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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30133
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3013/


Die Neuronenspezifische Enolase im Liquor bei Alzheimer-Demenz und leichter kognitiver Störung : retrospektive Auswertung eines Subdatensatzes einer Gedächtnissprechstunde

The Neuron-specific Enolase in cerebrospinal fluid in Alzheimer's disease and Minimal Cognitive Impairment : a retrospective analysis of a sub-dataset of a Memory Clinic

Köfüncü, Evra

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SWD-Schlagwörter: Enolase , Liquor cerebrospinalis , Demenz , Alzheimer-Krankheit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Neuronenspezifische Enolase , Alzheimer- Demenz , leichte kognitive Störung , Minimal Cognitive Impairment
Freie Schlagwörter (Englisch): neuron-specific enolase , cerebrospinal fluid , minimal cognitive impairment , dementia
Basisklassifikation: 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wiedemann, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.07.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 07.08.2006
Kurzfassung auf Englisch: In der vorliegenden Arbeit wurden die Neuronenspezifische Enolase (NSE) im Liquor und Serum sowie zahlreiche klinische, biometrische, demographische, testpsychologische und andere biochemische Parameter von 117 Patienten mit Morbus Alzheimer, 40 mit MCI, 21 mit anderen Demenzformen einer Gedächtnissprechstunde und 10 Kontrollen auf eventuelle Korrelationen untersucht.

In der Alzheimer-Gruppe ließen sich mit zunehmender Krankheitsprogression eine Abnahme initial erhöhter Liquorkonzentrationen der NSE nachweisen. Diese Beobachtung gab einen deutlichen statistischen Trend wieder, wies jedoch keine eindeutige statistische Signifikanz auf. Es kann für die Prognosestellung und Stadieneinteilung der Erkrankung von Interesse werden, ob zukünftige klinische Studien an noch größeren Kollektiven diesen Trend reproduzieren und eine statistisch unstrittige Korrelation zwischen der NSE-Liquorkonzentration und dem jeweiligen Stadium der Alzheimer-Erkrankung herstellen.

Die höchsten Liquorkonzentrationen des NSE wurden überraschenderweise bei den Patienten mit Minimal Cognitive Impairment (MCI) gefunden. Auch dieses Ergebnis war statistisch nicht eindeutig signifikant, zeigt aber eine deutliche statistische Tendenz.

Dieses Ergebnis konnte an einer solchen Patientenzahl noch nicht gezeigt werden. Die unseres Wissens einzige publizierte Untersuchung aus dem Jahre 2001 über die Liquorkonzentration der NSE bei MCI (in der zitierten Originalarbeit mit Age-Associated Memory Impairment, AAMI bezeichnet) zeigte ebenfalls erhöhte Liquorwerte, allerdings an nur 9 Patienten. Bekannte Liquorveränderungen bei MCI-Patienten sind ein Anstieg des hyperphosphorylierten Tau-Protein (p-tau), vorzugsweise an Threonin 231, und eine Reduktion des Proteins Aß1-42.

Aus retrospektiven Betrachtungen ist bekannt, dass 10-15 % eines Patientenkollektivs mit MCI innerhalb eines Jahres eine manifeste Alzheimer-Demenz entwickeln. Wenn es gelänge über bestimmte Parameter diese Gruppe der Konvertierer zu identifizieren und von der Gruppe unspezifisch MCI-Erkrankter zu unterscheiden, wäre die Möglichkeiten für eine frühzeitigere gezieltere Behandlung und bestenfalls für eine Verbesserung der Prognose gegeben. Die Interpretation unserer Befunde erlaubt die Hoffnung, dass ein erhöhtes NSE im Liquor allein, oder in Kombination mit anderen Biomarkern wie erhöhtem p-tau und erniedrigtem Aß1-42 dieses Erkennen präklinischer Alzheimerstadien sicherer macht.





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