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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29383
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2938/


Untersuchung der Langzeitwirkungen des Konsums von Ecstasy auf das Zentrale Nervensystem des Menschen mittels Positronen-Emissions-Tomographie mit 2-[18F]-Fluoro-2-Deoxy-D-Glukose unter Verwendung eines Computer-basierten Hirnatlasses

Long-term ffects of 'ecstasy' abuse on the human brain studied by FDG PET using a computerized brain atlas

Väterlein, Ole

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SWD-Schlagwörter: Ecstasy , Positronen-Emissions-Tomographie , Gehirn , Nuklearmedizin , Bildverarbeitung
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Thomasius, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.02.2004
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 12.06.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Hinsichtlich der wachsenden Popularität der Droge Ecstasy bei ihren jungen Konsumenten scheint eine Untersuchung der Langzeitwirkungen von Ecstasy-Konsum auf den Menschen dringlich. Tierversuche und Untersuchungen am Menschen deuten hier auf möglicherweise erhebliche Risiken durch das von seinen Abnehmern als weitgehend harmlos aufgefaßte Rauschmittel. Insbesondere der serotonerge Anteil des ZNS scheint gefährdet zu sein.
Mit der FDG-PET steht eine wenig invasive Methode zur funktionellen Untersuchung des menschlichen Gehirnes zur Verfügung. Diese Arbeit untersuchte als erste ihrer Art mit der Methode der FDG-PET am lebenden Menschen mögliche langfristigen Folgen des Gebrauchs von Ecstasy auf den Glukose-Stoffwechsel des Gehirns.
Die gefundene Reduktion der Glukose-Aufnahme im Bereich des Hippocampus innerhalb der Ecstasy-Gruppe steht im Einklang mit Ergebnissen vorangegangener Experimente am Tiermodell (Kleven et al. 1989; Lew et al. 1996; Ricaurte et al. 1992; Sabol et al. 1996) und erster Bildgebung des serotonergen Systems am Menschen (McCann et al. 1998).
Diese Findungsstudie zeigte trotz der diskutierten Einschränkungen erfolgreich die prinzipielle Anwendbarkeit der gewählten Methode und gibt erste Hinweise auf untersuchenswerte Befunde. Anhand der kleinen Fallzahl läßt sich jedoch auch bei den gefundenen, signifikanten Gruppenunterschieden der genannten Strukturen vorerst allenfalls ein Trend abschätzen. Eine größere Stichprobe und eine geeignetere Kontrollgruppe von polytoxikomanen, aber Ecstasy-naiven Drogenkonsumenten scheinen die naheliegendsten Maßnahmen, um im Rahmen von resultierenden Folgeuntersuchungen die vorliegenden Ergebnisse zu validieren.
Die FDG-PET verspricht mit ihrer funktionellen Aussage über den Energiestoffwechsel des Hirnes die Abschätzung der cerebralen Veränderungen durch Ecstasy um einen weiteren Gesichtspunkt zu erweitern und so die bisher verwandten Untersuchungstechniken zu ergänzen.

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