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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30483
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3048/


Straßenkarrieren von Kindern und Jugendlichen : Wenn es passiert ist ... ; Erklärungen aus Sicht der Jugendlichen und Hilfestellung für ihre Eltern

Street adolescents

Bielert, Daniela

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Tirschenreuth / Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern , Jugendliche Täterin , Jugend
Freie Schlagwörter (Deutsch): Straßenkinder , Gewalt , Vernachlässigung , Straßenleben , Jugendhilfe
Freie Schlagwörter (Englisch): street adolescents , street life , neglect , youth welfare
Basisklassifikation: 77.21
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Langer, Inghard (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.05.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 04.09.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Nach einer Literaturrecherche zu den Ursachen, die dazu führen, dass Kinder und Jugendliche „Straßenjugendliche“ nach der Definition vom DJI (1995) werden, wurden dreißig Straßenjugendliche am Hamburger Hauptbahnhof interviewt, um ihre persönlichen Gründe zu erheben. Mit der Methode des „Persönlichen Gesprächs“ nach Inghard Langer (2000) wurden verschiedene Themen wie das Leben in der Familie, das Straßenleben, das Unterstützungsnetzwerk, die Schule, die Jugendhilfe-, Psychiatrie-, staatliche Strafmaßnahmen, die physische Gesundheit und Vorstellungen für die Zukunft angesprochen.
Im Ergebnis benennen die Jugendlichen folgende Faktoren als maßgebend für ihr Straßenleben: Unvollständigkeit ihrer Familien, schwierige Stiefelternsituationen, das Wechseln ihrer Elternteile, Vernachlässigung, Stresserlebnisse mit ihren Eltern und daraus entstandene Konflikte und erlittene Gewaltanwendungen. Andere Faktoren wie sexueller Missbrauch, Anziehungsgrad der Szene, schlechte Schulnoten, fehlende Unterstützung durch Schule und Jugendhilfe haben aus ihrer Sicht einen geringeren bis gar keinen Einfluss auf die Ursache für ihr Straßenleben. Die Arbeit gibt einen Einblick in das Leben der Straßenjugendlichen und bringt Klarheit über ihre Sichtweise durch viele wörtliche Zitate.
Ein wichtiger Erkenntnisgewinn aus den Interviews ist, dass es das klassische, konstante Straßenleben nicht oder nur sehr begrenzt gibt, sondern die Jugendlichen pendeln zwischen Elternhaus, Jugendhilfe und Straße. Als Hilfe für betroffene Eltern und Kinder werden Konzepte und Projekte nach dem Prinzip der Ressourcenorientierung in Bezug zu den Ergebnissen vorgestellt, die bereits in der Praxis erfolgreich für diese Zielgruppe eingesetzt werden. Die Arbeit enthält einen Anhang mit Kontaktmöglichkeiten zu Anlaufstellen für Betroffene in Hamburg.
Kurzfassung auf Englisch: Following a literature research on factors causing children and adolescents to become „street adolescents“ („Straßenjugendliche”) corresponding to the definition by the DJI (1995) thirty street adolescents have been interviewed around Hamburg central station in order to collect data on their personal reasons.
Applying the method of „personal conversation“ („Persönliches Gespräch“) according to Inghard Langer diverse topics were addressed such as family life, street life, the support network, school, measures of youth welfare, psychiatric as well as state services, physical health and prospects regarding the future.
The findings reveal the following factors as decisive for their street life: Incompleteness of their families, difficult situations with their stepparents, the changing of their parents, neglect, stress experiences with their parents and consequent conflicts and suffered assaults. Other factors, such as sexual abuse, degree of attractiveness of the scene around the Hamburg central station, bad school marks and lacking support through school and youth welfare services from their point of view have a smaller or no influence at all on the reasons for their street life.
An important insight gained by means of the interviews is that the classic, constant street life does not or only to a very limited extent exist, but the adolescents are rather commuting between their parents’ house, youth welfare and the street. As support for affected parents and children measures are presented that are consistent with the principles of source orientation as well as further concepts and projects relevant to the results that have already been practically applied with this target group. The dissertation is supplemented with an appendix containing contact details of places to go for affected individuals in Hamburg.

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