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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29446
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2944/


Optimierung der Nadelpositionierung bei der Larynx-Elektromyographie

Koch, Simone

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SWD-Schlagwörter: Elektromyographie , Botulinustoxin , Kehlkopf
Freie Schlagwörter (Deutsch): Larynx-Elektromyographie , Nadelpositionierung
Basisklassifikation: 44.94
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hess, Markus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.05.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 14.06.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die perkutane Nadelpositionierung in laryngeale Muskeln zur Durchführung von elektromyographischen Untersuchungen oder Botulinumtoxininjektionen ist eine schon lange bekannte Methode, die sich aber in der klinischen Routine aufgrund von Schwierigkeiten bei der präzisen Positionierung der Nadeln nicht durchgesetzt hat. Ziel dieser Studie ist es, eine für die Klinik praktikable und zuverlässige Methode der perkutanen Nadelpositionierung zu finden, um Elektroden bzw. Injektionskanülen möglichst präzise in laryngeale Muskeln zu platzieren.

Es wurden dafür an 40 Leichen des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf perkutane Nadelpositionierungen durchgeführt. Injektionskanülen mit einer Farbstofflösung wurden in die Mm. vocales, cricothyroidei und cricoarytaenoidei posterior platziert und der Farbstoff jeweils injiziert, um die interne Position der Nadelspitze zu markieren. Anschließend wurde die externe Nadelposition anhand der Einstichwinkel in drei Ebenen sowie die Einstichtiefe mit einem Geodreieck vermessen. Nach Durchführung der Injektionen wurde der Larynx exenteriert, präpariert, die einzelnen Muskeln dargestellt und die injizierten Farbstoffmarkierungen aufgesucht. Die Injektionslokalisationen in den einzelnen Muskeln wurden im Vergleich mit den Daten der externen Nadelposition ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass bei Interventionen am M. vocalis die Kanüle nach medianem Einstich über dem Ringknorpel in einem Winkel von 50°-70° in der Sagittalebene und 10°-19° in der Transversal- und Frontalebene platziert werden sollte. Damit weichen diese Angaben teilweise von den in der Literatur gegebenen Beschreibungen ab.

Die Nadelplatzierungen in den M. criocthyroideus wurden im Rahmen dieser Versuche in zwei möglichen Techniken, über einen medianen und einen paramedianen Einstich, durchgeführt. Mit beiden Methoden konnte eine sehr hohe Prozentzahl an erfolgreichen Injektionen erreicht werden. Die Einstichwinkel- und Tiefenbereiche für erfolgreiche Injektionen umfassten einen relativ großen Bereich und ließen sich anhand der hier gewonnen Ergebnisse nicht weiter einschränken. Als besonders wichtig wurde daher der Ringknorpelbogen als Landmarke erachtet, dem der M. cricothyroideus aufliegt.

Bei Interventionen am M. cricoarytaenoideus posterior hat sich eine anteriore, percartilaginöse Technik gegenüber einem lateralen Zugang als eindeutig besser erwiesen. Die Kanüle wurde anterior durch das Lig. cricothyroideum gestochen und anschließend je 5° bis 20° kranial und lateral durch die hintere Ringknorpelplatte vorgeschoben. Für beide Techniken können Winkel- und Tiefenbereiche für eine erfolgreiche Platzierung angegeben werden, die in der Fachliteratur so nicht zu finden sind.

Anhand der hier gewonnen Ergebnisse sind Bereiche von Einstichwinkeln und –tiefen bestimmt worden, in denen erfolgreiche Nadelplatzierungen in laryngeale Muskeln durchgeführt werden können. Diese sind aber teilweise noch relativ groß und lassen sich anhand der hier gewonnen Daten nicht weiter einschränken. Es wäre interessant zu sehen, ob sich diese Winkel- und Tiefenbereiche noch weiter begrenzen lassen, oder ob die anatomischen Verhältnisse zu sehr variieren, so dass der Kliniker sich doch mehr an Landmarken als an Winkel- und Tiefenangaben halten sollte. Eine weitere offene Frage ist, inwieweit der Unterschied im Kehlkopfgerüst von Frauen und Männern sich auf die Technik der Nadelpositionierung auswirkt. Im Rahmen dieser Dissertation konnten keine entscheidenden Unterschiede gefunden werden.

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