resektion, deren Folgen, die Einschätzung des Nutzens für die klinische Anwend- und Umsetzbarkeit sowie das pathophysiologische Verständnis und die Wertigkeit des Duplexverfahrens untersucht werden, um eine Maximierung der postoperativen Sicherheit des Patienten und/oder Erweiterung der Resektabilität zu überprüfen. Zudem sollen die erlangten Informationen zur Etablierung weiterer klinischer Studienprotokolle in der eigenen Klinik dienen.
In vier Gruppen wurden zwei verschiedene OP-Techniken zur Reduktion der portalen Strombahn (Resektion und Ligatur), eine Gruppe mit Resektion und portaler Druckentlastung durch den Transjugulären intrahepatischen Stent (TIPS) und eine Kontrollgruppe evaluiert. Von einem Untersucher erfolgte die intraoperative Duplex-Sonographie in Verbindung mit der standardisierten invasiven Pfortaderdruckmessung. 72 Stunden nach dem ersten Eingriff erfolgte die erneute OP zur Verlaufskontrolle und Euthanasie.
Im gruppeninternen und übergreifenden Vergleich ergaben sich bezüglich der absoluten Hämodynamikwerte keine signifikanten Unterschiede im Vergleich vor und 72h nach der jeweiligen Operation. Die Flussveränderungen und deren Auswirkungen aufeinander zeigten hingegen enge Zusammenhänge. So korrelierte die venöse Perfusion der Milz mit der portalvenösen Perfusion im Lebersegment 6/7. Eine Interaktion bestand zwischen dem Durchmesser und der Flussgeschwindigkeit der Pfortader, begründet durch das Hagen-Poisseule’sche Gesetz. Mit Anstieg des zentralen arteriellen Flusses der Milz kam es zur Zunahme des venösen Stroms im Lebersegment 6/7, der zentralen venösen Perfusion der Milz sowie der sonographischen Echointensität des Lebersegmentes 6/7.

Die Ergebnisse belegen den Einfluss der verschiedenen OP-Techniken auf die Hämodynamik der Leber und die Sensitivität der Duplex-Sonographie. Jedoch konnte ein hämodynamisch relevanter Vorteil durch eine portale Druckentlastung mittels TIPSS nicht belegt werden. Hier sind weitere Untersuchungen notwendig, um die pathophysiologischen Ursachen und hämodynamischen Folgen des portalen Hyperperfusionssyndroms zu klären.

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