FAQ
© 2015 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30087
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3008/


Polysomnographie in der Diagnostik obstruktiver Schlafapnoeerkrankungen

Niclaus, Oliver

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (539 KB) 


SWD-Schlagwörter: Polysomnographie , Schlafapnoe , Schlaflabor
Freie Schlagwörter (Deutsch): First Night Effect , AHI , OSAS ,
Basisklassifikation: 44.62 , 44.51 , 44.94
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Grundmann, Thomas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.06.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 28.08.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Notwendigkeit einer zweiten Untersuchungsnacht in der polysomnographischen Diagnostik schlafbezogener Atmungsstörungen, insbesondere der obstruktiven Schlafapnoe.
Dazu wurden am Schlaflabor der HNO-Klinik des UKE im Zeitraum von Januar 2003 bis August 2005 200 Patienten in zwei aufeinanderfolgenden Nächten polysomnographisch untersucht. Die Einweisungsdiagnosen waren vielfältig, hauptsächlich wurden die Patienten aber mit der Verdachtsdiagnose „Obstruktive Schlafapnoe“ vorgestellt. Die Untersuchungsergebnisse der Schlaflaboruntersuchung der ersten Nacht im Schlaflabor wurden mit denen der zweiten Nacht verglichen.
Dabei sind folgende grundsätzliche Ergebnisse festzustellen:
1. Bei einem Apnoe-Hypopnoe-Index von unter 4 in der ersten Nacht finden sich kaum pathologische Werte in der zweiten Nacht. Bei einem Apnoe-Hypopnoe-Index über 40 ist nicht mehr mit nicht-pathologischen Befunden in der zweiten Nacht zu rechnen.
Legt man diese Kriterien zugrunde, hätte sich in unserem Patientengut bei 40% der Fälle eine zweite Untersuchungsnacht erübrigt.
2. Bei 77% der Patienten unterschied sich der Apnoe-Hypopnoe-Index der ersten Nacht deutlich von dem der zweiten Nacht (Unterschied größer als 20%).
3. Ein First-Night-Effect ist nachweisbar, hat jedoch nur einen recht geringen Einfluss auf den Apnoe-Hypopnoe-Index.
4. In seltenen Fällen (1%) könnte eine durch die Messanordnung provozierte Rückenlage zu einem falsch-positiven Ergebnis geführt haben.
5. Für einen erheblichen Anteil von Schwankungen sind keine Gründe zu finden, sie sind somit als zufällig zu betrachten.

Systematische und zufallsbedingte Fehler schränken die Aussagekraft der stationären Polysomnographie in einem erheblichen aber nicht exakt zu erfassenden Ausmaß ein. Das mag auch der Grund für einen Teil der Therapieversager einerseits und ungeklärter Fälle von Tagesmüdigkeit andererseits sein. Zudem wird hierdurch eine verlässliche Therapiekontrolle erschwert. Eine zweite Untersuchungsnacht oder eine probatorische Therapie ist ein nur zum Teil befriedigender Ausweg aus diesem diagnostischen Dilemma.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende