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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-29686
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/2968/


Messungen von Endothelfunktion und oxidativem Stress zur Beurteilung des Arterioskleroserisikos bei Kindern mit chronischer Niereninsuffizienz und bei Kindern mit korrigierten Herzfehlern

Rink, Nikki Janneke

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SWD-Schlagwörter: Endothel , Arteriosklerose , Oxidativer Stress , Chronische Niereninsuffizienz , Herzfehler / Angeborene Krankheit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kinder , Peritonealdialyse
Basisklassifikation: 44.67
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kohlschütter, Alfried (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.02.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 03.07.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Arteriosklerotische Gefäßveränderungen, die im späteren Leben zu erheblicher Morbidität und Mortalität führen, können im Kindesalter beginnen. Das Risiko hierzu ist bei gewissen chronischen Krankheiten besonders erhöht, so bekanntermaßen bei chronischer Niereninsuffizienz, möglicherweise auch bei Kindern nach Operation bestimmter Herzfehler.

In dieser Arbeit wurden Parameter des Arterioskleroserisikos bei 23 nierenkranken Kindern (chronische Niereninsuffizienz und Peritonealdialyse), bei 51 Kindern mit operativ korrigierten, angeborenen Herzfehlern und bei einem Kontrollkollektiv von 13 Kindern studiert. Als Parameter dienten einerseits ultrasonographische Messungen des arteriellen Endothels und seiner Funktion (Intima-Media-Dicke, endothelabhängige Dilatation (EAD), nicht-endothelabhängige Dilatation NEAD), anderseits eine Auswahl an laborchemischen Parametern der pro- und antioxidativen Balance im Blut (Malondialdehyd, Carbonylgruppen, Radikalresistenz der Erythrozyten, Tocopherole, Coenzym Q10, Sulfhydrylgruppen, Vitamin C, Harnsäure, Total Radical-trapping Antioxidant Parameter (TRAP), Antikörper gegen oxidiertes LDL, Homocystein, Cholesterin und Triglyzeride).

Bei den Endothelfunktionsmessungen ergaben sich zwischen Patienten und Kontrollpersonen keine Unterschiede beim Vergleich der entsprechenden Gesamtgruppen. Bei den Kindern mit operativ korrigierten Herzfehlern ergab sich weder mittels Endothelfunktionsanalyse noch bei den laborchemischen Untersuchungen ein Anhalt für ein erhöhtes Arterioskleroserisiko. Bei den Nierenpatienten fanden sich laborchemische Veränderungen im Sinne einer verminderten antioxidativen Abwehr. Bei den Patienten unter Peritonealdialyse war zusätzlich eine Erhöhung von prooxidativen Markern nebst klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren nachweisbar. Dieser Nachweis von oxidativem Stress im noch jugendlichen Organismus von Patienten mit bekanntermaßen erhöhtem Arterioskleroserisiko untermauert die Hypothese, dass freie Radikale bei der Entstehung der Arteriosklerose von Bedeutung sind. Die Substitution von Antioxidantien wie Vitamin C und E in entsprechend hoher Dosis bei den gefährdeten Patienten ist daher ein wichtiger therapeutischer Aspekt bei der Reduzierung des kardiovaskulären Risikos.
Der Blutgehalt an Homocystein korrelierte negativ mit der nicht-endothelabhängigen, Nitroglycerin-vermittelten Dilatation. Dies lässt vermuten, dass Homocystein die Dilatationsfunktion der glatten Muskelzelle beeinträchtigt; es könnte bei der Entstehung der Nitrat-Toleranz beteiligt sein. Der Total Radical-trapping Antioxidant Parameter zur Beurteilung der antioxidativen Gesamtkapazität erwies sich bei urämischen Patienten als nicht geeignet zur Beurteilung des pro/antioxidativen Gleichgewichts.

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