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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30425
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3042/


Softwaregestaltung für die Gruppeninteraktion im Kontext von CSCL am Beispiel der Fallstudie CommSy

Software design for group interaction in computer-supported cooperative learning

Janneck, Monique

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Mensch-Maschine-Kommunikation , Softwareergonomie , Computerunterstütztes Lernen , Computerunterstützte Kommunikation
Freie Schlagwörter (Deutsch): Awareness , Nachrichtenquadrat , Kommunikationspsychologie , Sozialpsychologie , Gender
Basisklassifikation: 54.80
Institut: Informatik
DDC-Sachgruppe: Informatik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Oberquelle, Horst (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.08.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 28.08.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Kooperatives Lernen ist nicht denkbar ohne und wird erheblich beeinflusst durch die Kommunikation und Interaktion der Lernenden untereinander. Kommunikations- und Sozialpsychologie liefern hierzu eine Vielzahl von Theorien und Befunden, die jedoch – im Gegensatz etwa zu arbeits- oder kognitionswissenschaftlichen Ansätzen – bislang kaum
Eingang in softwareergonomische Forschung gefunden haben.
Ziel dieser Arbeit ist es, diese Lücke zu schließen und kommunikations- und sozialpsychologische Erkenntnisse für die Gestaltung von Software für computergestütztes
kooperatives Lernen (CSCL) nutzbar zu machen.
Ausgehend von dem Modell des Nachrichtenquadrats von Friedemann Schulz von Thun (2001) wird eine kommunikationspsychologische Fundierung für CSCL erarbeitet,
die das Nachrichtenquadrat mit insbesondere sozial-, aber auch kognitions- und arbeitspsychologischen Theorien und Befunden in Beziehung setzt. Auch die Besonderheiten
computervermittelter Kommunikation werden entsprechend beleuchtet. Das Konzept eines Wissensquadrats, das analog zum Nachrichtenquadrat ausgewogene Lernprozesse
charakterisiert, schlägt eine Brücke zu CSCL.
Kern dieser Arbeit ist die Erarbeitung von Hinweisen für die Gestaltung gebrauchstauglicher CSCL-Systeme, die auf dem vorab gelegten Fundament sozial- und kommunikationspsychologischer Konzepte und Befunde aufbauen. Diese Gestaltunghinweise sind dafür geeignet, geplante oder getroffene Designentscheidungen im Hinblick auf die Folgen
für die Gruppenkommunikation und -interaktion und damit auch den Lernprozess zu überprüfen und eignen sich daher auch zur Analyse bestehender Systeme.
Als empirische Fundierung dieser Arbeit wird im Sinne einer Fallstudie eine umfangreiche Analyse des Designs und der Nutzung des CSCL-Systems CommSy herangezogen. Anhand der Fallstudie werden Charakteristika des Softwareeinsatzes im Rahmen von CSCL aufgezeigt. Darüber hinaus dient sie der Analyse des Designs der CommSy-Software im Hinblick auf die erarbeiteten Gestaltungshinweise. Zudem werden auf der
Basis dieser Analyse am Beispiel einer erweiterten Awareness-Unterstützung für CommSy eigene Gestaltungsvorschläge umgesetzt und evaluiert. Auf diese Weise wird die Tauglichkeit der Gestaltungshinweise für Analyse und Gestaltung von CSCL-Systemen empirisch
untermauert.
Einen Querschnitt durch diese Arbeit bildet zudem eine Gender-Perspektive: Hierbei wird den Fragen nachgegangen, welche Rolle Gender-Fragen in Bezug auf kooperatives
Lernen, computervermittelte Kommunikation sowie bei der Entwicklung von Software generell und speziell für die Gestaltung von CSCL-Systemen spielen.
Kurzfassung auf Englisch: Cooperative learning always involves learners’ communication and interaction. Social psychology and communication psychology provide a plethora of theories and findings
concerning communication and interaction in groups, but unlike approaches from cognitive, work and organizational psychology have so far been rarely drawn upon in human-computer interaction research.
This thesis aims at bridging this gap by utilizing contributions from social and communication psychology for the design of software used in Computer Supported Cooperative Learning (CSCL). Based on the model of the so-called Communications Square by Friedemann Schulz von Thun (2001), a communication psychological basis for CSCL is laid out, tying the
Communications Square model to approaches primarily from social psychology and – to a lesser extent – cognitive and work psychology. The model of a Knowledge Square is introduced to characterize well-balanced learning processes in analogy to the Communications Square. Furthermore, computer mediated communication is highlighted as a
special form of human interaction.
The core of this thesis is the development of guidelines for the design of CSCL systems based on the groundwork of social and communication psychological theories and findings
presented before. These guidelines serve to evaluate design decisions with regard to their consequences concerning group interaction and learning processes. Thus, they can also be used to analyze and evaluate existing CSCL software.
For empirical grounding, the design and use of the CSCL software CommSy is analyzed as a case study. By means of this case study, characteristics of software use in the context of CSCL are shown, and the software design is analyzed with respect to the guidelines for CSCL design elaborated before. Furthermore, on the basis of this analysis an extended awareness support for CommSy is implemented and evaluated. Thus, the usefulness of the
guidelines presented in this work is supported empirically.
Furthermore, gender issues in cooperative learning, (computer mediated) communication and the design of CSCL software are addressed as a recurring perspective throughout
this thesis.

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