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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-30493
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2006/3049/


Das Einwachsverhalten von unzementierten Femurschäften des künstlichen Hüftgelenkersatzes

Implant integration of uncemented femur shafts in total prosthetic hip replacements

Klein, Anke

pdf-Format:
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Basisklassifikation: 44.72
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.08.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 06.09.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Untersuchung ist Teil einer breiteren Studie, welche aufgrund der hohen Probenzahl eine Darstellung des aktuellen Implantationsstatus der Metropolregion Hamburg erlaubt.
Von April 2003 bis Februar 2004 wurden 280 künstliche Hüftgelenke durch Rechtsmediziner explantiert. Unter dem Gesamtprobengut fanden sich 38 zementfreie Autopsie-präparate – eine im Vergleich zu bislang durchgeführten Studien große Anzahl. Anhand dieser 38 Explantate wurde die Häufigkeit der verschiedenen vorkommenden Prothesenmodelle erfasst sowie – unter Einbeziehung der vorliegenden Patientendaten – Aussagen über die Funktionalität der künstlichen Hüftgelenke getroffen.
Am häufigsten fanden sich unter den unzementiert implantierten Modellen, mit einer Stückzahl von sechs bis vier, die Prothesen ESKA, Bikontakt, Calcarbloc und Zwey-müller. Jeweils drei ABG-Hüftsysteme und Madreporique-Prothesen bzw. zwei Vertreter der Modelle HP PM, S-ROM und Flächenadaptions-HPS flossen in die Auswertung ein. Des Weiteren lagen sechs einzelne Implantatmodelle vor. Entsprechend waren die Prothesenherstellerfirmen Howmedica (mit 9 Implantaten), Aesculap (mit 8 Implantaten) und Schütt & Grundei (mit 6 Implantaten) am stärksten vertreten.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der makroskopischen Betrachtung der Interfacebeschaffenheit in Abhängigkeit vom Prothesendesign kann bestätigt werden, dass glatte Oberflächen bevorzugt zur Ausbildung umscheidenden Bindegewebes führen, oberflächlich rau strukturierte Implantate hingegen häufiger eine knöcherne Integration und somit eine tendenziell höhere Implantatfestigkeit aufweisen.
Prädisponierende Faktoren seitens des Patienten für eine Prothesenlockerung lassen sich nicht feststellen.
Diese Daten erheben nicht den Anspruch, die Frage nach einem universell bzw. dem am besten geeigneten Hüftendoprothesenmodell klären zu können, sie sollen jedoch Herstellern bei der Konstruktion zukünftiger Implantate und Anwendern bei der Wahl einer Prothese hilfreich sein.
Kurzfassung auf Englisch: The present study is part of a broader trial which, due to its large number of cases, allows conclusions about the current overall state regarding total prosthetic hip implants in the Hamburg area.
In the 11-month study period from April 2003 to February 2004, 280 total prosthetic hip joints were explanted by forensic pathologists. Among those joints were 38 cement-free implants. This is a large number compared to those examined in previous studies. By examination of these explants, the prevalence of the different types of prostheses was elucidated, and by additional analysis of the available clinical data, the functionality of the different prosthetic hip joints was determined.
The most common cement-free implants were EKSA, Bikontakt, Calcarbloc and Zweymüller, with 6 down to 4 cases each. 3 ABG and 3 Madreporique prosthesis were found, respectively. Furthermore, three types of implants were found twice each and six types of implants seen only once. Accordingly, the leading manufacturers were Howmedica (9 implants), Aesculap (8 implants) and Schütt&Grundei (6 implants).
Regarding the macroscopic aspect of the interface morphology in relation to the implant design, it can be corroborated that smooth surfaces induce connective tissue formation surrounding the implant whereas textured, rough surfaces rather induce bony implant integration and thus lead to a higher implant stability.
Individual patient-related factors predisposing for implant losening could not be identified.
This study does not aim to clarify which implant is generally the most eligible. The data can, however, provide useful information for manufacturers and can furthermore assist customers in chosing the right type of implant.

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